Sonntag, 30. Oktober 2011

An den Strand

28. October 2011 - Railey

Klar, ist es hier Touristisch und die Thais wissen auch sehr gut, wie mit den Reisenden umzugehen um ihnen viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich war etwas genervt, hatte ich auch nicht viel geschlafen. Die Verena konnte mich aber beruhigen. Wir fuhren über Krabbi, wo wir auf ein Boot wechselten, das uns nach Rayley bringen sollte. Diese Halbinsel ist von Karstengebirge umgeben, was sie nur über den Wasserweg erreichen lässt.

Was für ein toller Anblick, die rechts die Felsen im Wasser, links das Festland, bewaltet mit dichtem Jungle und nur einige Resorts sind zu sehen. Die einsamen Strände sucht man auch hier vergebens, aber das sieht doch schonmal gut aus.

Am Strand angekommen, schleppten wir unsere Rucksäcke an Land und spürten zum ersten Mal den Sand unter den Füssen. Wann waren wir das letzte Mal am Meer? das ist schon lange her. Und hier ist es wunderschön. Lange hatten wir auch nichts gegessen und wir bewegten uns zur Strandbar. Uns strehlte es gleich einmal die Haare nach Hinten, als wir die Preise sahen... Uff... 7 Dollar für ein Pa Thai... in Bkk gabs das noch für einen! Auch die Ansage einer Deutschen, dass sie ein billiges Hotelzimmer für 3500 Baht... also gut 30 Dollar fanden, machte die Sache nicht besser. Pervers oder?

Zum Glück erwähnte sie noch in einem etwas abschätzigen Ton von einem Trampel Pfad, der durch den Dschungel, über den Berg an einen Nebenstrand führen soll, wo es überall Hippies gäbe. Wir merkten genau, dass diese junge Dame gar nix kann und machten uns auf, die Hippies zu suchen. Wo Hippies sind, kanns nicht teuer sein.

Bei 33 Grad und gewohnt hoher Luftfeuchtigkeit schleppten wir uns durchs Dorf, ab den Berg hoch und durch den dichten Urwald, immer den zwei Stromkabeln nach, die ziemlich rustikal auf dem Wegrand gelegt worden waren... Da würde mein Zivilschutz-Komandant auf den Boden spucken vor Wut. :P

Und da war es. Ton-Sei Beach... und dahinter herrliche Bungalows mit herrlich schwulem Staff, von denen wir uns eines für 300 Baht ergattern konnten. Ein guter Preis für Hochsaison... und da waren auch die Hippies und die tollsten Strandbars, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Aus Holz in den Urwald gebaut, davor die Brandung, dahinter die meterhohen Felsen. Verziert und kunstvoll Beleuchtet. Wir haben es gefunden... unser kleines Paradies hier auf Rayley. Verena und ich legten uns in ein Boot und tranken Song Krang aus Kübeln um zu gechillter Raggaemusik bis in alle Nacht zu tratschen.

Die Thais, die hier leben, haben sich den Hippies angepasst... oder vielleicht die Hippies ihnen? Auf jeden Fall gibt es nichts geileres als ein starkes Asiatisches Gesicht mit Dreads oder Afro-Locken. Wenn dir so ein Typ dein Bier hinstellt, dann weisst du: Ich hab heute nichts falsch gemacht, denn heute bin ich hier.






Nach uns die Sintflut


27. Oktober 2011 - Bangkok

Wir sind abgereist. Neben mir die Verena, die mit mir kommt. Die Ewa hat sich entschieden, nach Chang Mei zu fahren. Sie bekommt vom österreichischen Staat Geld um hier zu leben. Aber nur wenn sie Studiert. Sie versucht die Situation zu lösen, in dem sie über Phuket in den Norden fliegt. Die einzige Möglichkeit. Jeder verlässt die Stadt. Alles ist ausgebucht. Desswegen sitzen wir auch in einem Touristenbus - Einen Localbuss zu catchen, war zu risikoreich aufgrund der hohen Auslastung. Auch Thais verlassen das sinkende Schiff.

Wohin sollte uns der Weg führen? Auf jeden Fall an den Strand. Wir haben uns spontan für Raley entschieden. Eine Halbinsel in der Nähe von Phuket, die erstaundlich gemütlich sein soll und schöne Strände bietet. Na dann los! Nach gut 15 Stunden Reise durch die immer schöner werdende Palmenlandschaft, sollten wir unser Ziel erreichen...


Nachgedacht:
Hattet ihr auch schon das Gefühl, an einem Ort gewesen zu sein und seid unzufrieden wieder abgereist? Gerade eben, haben wir uns Karate Kid angeschaut. Den neuen, mit Jacky Chan und dem Sohn von Will Smith. Ich empfinde beim betrachten der Bilder bereits wieder, wie in den letzten Tagen öfters, den Reiz nach China zu fahren. Aber warum denn schon wieder? Das im Film dargestellte China empfinde ich als authentisch, als Wunderschön. Das Kung Fu und die Kultur... Aber warum habe ich das in meinen instesamt fast 4 Monaten in dem Land nicht gesehen? Warum nicht erlebt? An was lag es? Existiert es nicht oder war ich nicht offen genug? Ich weiss es nicht. Das China, wie man es aus den Bilderbüchern kennt mit seiner Kultur und seinen Farben, so viel ist mir heute klar, blieb mir verschlossen... Ich versuche es mit der Bedeutung der Chinesischen Weisheit zu sehen: Klettere, aber frage nie, wie hoch du gekommen bist.

Stell dir vor, du bist in Bangkok und es ist Flut!


26. Oktober 2011 - Bangkok

Heute ist das Wasser ganz in der Nähe der Kao San Road übers Ufer getreten. Die Ewa erzählte nach ihrem kleinen Spaziergang der Verena und mir, das sie mehrere Fernsehteams gesehen hat, die das Ganze festhalten. Sie kommt näher, die Flut, und wir sitzen hier und trinken Bier und Buckets um uns die Realität etwas zu betäuben. Allgemein ist die Stimmung schief. Irgendwie sind wir auch paralysiert und gebunden an diesen Ort - schliesslich ist alles darum herum unter Wasser.

Inzwischen erreicht die Wasserknappheit als Letztes auch die Touristengegend, alle Shops rationieren. Nur die Hotels haben noch Wasser und halten das wohl hartnäckig für die Gäste zurück. Es wird langsam ernst.

Um der ganzen Absurdität von sterbenden und flüchtenden Menschen um uns herum noch einen drauf zu geben, verbrachten wir den Tag am Pool - mehr kann man zur Zeit hier nicht wirklich machen. Die Verena ging noch zur Pedicure und ich bearbeitete einige Fotos und begann blog zu schreiben, wobei ich aber nicht sehr weit kam, weil ich die ganze Zeit mit Ewa stusste. Sie sollte hier zu Studieren anfangen, jedoch ist die Uni geschlossen und sie kann sich nicht einmal einschreiben.

No Pfersel, no Moke. Es herrscht Ratlosigkeit, wie es weiter gehen soll.




Donnerstag, 27. Oktober 2011

Kao San Road

26. Oktober 2011 - Dehli - Bangkok


Da war sie nun, die berühmte Strasse im Touristenviertel in Bangkok. Eine Meile voll Vergnügen und allem was Thailand berühmt macht. Schlepper, Prostituierte, geile, günstige Klamotten, gefälschte Ausweise, billiges Bier und noch viel mehr billige Touristen. Tribal-Tattoos, Muskelshirts mit Bierlogos und dicke Ärsche. Jedem Trottel sein Mekka.

Nach all meiner Zeit auf Reisen frage ich mich, was ich hier eigentlich mache. Das ist ja nicht wirklich Kultur - es ist vor allem eines: Spass. :) Hirn ab und durch. *hihi* Was für ein toller Abend, auch wenn es zu beginn noch nicht so aussah. Die frivolsten Feste steigen im Angesicht des Untergangs.

Davon haben die Verena und ihre Freundin, die Ewa gestern nacht wohl reichlich gebrauch gemacht. Als ich im Hotel eintraf, dem New Siam 1. An Sightseeing war sowieso nicht zu denken, die Stadt steht ja unter Wasser... also was mache ich? Leg mich zu den zwei zerstörten Seelen, die sich Kopfschmerzend im Bett krümeln und schlafe meinen Schlafmangel weg.

Es ist Flut. Als ich heute morgen im Anflug auf die Thailändische Hauptstadt war, wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie ernst hier die Lage ist. Die ersten Bilder von überschwemmten Fabriken, die man als erstes in den Medien sah, sichtbar für mich von oben. Ueberall Wasser, überall!

Die Busfahrt in die Stadt erstreckte sich über 2 Stunden, musste ich 3 verschiedene Busse nehmen, um das Wasser zu umgehen. Mir fällt auch, das viele Thais ihre Autos auf dem Pannenstreifen der vielen Highways abstellen, um sie vorm Steigenden Wasserpegel zu schützen... Das Wasser ist auf dem Weg in die Stadt. Es ist nur eine Frage der Zeit.




Mittwoch, 26. Oktober 2011

Show me your Force, India!

24. Oktober 2011 - Kathmandu - Dehli

Ihr habt nicht falsch gelesen. Tatsächlich sitze ich gerade in Dehli, setze also doch noch Fuss auf indischen Boden. Es handelt sich dabei aber bloss um einen Stop-Over, ich werde den Flughafen nicht verlassen. Trotzdem - Cool oder? Endlich wieder Chinesen-Gaffen, wie sie in verzweifelt in den weg nach Beijing suchen.

Immer der Nase nach erblickte ich das gelbe M auf rotem Grund und lies mich davon leiten. Als ich dann vor den Menutafeln stand, erinnerte ich mich daran, das die Kinder hier ja alle kein Rindfleisch essen. Das der BigMac durch nichts zu ersetzen ist, merkte ich beim degustieren des Maharaja-Macs, dem indischen, Hünchenbasierten Pendant, das im Grundgeschmack nicht anders ist, wie meine lieblings Nepali-Speise, die Pagoda's. Was bei der frittierten Gemüsepampe funktioniert, hat hier kläglich versagt. So stelle ich fest, McDonalds in Indien kann nix! Das Kama Sutra aber schon... das steckt bereits in meiner Tasche. Hihi.

Nun, der Tag heute war ein einziges Abenteuer. Heute Morgen rannte ich zur Post, alle meine tollen Souvenirs mussten ja noch weg. Habe mir was geleistet und die drei schönsten Statuen gekauft, die es in ganz Kathmandu gab. Einen Ganesh, Vishnu und Kali-Opfermesser. Sie sind, wie schon das Tanka, das Schönste, aus tagelangem Entscheidungsprozess hervorgegangen - heute hab ich sie mir geholt. 5 Kg Bronze für 150 Fr... Das mir einer von denen noch Probleme bereitet, hätte ich nicht gedacht.

Eine wilde Taxifahrt später stellten ich auf der Post nämlich fest, dass ich diese Statuen ohne spezielle Genehmigung vom Genehmigungsamt nicht exportieren darf. Davon hat mir der liebe Herr Verkäufer natürlich nix gesagt. Also ab zum Taxi, das natürlich genau wusste wo das Amt war, Stempel erhalten für Kali, Vishnu... aber nicht für Ganesh! Jetzt haltet euch fest wieso. Die anderen sind neu hergestellt... Davon ging ich aus. Aber den lieben Elefantengott hat laut dem Fachmann an die 200 Jahre auf dem Buckel... mich hauts fast aus den Socken. Da wusste jemand nicht, was er verkauft hat. Trottel, haha. Die Ausfuhrerlaubnis erhielt ich natürlich nicht. Was nun?

Zurück bei der Post. Die Zeit wird langsam knapp, ich sollt ja heute noch fliegen. Im Stile eines Nepali, drängte ich mich vor und zeigte die beiden abgesegneten Statuen mit Zertifikat und Zettel am Ohr. Alles gut. Rüber zur Packfrau, die alles in ein Paket wirft... wobei ich ganz überrascht feststellte, das es sich um einen gebrauchten Karton der Schweizer Post handelte *Sachen gibt's*... Dann kam mir die McGuyver-Idee...

Mit meinem Handy, auf dem ich zur Beruhigung ganz doll die Beginner hörte, spiegelte ich das einfallende Sonnenlicht in ihr Auge. Es funktionierte! Als sie geblendet zum Niesen ansetzte und die Augen schloss, steckte ich ganz schnell meinen Ganesh ins Packet und war das Unschuldslamm noch bevor sie wieder bei sich war. Friedlich nähte sie die Kiste in Baumwolltuch ein und versiegelte die Naht mit Wachs. Daran vergreift sich nun Niemand mehr :D

Der Taxifahrer meinte auf der Heimfahrt, warum ich denn so grinse. Wenn der wüsste :D





Stolz und Ehre.


23. Oktober 2011 - Kathmandu

Es war der faulste aller faulen Tage. Mein Zimmer ist auch wieder ziemlich leer geworden, seit der Andreas weg ist und der Blick raus in den Gang, motiviert mich auch nicht wirklich, denke ich nämlich dann an die Zeit, die ich mit Lukas, Jalalle und Andreas halb in Lukas Zimmer (308) und auf dem Gang sass, Gin Tonic oder Bier trank, schönes Hash rauchte und starke Musik hörte.

Ich machte meinen morgendlichen Rundgang durch Thamel, schaute mir ein zwei Souvernirshops an (ich bin ja immer noch auf der Suche nach einem richtig heftigen Andenken), trank mein Europäisches Red Bull und eine Banane vom Indischen Strassenhändler.

Indisch? Ja, indisch. Nun, immer mehr blicke ich hinter die ganze Geschichte hier. Die Nepalesen sind gar nicht erfreut über die vielen südlichen Nachbarn, die ihrer Meinung nach, Nachbarn hätten bleiben sollen. So erklärte mir ein Angestellter des Hotel Potala, wo ich residiere (Ja, ich habs wegen dem Namen gewählt :P) das sämtliche Strassenkinder Indisch sind und von der Mafia organisiert würden. Es gäbe nur wenige, wirkliche Strassenkinder in der Gegend, weil die Nepalesische Regierung sehr auf ihre Reputation achten. Das was existiert, ausserhalb, das Milliö, die organisierte Kriminalität, Menschenhandel usw... alles Geldgier-Indisch. Die Frauen mieten sich Kinder um, wie bereits erklärt, nach Lebensmitteln zu betteln, die in den Indischen Läden zum Wucherpreis an den Touristen gehen. Der Kreis schliesst sich.

Ich möchte nicht zu fest Partei ergreifen, aber ich denke, das dies schon seine Wahrheit hat. Erstens gibt es in Indien noch Orte, wo die Touristen-Rikshaw vom vorgespannten Menschen gezogen wird... Und der ganze restliche Dreck kennt die Welt spätestens seit Slumdog Millionaire. Nicht dass es den Nepalesen auch zuzutrauen wäre, aber die sind alle so stolz auf was sie sind und was sie haben, auch wenn es nichts ist.

Ich denke auch, das solche Eigenschaften oft mit dem Verlust des Stolzes zu tun hat, was in vielen Kolonialisiertne Ländern logischerweise der Fall ist. ich spürte das in jedem Land, wo ich war, welches mal unter Europäischer Herrschaft stand. Die Nepalis haben sich immer gewehrt, waren nie besetzt. Den Stolz merkt man. Das Gleiche bei den Tibetern. Den Stolz, den viele verloren haben...

Update:
Die Verena schrieb ihr erstes Update aus Bangkok. Sie ist an die Kao-San Road gezogen, direkt ins Backpackermekka, weil dies zur Zeit der einzige sichere Ort zu sein scheint... Bis ihr die Besitzerin jedoch riet, die Stadt schnell zu verlassen, weil das Guesthouse als Ueberschwemmgefärdet eingestuft wurde. Ansonsten scheint bis auf kekappte Verkehrsverbindungen Nord und Ostwärts alles einigermassen normal zu sein. Ich hoffe das ganze hält sich noch, bis ich morgen da bin. Bin schon etwas nervös. Die Badehose habe ich auf jeden Fall im Handgepäck und meine Pläne zu tauchen kommen immer näher :P

Als sich alles änderte...

22. Oktober 2011 - Kathmandu

Es ist der Tag, an dem Andreas abreiste. Was sich dieser Mensch eins mit offenen Augen durch dieses Land gereist ist, von beinahe unbändiger Motivation getrieben, die Kamera stets in der Hand. Er hat sich vom Touristen gewandelt und ist ein Reisender geworden, der leider viel zu Früh nach Hause muss.

Meinen inzwischen traditionellen Morgenspaziergang weitete ich dann leicht bedeppert aus. Boah, was das mich jedes Mal umhaut, wenn ich tschüss sagen muss. Es brodelte in mir. Ich lief zum Monkey-Temple. Dieser gefiel mir besonders, weil man von da einen der besten Ausblicke über die Stadt hat und meinem Geist die nötige Ruhe zurück gab.

Am Nachmittag kaufte ich mir dann mein erstes Souvenir. Tibetische Malerei, Dunkle Töne, Mandala mit gut 2 Gramm Gold als Farbe der Verzierung aufgetragen. Es ist wunderschön. Mit dem Händler verbrachte ich dann noch den Rest des Nachmittages und hörte mir seine Weisheiten an. Er war Tibeter, mit 3 Jahren geflohen, inzwischen die Staatsbürgerschaft erhalten und riesen Fan von Buddhismus und Hinduismus. Es war eine Freude mit ihm Dahl-Baat zu essen. Warscheinlich habe ich ihm auch gleich die Ausbildung seiner Kinder finanziert, was mein schlechtes Gewissen in Grenzen hielt und ich mir Mal für Mal auffüllen lies :) Wobei, wir kannten uns inzwischen auch schon gut, war ich die vorhergehenden Tage sicher 3 Mal bei ihm und habe mir seine Auswahl angeschaut.

Ich spannte das Tanka bei mir im Zimmer auf und liess mich zusammen mit guter Musik (von Clueso) inspirieren. Bis es knallte. Bäm!!!!! DAS war DER MOMENT, als sich meine Reiseroute änderte. Oh ja, liebe Kinder, der Lukas ist zurück. Mehr verrate ich zu gegebener Zeit... Gebucht, vollendet. Der Rest meiner Reise steht. Es kribbelt im Magen und mein Zwerchfell droht zu Platzen vor Freude.

Als erster Schritt geht mein Flieger am 24. nach Bangkok. Ihr erinnert euch vielleicht an die Verena, die mir in Xian und Shangri-La schon begegnete und ich in BKK eine Verabredung habe. Wir wissen beide noch nicht genau wies wir unser Zeit in Thailand verbringen, falls das überhaupt möglich ist. Aus den Nachrichten wissen, wir das dort zur Zeit die grössten Fluten seit 50 Jahren herrschen und durch die Stupidität der Regierung die ganze, ich wiederhole, die ganze Stadt zu ersaufen droht. Ich war bei Zyklon Yasi in Australien, beim Erdbeben in Neuseeland, also werden wir auch das meistern.





Freitag, 21. Oktober 2011

Körper-Klaus


20. Oktober 2011 - Kathmandu

Da macht man mal Pause, guckt Kung Fu Filme aus Hong Kong, regt sich über die dummen Frauen darin auf, hofft das alle gut Hiken oder Fliegen und macht eine Liste von Dingen sie erledigt werden sollten und wer taucht auf?  Der Andreas :D Zurück von seinem Tripp taucht er einfach im Hotel auf und wir freuen uns riesig über das Wiedersehen.

So gab es doch noch ein Bierchen auf der Terasse und ich zeigte ihm die Bilder unserer gmeinsamen Zeit. Ich bin sichtlich überrascht, das Körper-Klaus seinen Trip unbeschadet überstanden hat, lief er doch in jedes Fettnäpfchen. Da Vorne liegt ne Banane, ja da schlipf ich aus :D Ach, wie ich den Kerl mag :D

Weiter denke ich über den weiteren Reiseverlauf nach. Ich habe Fregmente, aber noch keine Logik. Alles wird sich in Bangkok treffen. Verteilt über den ganzen November. Ich habe aber keine Lust darauf, den ganzen Monat da zu bleiben ;-) So egoistisch bin ich dann noch. jetzt brauchts halt ein bisschen Planung, aber dafür hab ich ja Zeit. Vielleicht nochmal Hong Kong? Die Wei lädt zum Mi Casa es tu Casa oder wie das heisst :P Ach was bin ich international geworden :D


Menschengucken.


21. Oktober 2011 - Kathmandu

Diese Tage stehen im Zeichen der Erholung, des Ausschlafens und einiger Gedankenprozesse. Ich schländere durch die Strassen auf der Suche nach den richtigen Souveniers - mögen sie auch noch so viel kosten - wenn ich was kaufe, denn hier.

Heute habe ich einige wunderschöne Gemälde gesehen. Mit Gold verzierte symbiosen der Buddhistischen und Hinduistischen Kultur, was zwar nicht wirklich traditionell aber dem aktuellen Leben in Nepal entspricht, wo die Kulturen friedlich nebeneinander existieren. Zudem möchte ich mir eine Statue kaufen. Ich picke mir aus all den anbietern den Sympatischsten raus, der mir auch das Beste Angebot macht. Es ist ein Prozess, weil es sich um viel Geld handelt.

Mir fällt die Tage auch auf, dass nun die Hauptsaison begonnen hat. Viel mehr Touristen irren verloren durch die Strassen, die ich bereits kenne. Springen von der einen Strassenseite zur anderne und nerven sich über den Verkehr, der doch eigentlich gar nicht so schlimm ist, wenn man sich treiben lässt. Nun, Nepal ist nix für verschlossene Geister.

Was mir aber negativ auffällt sind die vielen Strassenkinder, die nun auch zu hauf hier auftauchen. Besonders hervor sticht für mich ein kleiner Junge, der die Menschen um Essen anbettelt. Sagen sie nein, was sie meistens tun, kaut er auf seiner Sprite-Dose weiter und isst die Stücke, die er abbeisst. Nun, wir wissen es ist ne Masche, aber doch ziemlich heftig.

Ziemlich smart sind auch die Frauen mit vielen Kindern auf dem Arm, die dich anbetteln ihnen im Supermarkt Milch zu kaufen. Gute Masche, doch haben sie einen Deal mit den Märkten, bringen die Milch zurück, diese kommt wieder ins Regal und sie erhalten dafür die Hälfte des Geldes zurück. Win Win Situation.

Auch findet man hier Kinder, deren Gesichter mit Säure übergossen wurden, damit sie beim Betteln mehr Geld erhalten.

Auch das ist Nepal. Mich überrascht es immer wieder, wie Freundlich und Nett die Menschen trotzt all dem geblieben sind. Beispiel: Morgen bin ich bei den Besitzern des Lhasa Pub zuhause zum Mittagessen geladen. Ich empfinde es als riesen Ehre und weiss noch nicht recht, wie ich das angehen soll. Soll ich was mitbringen, oder ist das unfreundlich? So gut kenne ich die Kultur doch auch noch nicht.

Ich werde mich auf jeden Fall heute Abend erkundigen. Andreas, der heute auf Hardcoresightseeing ist (Alles in einem Tag) wird mich begleiten. Sein letzter Abend. Er schwärmt von seinem intensiven Urlaub. Genauso wie die Sandrine, die inzwischen zu Hause von ihrem Fenster die Golden Gate Bridge betrachtet und mir lange, schöne Emails schreibt.

Ich sitze mal wieder im Or2K, esse Pesto-Toast und lasse mir vieles durch den Kopf gehen. Dank Jalalles Reki geht das auch ziemlich gelassen vor sich und der Pestotoast und Ice-Tea schmecken richtig lecker. Ich geniesse es alleine zu sein - auch wenn mir die Leute fehlen. Um zu denken, dann das angenehm sein.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

back!!!

19. October 2011 - Kathmandu

Well, its all about saying goodbye. We say it when we leave friends, leave a place or when we leave this life. sometimes there are people appearing who make it much easier to you. i had to run away from a place that did not treat me well and the people made it more or less easy to me. Lets detox!

then you come to the next place and it takes you some time and some gin to show you how bright it can shine. you look at it and watch it passing by when you think, wow, this feels good. Thank you Kathmandu for showing me so many colours. the ones of freedom and beauty which you never thought you can reach. thanks for saving me and open me up for all whats coming, even if you do not "come". its all about being there in the right moment at the right spot, smelling the life leaving other people when they become to dust and making you sneezing, till you feel the last movement of a hand, when it slowly disappears over the edge of your finger.

these are the moments when you sit in your room, almost everything is fine, you look into a now unscary future and you remind yourself to wear a flower in your hair.

you got me back, oh my kathmandu.





Scratching Scatches


18. October 2011 - Pokhara - Kathmandu

Zurück in Kathmandu, nach einem horrenden Horrorrit durch die Pampa, dessen schönheit ich nun schon oft gesehen habe und mich in die neu aufgespielte Musik des Mp3s vertiefe... 9 verfluchte Stunden... Mio, mein Mio, was hasst du mir die Zeit verkürzt.

Die steil abfallenden Abhänge sind für mich normal geworden. Ich vertraue dem Fahrer - was bleibt mir auch anders übrig. In Nepal kann man sterben, das wusste ich. Flugzeugabsturz oder Bus über die Klippen. Höhenkrankeit oder eigene Dummheit. Alles ist möglich. Aber ich lebe und habe im Augenwinkel den Jungel und die Reisterassen, das holpern des Busses und den tiefen Schlaf, der die Fahrt um 4 Stundem kürzer machte.

Ich bin wieder im Hotel Potala. Nicht wirklich fancy, aber ein Ort der Erinnerung in Mitten von Thamels Trubel, der mich die nächsten Tage erheitern wird. Ich bin wieder allein - bis morgen Sandrine kommt und wir ihren letzten Tag zusammen verbringen werden.

Bis dahin schländer ich durch die Strassen, gehe zu Crazy Burger und ins Lhasa. Später die Woche werden Souvernirs gekauft und ein riesiges Paket nach Hause geschickt.

Ich habe angefangen, den guten Menschen dieses Trips etwas zu geben, Lukas, Jalalle, Gal und Sandrine haben es... etwas Wertvolles, dass ich, wenn wir uns wieder sehen, zurück haben möchte. Kein Geschenk, nein, nein, denn das ist so definitiv.

Da sind einige Momente der Vergangenheit, Menschen, die bleiben, auch wenn man ihnen nicht so Nahe stand wie anderen... wie der Daniel, der unsere kurze Zeit zusammen in China wunderbar Dokumentiert hat. Es ist die Zeit des Denkens, des Verarbeitens für mich, was in den letzten Monaten geschehen. Dieser Film hilft mir dabei, weil er China so zeigt, wie ich es in den letzten Wochen erleben durfte. God bless you, my Portugiese Friend.


Montag, 17. Oktober 2011

Mein Shakra hängt schief.


17. Oktober 2011 - Pokhara

Ich habe das Gespräch gesucht. Jalalle, mein lieber Freund und Reisekumpel kennt sich mit so Situationen wie meiner sehr gut aus. Er ist bekanntlich ein Reki-Meister und hat sich heute Morgen meines Shakras angenommen... um zu sehen, woher mein Tief kam. Zuerst Pendel und dann die aufgelegte Hand, die in mir sehr vieles löste. Die nächsten Tage wird sich mein Körper nun auch entgiften. Das ist gut so. Vielleicht sehe ich dann wieder klarer und bin fähig Entscheidungen zu treffen.

Nun, der Tag ging dann auch etwas besser. Wir haben es endlich geschafft, Motorräder zu mieten. Ich habs dann auch mit nem 500er probiert. Es blieb dann auch beim Versuch, weil ich nicht mal das Anfahren hinbekam ;-) Nun, ich hatte zwar einen Manuellen Scooter in Laos, aber das dieser grosse Brocken hier mir so Probleme bereiten würde, hätte ich nicht gedacht. Da muss wohl doch ne Fahrschule dahinter :D

Wir erkundeten die Umgebung Pokaras, das ich heute zum letzten Mal gesehen habe. Ich habe mich entschieden, zurück an die Quelle meiner Kraft zu fahren... Nach Kathmandu. Zurück ins Lhasa, zu all den netten Einheimischen, die mir so ans Herz gewachsen sind. Ebenfalls wird die Sandrine morgen da eintreffen, so bin ich auch nicht alleine. Ihr seht, the People make the Place. Ich merke, wie wichtig mir das geworden ist. Mit dem Sightseeing bin ich ziemlich durch - habe vieles gesehen, vieles gemacht. Aber die Leute, ja die Leute sinds. Dadurch hab ich mich nicht verändert. Mit diesen Gedanken im Kopf, kurven wir durch die Berge und geniessen die sanfte Beschleunigung unserer Gefährte.

Allerdings steht auch die Trennung von Jalalle und Lukas an. Nun höre ich noch ein wenig Amy, schriebe diese Zeilen und kneife die Augen zu um sie vor dem Wind des Ventilators zu schützen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Sollte mal die Seele baumeln lassen


16. Oktober 2011 - Pokhara

Es ist soweit - Ich habe mein erstes, richtiges Tief. Kurz bevor wir und Motorräder gemietet hätten, kam in mir alles hoch. Quasi aus dem nichts wurde ich überrumpelt von Emotionen und  musste mich sofort zurückziehen.

Ich musste erkennen, das der Frust extrem tief sitzt. Ich versueche auch heruaszufinden woher das kommt, diese Blockade, die es mir nicht erlaubt herauszufinden, was es ist. Sowas hatte ich noch nie. Und den Abend mit Alkohol zu versüssen und die Gedanken zu ersaufen, ist definitiv der falsche Weg.

Ich werde das beobachten und wer weiss, vielleicht hab ich in den nächsten Tagen sogar wieder ein Plan wo es lang gehen soll, vielleicht kann ich mich überwinden etwas einzigartiges zu tun oder einfach nur chillen. Obwohl das alles nicht die Gründe sind, würde es sich gut anfühlen.

Was ganz anderes:
kennst du die Seifenblase?

wenn du durch die grosse Menschenmasse gehst, schöne menschen, gute menschen, aber nur der mensch der neben dir geht, ist in deiner Welt. du bist wie in ner bubble. nur eine falsche Bewegung und sie droht zu platzen. Trotzdem seid ihrs, die drin seid und niemand anders kommt auch nur nahe. eine weiche wand, die einem alles sehen lässt was passiert, aber deine Welt passiert nur darin.

Die Seifenblase, die wahre Zweisamkeit.

Was jetzt?


15. Oktober 2011 - Pokhara

Ich wollte endlich meinem Ziel etwas näher kommen. Hier in Pokhara gibts eine Paragliding Schule an der anderen. Das war mein Ziel hier kostengünstig ein Brevet zu machen. Leider sagt einem Lonely Planet aber nicht, dass hier alle Kurse erst im November beginnen. Was für ein Schlag in die Fresse. Meine Email-Anfragen blieben unbeantwortet, so dachte ich mir, schauste vorbei. Fehler. Nun... das passt mir gerade gar nicht.

Heute war ein enteuschender Tag und die bevorstehenden Abschiede von Sandrine, Lukas und Jalalle machens nicht einfacher. Mal sehen ob ich gut schlafen kann.

Freitag, 14. Oktober 2011

Life goes on und die Sandrine lacht.


14. Oktober - Kathmandu - Pokhara

Das wars erst mal mit Kathmandu. Heute morgen Früh gings weiter mti dem Bus nach Pokhara, der 3 grössten Stadt Kathmandus und einem Paragliding-Paradies, direkt am See gelegen. Ich versueche mir die nächsten Tage einen Anfängerkurs zu organisieren.

Jalalle und Lukas sind zur Zeit sehr dicke. Sie werden das machen, wofür mir keine Zeit bleibt. Den Annapurna-Trek. 19 Tage wollen sie abtauchen in die Bergwelt des faszinierenden Annapurna-Massives. Mich selber lässt das ganze ziemlich kalt. Ich bin ehrlich zu mir selber und sage, nein, ich laufe keine 19 Tage, das ist mir zu doof. Zudem ist es verflixt teuer, weil die Guesthouses einem da oben abzocken und alleine die Erlaubnis da zu laufen kostet mehr, wie 5 Tage essen. Das geht sich für mich nicht aus. Verstehe nicht, wie man für Gehen Geld bezahlen muss.

Mist, mein Akkuladegerät liegt noch in Kathmandu. Gepäck minus ein Akkuladegerät.

Da geniesse ich lieber die tolle Aussicht von unserem Balkon auf den See von Pokhara. Total zufällig haben wir die Sandrine weider getroffen. Was für eine Freude, als sie aus einem Restaurant auf uns zustürmte... mit einem herrlichen verzaubernden Lächeln. Schön für uns alle, sie wieder hier zu haben :D Ich meine, wir sind ohne sie schon verdammt gut aussehend. Ein Wunder dass uns die Sonne noch nicht ausm Arsch scheint. Als wäre das nicht genug, läuft beim Abendbier auch noch Paul um die Ecke. Mit ihm hatten wir in Kathmandu abends sehr viel Spass und per Zufall trifft man sich hier wieder. Was waren wir überwältigt. :D


RIP

13. Oktober 2011 - Shanti Jatra Festival

Wir haben uns schon gedacht, dass die Nachbarn keine Freude an einem Event haben, der die ganzen Umliegenden Berge und Dörfer mit 24 Stunden Techno beschallt... Aber das dann gleich eine 100 Köpfige Armee auftauchte, war überraschend. Es war süss zu sehen, wie alle ihre Drogen versteckten. Weniger toll war dann, das sie gegen 22 Uhr das Abschalten der Musik erzwangen.

Die Organisatoren waren aber vorbereitet und hatten das Bestechungsgeld bereits Budgetiert. So sollte es morgens um 8 weiter gehen. Ich wurde von einem Gemurmel vor meinem Zelt aus dem Schlaf gerissen, welches mich aufhorchen liess. Das Festival sei abgesagt... um 4.30 sei der liebevolle Organisator von uns gegangen. Sein Herz war zu schwach für den Stress und er verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir waren geschockt und konnten es nicht glauben. Zudem war für uns das Festival damit sowieso gelaufen.

Guru Mububaba praktizerte ein Abschiedsritual, bei dem ein Kreuz mit dem Namen des Verstorbenen am Höchsten Punkt des Berges eingeschlagen wurde. Er war Christ. Was für eine Solidarität zwischen den Religionen und ein rührender Abschied.

Wenig später namen wir den Bus zurück nach Kathmandu. Wir waren ziemlich verwirrt und wussten nicht wie weiter. Zum Glück hatten wir die Goa-Kids im Bus die sich ihren Bong permanent reinknallten, als wäre nichts gewesen. Der Freak hat davon warscheinlich nix mitbekommen, schlief er heute morgen doch tief und fest am Wegrand.


Shanti Jatra Organic Festival

11-12 Oktober 2011 - Shanti Jatra Organic Festival


Location
... könnte nicht besser sein. Auf einer von einem Deutschen erbauten Organic Farm direkt auf der Spitze eines Berges mit 360grad Panorama rundherum und sicht auf die Himalayakette. Ein sehr spiritueller Ort mit vielen Brunnen, schönen Tieren und faszinierender Architektur. Als wir ankamen, waren wir uns einig, an einem der schönsten Plätze der Welt zu sein.

Musik
Nun, Minimalelektro und Goa. Für meinen Geschmack etwas zu fade, für die Crowd aber ein Grund ganz viele Drogen zu nehmen und drei Tage durch zu Tanzen. Überall gab es Infrarotlicht, die die wunderschöne Dekoration ges Geländes beleuchtete und die Drinks zum fluoriszieren regte.

Charaktere
Ein Festival ist nur so gut, wie seine Charaktäre.

Der Organisator:
Kennt ihr Hugo von Lost? Diese Statur und Liebenswürdigkeit kombiniert mit indischem Skin, gibt den Organisator des Shanti Jatra. Toller Kerl, der immer wieder rumwuselt und die Menschen, sein sie noch so auf Drogen, fragt, wie ihnen das Festival gefällt. Er hat einen guten Job gemacht, alles ist Top organisiert.

Guru Mububaba: 
Ein Indischer Guru, Dünn, Bärtig und richtig braun im Gesicht. Er trägt weisse Tücher und spricht so weise, das man ihm am liebsten gleich hinterher laufen möchte. Jeden Morgen und Nachmittag unterrichtet er die Besucher im Sun-Yogaa. Der Kunst Energie aus der Sonne zu beziehen, die er selbst so sehr meisterte, dass er 7 Jahre nicht zu Essen brauchte. Es geht alles über Photosynthese. Habe zum ersten Mal meditiert und fühle, ihn zu verstehen. Was war ich begeistert.

Cookie Walla:
Ein kleiner wirbliger Nepalese, der in Kathmandu diesen Nickname durch seine fantastischen Kekse, die er in seinem Shop verkauft, erhalten hat und sich bald umtaufen lässt. Gal hatte ihn im Vorfeld kennengelernt und für ein Plakat für seinen Stand gemalt. Er bedankte sich mit vielen Freikeksen und Schokoballs. Als Highlight legte er zur Ueberraschung aller eine Feuershow hin, die seines Gleichen sucht. Man gibts ihm nicht, jahaha, der Cookie :D

Die Goa-Kids:
Direkt von Goa nach Kathmandu geflogen sind die reichen Kids aus Goa, Indien, die Hipper nicht hätten aussehen können und Drogen konsumierten, bis es krachte. Habe noch nie gesehen, wie Menschen so viele verschiedene Substanzen ertragen können. Das muss in Ihrem Blut liegen. Auf jeden Fall erfüllten sie sämtliche Klisches. Aber wie will man auch anders, wenn man an so einem Ort als reicher Sohn aufwächst und nix zu tun hat.

Der Freak:
Will man diesen Menschen beschreiben, nehme man sich Gollum auf Extasy. Was ist dieser Kerl eins rumgehüpft und gewirbelt und hat mit seinem durchgedrehten Gesicht die Leute amüsiert oder erschreckt. Wir fanden heraus, das er seit 5 Tagen nicht geschlafen hatte...

Lukas, Jalalle, Gal, Gals zwei Kumpels und viele tolle Begegnugen. Zum Beispiel der gechillte Steve und seine Freundin Lula aus England. Was war das für ein toller Tag :D




Montag, 10. Oktober 2011

Or2k


10. Oktober 2011 - Kathmandu


Andreas ist weg... sein Charakter und seine Art werden mal wieder ein Loch hinterlassen. Er ist nach Pokhara gefahren... Wir wünschen ihm eine gute Zeit... eine grad so gute, wie wir zusammen hatten. Halt die Ohren steif, alter und verlier nicht alles und fall nirgends runter :D

Heute ist Bürotag. Wir organisieren die letzten Dinge fürs Festival und ich beschäftige mich intensivst mit dem updaten des Blogges und der Bilder. Endlich habe ich ein Ort gefunden, der anständiges Internet hat, dass auch mal wieder Picasa aktuell wird, was heisst, dass ich mal wieder Bilder im Blog posten kann. Jalalle und ich chillens gemütlich unter Israelis im Or2k, einem Veggierestaurant. Das Leben hier oben ist schön. Inzwischen sind auch die schönen Backpackermädels aufgetaucht, was das ganze noch Lebenswerter macht. :D



Chitwan National Park by Foot - Part 2

9. Oktober 2011 - Sauhara - Kathmandu

Wir mussten erst einmal verarbeiten, was gestern passiert war. Manche Touristen sehen gar nichts und wir hatten das volle Programm. Heute ging es genauso weiter. Krokodile am Wasser, das wir gestern zu Fuss durchquerten, die stete Achtsamkeit für Nashörner, wenn mir mal wieder ein Wasserloch passierten, bis wir schlussendlich gegen Mittag nach vielen Wildschwein und Deer-Spottings im wunderschönen Wald unser Ziel, das Elefanten-Breeding Centre erreichten.

Wir wurden von weiteren Zwischenfällen verschont, nemen aber eine der intensivsten Zeiten unseres Lebens mit, als wir die Gegend am Abend Richtung Kathmandu verliessen. Zum ersten Mal fuhren wir auf dem Dach des Busses mit, weil unten kein Platz mehr war. Es war ein herrlicher Ritt, der leider dann von einem abliegen des Busses überschattet wurde.

Am Abend hiess es dann Wiedersehen mit Gal und Jalalle (Richtig so?). Herzlich froh, traffen wir uns per Zufall im Crazy Burger. :D Freudig erfuhren wir dann auch, dass wir nun alle zusammen in den nächsten Tagen ans Shanti-Jatra-Organic-Festival fahren werden. Ein Hippi-Festival mit ganz viel Elektronischer Musik... Morgen werden wir die Vorbereitungen treffen.

Nun bin ich wieder zurück in meinem Hotelzimmer in Kathmandu. Diese kleine Oase der Ruhe ist zu etwas geworden, wo ich mich daheim fühle. Desswegen habe ich das Zimmer auch nicht aufgegeben, als wir vermeintlich 2 Tage weg fuhren, aus denen dann 5 wurden.

Seit fest steht, dass mich mein Zuhause in der Schweiz vielleicht bald wieder sieht, ereilen mich einige Träume mit krassem Inhalt. Zum Beispiel sehe ich, wie ich bei meinem alten Arbeitgeber anheuere und bettle, mich zurück zu nehmen. Oder wie ich meine Freunde treffen, was sich alles verändert haben könnte. Das zeigt mir, dass dies ein grosser Gedankenprozess ist, der erstmal ertragen werden muss. Ich danke meinen Träumen dafür, mich mein daheim vermissen zu lassen, obwohl ich in Nepal mein Paradies gefunden habe und die Zeit meines Lebens lebe. Ja, ich lebe.




Chitwan National Park by Foot - Part 1

8. Oktober 2011 - Sauhra

So schnell war wohl noch keiner von uns auf einen Baum geklettert. Als unsere Guides voller Panik riefen: "On a Tree, on a Tree" haben wir zum ersten Mal gespürt, dass wir hier nicht in einem Vergnügungspark sind. Es geht um Leben und Tod. Doch was war passiert?

Nach einem Balanceakt im Einbaum erreichten wir das andere Ufer des Flusses, wo es direkt in den Jungle ging. Unsere Guides Raiesh und Suresh erklärten uns das korrekte Verhalten, sollten wir einem Tier begegnen, als Suresh wie von der Nadel gestochen sich umdrehte und gebückt, mit dem Zeichen uns zu folgen im Dickhicht verschwand. Und tatsächlich, da stand es, ein Nashorn, Ausgewachsen bewegte sich vor uns durch den Jungle, es hatte uns wohl noch nicht bemerkt. Wir umliefen es, um es auf der Strasse abfangen zu können, um es auf 100 Meter Distanz besser sehen zu können, als es plötzlich aufschreckte, zurück in den Walt rannte, direkt in unsere Richtung!

Jetzt hiess es schnell sein. Ab auf den Baum. Die Ficher können einem ab 6 Fuss Höhe nicht mehr erreichen. Ich konnte die Anderen nicht sehen. Erst nach gut 15 Minuten wagten Suresh, der auf meinem Baum sass und ich uns herunter um nach den Anderen zu sehen. Die sassen immer noch, vom Schreck gezeichnet im Baum (zu dritt auf dem Gleichen, wohl gemerkt), was mich in hellem Gelächter beinahe zerplatzen liess. Ihr hättet das sehen müssen :D

Aber fertig lustig, wo ist der Andreas? Da kam er ganz verdattert angelaufen und erzählte, dass er keinen Baum fand und sich hinter einem versteckte... Als ihn Plötzlich ein Tiger passierte!!! Wir glaubten ihm zuerst nicht, bis wir die frischen Spuren in Schlamm entdeckten. Jetzt wurde mir der Ernst der Lage erst bewusst. Ich habs den anderen nicht mitgeteilt, aber ich denke, es war so: Nicht wir schreckten das Nashorn auf, sondern der Tiger! Das Nashorn brannte durch und lenkte den Tiger entweder von sich oder von *schluck* uns ab. Damit verdanken wir dem Dickhäuter wohl unser Leben.

Somit waren unsere Sinne geschärft. Uns war nun klar, dass jeder Zeit etwas unvorhergesehenes geschen könnte. Im Jungle waren wir. Ja, im wildern Jungle, gespickt von Tieren die uns umbringen könnten. Was für eine Erleichterung, als wir Abends nach dem durchqueren von üppigen Grass -und Waldlandschaften das sichere andere Flussufer erreichten (zu Fuss). Dieses Feierabendbier und den Sonnenuntergang haben wir uns verdient, wie schon lange nicht mehr. Morgen gehts wieder in den Park. Die zweite Etappe ruft.






Mücken stechen!

7. Oktober 2011 - Sauhara

Mist, eingepennt! Das wäre ja nicht so schlimm, leider stellten wir morgens um 5 fest, dass sich unsere Anwesenheit bei den Mücken herumgesprochen hatte und wir alle mit Stichen überseht waren. :D

Kratzend genossen wir einen der heissesten Tage seit langem. 35 Grad brennten vom Himmel und wir organisierten unseren Jungle-Trek von morgen. Viele gehen hier Elefantenreiten. Das Dörfchen ist allgemein sehr spannend, überall laufen Elefanten rum, als wärs ganz normal. Auch mal durch den Tag entdeckt man auf der anderen Flusseite Wildtiere und viele Vögel, wie sie am Wasser trinken. Als wir aber die Leute sahen, die hässlichen Touristen, entschieden wir uns für was, das uns weg bringt von den Menschen. Morgen gehts ab in den Urwald. Bin ja mal gespannt, ob wir irgendwelche Tiere sehen werden.

Der Park ist bekannt für seine Nashörner, Tiger (nicht das Bier), Wild und viele Vögel.

Unser Touri tritt in jedes Fettnäpfchen. Wir überquerten einen kleinen Fluss über Steine... zuerst ich, dann Lukas, der sich direkt zu mir ans Ufer begab um sich zu Waschen und zu erfrischen als wir es hinter uns Platschen hören... Wir schauen uns nur an und wissen genau, was passiert ist. Der Andreas hats nicht geschaft und stapft fluchend aus dem Wasser :D Ach was lieben wir den Andreas :D

Den Abend verbrachten wir am Fluss, der überrannt bei indischen und Chinesischen Touristen zu einem der schönsten und gleichzeitig schlimmsten Orte im Dorf wird. Aufgeheitert wurden wir aber durch den Besuch von Sandrine, dem einzigen hübschen Mädel vom Rafting, dass uns den Abend durch ihre zuckersüsse Anwesenheit versüsste.







Rafting Part 2 - Wasserspass und Nashörner


6. Oktober 2011 - Down the Tesuli River to Sauhara


Was haben wir gelacht. Da waren wir doch so naiv zu denken, wir überstehen den ganzen Trip ohne von Bord zu gehen. Denkste! :D "Stark!" würde Lukas sagen. Da meistern wir die grössten Wellen und Stromschnellen, Jubeln vom Adrenalin bis wir plötzlich, ganz unverhofft auf eine Welle treffen.

Das Boot ging zuerst runter, wo es sich halb mit Wasser füllte und dann die Nase so schnell aufstellt, dass die vorne Sitzenden, Andreas und ich im Hohen Bogen aus dem Bot katapultiert wurden. Scheinbar ist der Andreas noch über mich geflogen, als ich schon in der Luft war. Der Jalalle konnte sich jedenfalls kaum halten vor lachen :D Ich kam nach oben, das Wasser war tief, es konnte nichts passieren. Das war mal ein Flug, huch!

Allgemein war heute viel viel mehr Action, wie noch gestern und wir stellten fest, dass wir ziemlich gut geworden sind. Paddeln synchron, mit voller Power, bis die Muskeln reissen. Es war eine Gaudi, leider viel zu früh zu Ende.

Schon den ganzen Tag stand im Raum, direkt weiter in den Chitwan Nationalpark zu fahren um Nashörner zu gucken. Der lag nur wenige Kilometer von unserer Ausstiegstelle, so dass es keinen Sinn ergab zuerst zurück nach Kathmandu zu fahren. So weit so gut... auch dass wir die nächsten Tage mit einem Paar unterhosen, einem Tshirt und einem Jäckchen und halb geladener Kamera überstehen müssen... haha. Abenteuer, wir kommen.

Jalalle entschied sich, zurück nach Kathmandu zu fahren und Bürotage einzulegen. Schade, aber seine Entscheidung. Wir werden ihn wieder sehen.

Hotel und alles ging ganz Fix. 100 Rupees pro Person. 1.13 Fr. Wir erreichten spät Abends den Strand am Flusse des Chitwan und fanden einige Liegestühle... wir brachten es, nach einem guten Bobby fertig auf ihnen einzuschlafen.



Rafting Part 1 - Baywatch

5. Oktober 2011 - Kathmandu - Tesuli-River

Wir waren etwas skeptisch, als anstelle der 16 Ultraheissen Schwedinnen 16 Voll-Nerds aus dem Bus stiegen. Einige hatten schon ein fortgeschrittenes Alter. Ich will ja nichts verurteilen, aber der Tesuli-River hat ziemlich heftige Rapids drin.

Als dann die ersten richtig heftigen Wellen kamen, jubelten wir erst, dass wir unbeschaded durchkamen. Zwar lagen wir alle durcheinandergewirbelt im Boot und Die Jungs hinter mir und Andreas (wir hatten den Lead und gaben den Takt an) lachten sich einen Schranz, weil wir durch die Luft flogen und sie nicht :D Ich wollte gerade auf den Lukas los springen und von Bord werfen, als wir hinter uns zwei gekennterte Boote sehen. Wir reagieren sofort und paddeln hin. Es waren die Schiffe mit vielen Kindern und den älteren Menschen, die sichtlich geschockt im Wasser schwammen. Während wir sie aus dem Wasser Pickten, sprang die hintere Reihe aufs umgedrehte Raft und drehten es zusammen mit dem Guide um. So schafften wir es alle sicher an Land zu bringen. Das war ja mal ein Ritt. Von nun an wissen die Guides, dass diese beiden Boote nicht fähig sind, die Rapids richtig zu meistern und ruderten sie von nun an gekonnt drum rum.

Wir erlebten einen supererfrischenden Tag. Es schien ziemlich heiss vom Himmel, je weiter wir trieben und das spritzwasser und das anstrengende Paddeln tat uns gut. Auch fühle ich mich zum ersten mal seit Langem wieder, als hätte ich was geleistet. Raften macht einfach Spass. Noch viel mehr spass wie damals in Neuseeland, als der Spass nach 1 Stunde vorbei war.

Am Abend wurde in der Nähe eines Restaurants campiert, wo wir auch verpflegt wurden. Wir Männer hauten uns eine knallharte Schlacht im Mensch ärgere dich nicht rein und freuten uns auf einen weiteren Tag auf dem Wasser.



Dienstag, 4. Oktober 2011

Bungee Nepal

4. Oktober 2011 - Kathmandu 

Es musste ja so kommen! Alles fuchteln und verfechten hat nichts gebracht. Nun stehe ich wieder hier oben und spüre, wie mir die Gurte angelegt werden. Irgendwelche Nepalis sagen was zu mir und halten eine Videokamera ins Gesicht. Tausend Tode bin gestorben, damals in Neuseeland und hier spüre ich wieder, wie ich langsam das Bewusstsein verliere.

Trotzdem bleib ich da. Es gibt kein Zurück. Lukas, Jallal und sogar Andreas haben sich schreiend in die Tiefe gestürzt. Wie kleine Kinder Lunte gerochen und ich trau dem Mechanismus hier kein bisschen. Doch dann überkommt es mich... der Drang... Alles ist vergessen, ausgeblendet. An der Kante schaue ich hinab... 200 Meter bis zum Boden und 160 Meter freier Fall...

Ich lasse mich fallen und breite die Arme zum Flug aus. Der Wind rauscht und gibt mir den intensiven Kick und Moment, den ich liebe. Der Boden kommt näher und ich realiere, wie schnell ich tod bin, wäre da kein Seil. Es beginnt zu greifen und katapultiert meinen wehrlosen Körper zurück in die Luft, wo ich zum ersten mal Initiative ergreife und über Kopf zum Rückwärtskopfsprung ansetze und erneut in die Tiefe segle.

Mein Siegesschrei hallt bis nach Tibet, bis die Körperspannung langsam nachlässt und ich vom Seil befreit werde. Ich verlasse die Schlucht zu Fuss und sehe von unten, wie verdammt nochmal hoch das gerade eben war... Siegeszigarre und Kühles Everest-Bier standen für uns alle schon bereit.


Der Todesschrei des Dashain.

3. Oktober 2011 - Nagarkot - Kathmandu

um 5.30 ging der Wecker. Hinter unserem Guesthouse sollen wir auf den Tempelhügel klettern um die allerbeste Sicht auf den Sonnenaufgang und die Berge zu haben. Gestern noch hochinteressant philosophiert, viel über Jallal erfahren und meine Sinne geöffnet. Genügend Angriffsfläche, für was wir da oben antraffen. Das Dashain, Opferfestival war schon in vollem Gange.

Jeder Dorfbewohner trieb seine Ziege den Hügel hoch, von wo sie im Tempel verschwanden. Ich dachte mir nichts böses, wusste, was da drin vorgeht und lies mich nicht beirren. Doch es gibt eines im Leben jedes Lebewesens, dass so tief ins Mark geht. Ist es ein Reflex? Ein Aushauchen der Seele oder ein  Weckruf für die Götter, denen das Opfer gilt? Aber der Todesschrei einer jeden Kreatur... lässt niemanden Kalt. Mir wurde übel. Ich erfuhr erst später, dass den Tieren bei lebendigem Leibe der Kopf abgetrennt wurde. Das Blut wird geopfert und auch das Dritte Auge auf der Stirn der Opfer gemalt. Das ist der Segen und bringt Glück.

Aber der Todesschreih. Sowas habe ich noch nie erlebt. Vielleicht das intensievste was ich jeh wahrgenommen habe. Ich rannte weg... weg vom Tempel. Blut sehen, kein Problem... Aber schelmisches, glückliches Lachen beim abtrennen eines Kopfes und der Todesschrei, so fest es auch in der Kultur ist, lässt mich nicht kalt. Ich suchte mir ein neues Plätzen auf der anderen Seite des Hügels, wo ich alleine und beruhigt das Schauspiel, das sich vor mir auftat geniessen konnte - Auch wenn die Schreie, bis hier rüber drangen, wenn der Wind wechselte.

Was für ein heftiges und bleibendes Erlebnis. Wir haben die Berge gesehen. Die ganze Himalayakette vom Süden aus. Annapurna und andere 8000-er und die volle Packung Kultur. Wir sprachen darüber bei gutem Frühstück und machten uns zurück nach Kathmandu, Börger essen. Crazy Burger Kathmandu, du lässt uns einfach nicht in Ruh. Packen wir noch lecker Sauce dazu, sind wir wahrlich in Kathmandu.




Hinsetzen und zusehen - Auf nach Nagarkot.



2. Oktober 2011 - Kathmandu - Nagarkot


Neu zu unserer Gruppe gestossen ist Andreas. Ein ganz wuseliger Mann. 43 Jahre, Vater aus Stuttgart. Wir nennen ihn "den Touristen" Was für eine Konstellation das ergibt. Der Hippy, der Künstler, der Philosoph und der Bürogummi. Mal sehen wie weit wir menschlich sind um das unter einen Hut zu kriegen.

Hier in Nepal ist vieles einfacher, als noch in China. Praktisch jeder spricht ein Basic-English. So gingen wir einfach zu Bushaltestelle und sagen wohin wir wollen und folgen den vielen freundlich Zeigenden Fingern. Leider regnet es, sonst würden wir auf dem Dach mitfahren. Mit all den Ziegen, die zur Zeit hier verkauft werden. Ich habe ja schonmal erwähnt, das bald das Opferfestival zu Ehren von Gott Kali stattfindet. Morgen solls losgehen. Da zieht es alle in ihre Heimatdorfer aufs Land, wo mit der Familie gefeiert wird. Die Vorfreude spürt man in der Stadt und die Bettler erzählen dir, dass sie Geld brauchen um nach Hause zu fahren.

Zusammen gings heute in die Berge. Genauer gesagt war Nagakot unser Ziel. Dieser Ort ist weltbekannt für seine aussicht auf die Berge. Das liessen wir uns nicht nehmen. Für einen Tagesausflug wars dann aber zu weit und wir  haben uns entschieden da zu übernachten. In dem Dorf gibts nichts, wie Guesthäuser, die alle einen Turm haben, wo man am Morgen, wie in einer Arena, auf den Sonnenaufgang und die Berge wird sehen können. Hoffentlich hält das Wetter!

Auf dem Weg besuchten wir die grösste erhaltene Nawari-Altstatt in Bhaktapur. Eine Augenweide, wenn auch mit 15 Us-Dollar eintritt total überrissen. Dafür fühlt man sich fast in der Zeit zurück versetzt, was auch an den vielen alten Menschen liegt, die da Leben. Ein Highlight ist neben den vielen Tempeln für alle möglichen Götter auch der Töpferplatz, wo nach altem Rezept und System getöpfert wird.

Eine Kartonkiste auf dem Kopf, daraus vier Beine und zwei Arme. Es kam mir ein undefinierbares, lustiges Objekt entgegen, als ich da sass und gemütlich mein Slice trank. Es folgten Zombiebewegungen und ein verschmitztes Kichern, dass nach einem leichten Rrrums beinahe zu Tränen wurden. Die Beiden Mädchen haben sich unter ihrer Kopfbedeckung im Dunklen die Köpfe gegeneinander gestossen. Eine der vielen Szenen, die einem dieses Kino von Stadt bietet, wenn man sich nur hinsetzt und guckt.





Samstag, 1. Oktober 2011

Skype

1. Oktober 2011 - Kathmandu1. Oktober 2011 - Kathmandu

Eigentlich hatten wir ja mit Gal und Jallal zum Frühstücken und Planen abgemacht. Als dann der Jallal an meine Tür klopfte, wurde mir auch klar, dass wir verschlafen hatten. Was sind wir nur für verpeilte Kerle geworden :)

Wir haben Pläne für die nächsten Tage geschmiedet. Wir müssen, sollten uns mal wieder bewegen. *schmunzel* Wir gehen Raften, Bungie Jumpen und Elefanten Duschen. Wenn das mal nix ist?

Dafür sind wir dann heute auch den ganzen Tag dumm rumgerannt. Haben Passfotos gemacht und allesammt wichtigen Dinge damit wir bald loslegen können.

Das Highlight war dann aber eine Skypesession mit Noemi und Nina. Das tat so gut. Skype hängt hald immer von der Internetverbindung ab, so habe ich die beiden dann irgendwann in den Tiefen des Netzes verloren.

Regenzeit


30. September 2011 - Kathmandu


Es hat mal wieder ein weilchen gebraucht, bis wir aus den Federn kamen. Wir haben einen langsamen Rhythmus eingeschlagen. Was andere in 3 Tagen machen, machen wir in 5. Aber wir haben ja die Zeit und Stress ist ein Fremdwort. Wir begamen uns zur Grössten Stupa in Kathmandu. Ein riesiges Teil, dass wir dann auch Buddhistisch Korrekt 3 Mal umrundeten. Man sagt, dass beim Bau dieses altertümlichen Monumentes massive Wasserknappheit herrschte, weshalb die Diener am Morgen den Tau von den Gräsern sammelten, um Zement anrühren zu können. *grind*

Das Highlight bildete eine Tassa Massala-Tea auf einem der Dächer der Restaurants drumherum und einer Wunderbaren Aussicht auf die Stadt. Wir haben zum ersten Mal gesehen, wie Bunt das Ganze hier ist. Herrlich. Warum China das nicht fertig bringt?

Den Abend verbrachten wir dann mit Jallal und Gal auf dem Dach eines Hotels und genossen das gute Leben, das wir grad führen. Jallal ist Marokanischer Abstammung und Gal Israelin. Was für eine Mischung mal wieder.

Es ist immer noch Regenzeit hier in Nepal. Eigentlich sollte sie ja vorbei sein, aber es regnet immer noch Punktgenau um 13 Uhr kurz und häftig und um 16 Uhr etwas länger. Dabei wird der Himmel Dunkelgrau und genauso schnell, wie die Wolken aufziehen, verschwinden sie dann auch wieder. Das man danach die Uhr stellen kann, haben wir auch erst heute gemerkt und uns, Schlaumeier, wie wir sind, Regenschirme zugelegt :D