28. April 2011 - Bangkok
Here i am. Um 1 Uhr stand ich mitsamt Gepäck und Visum im Pass beim Ausgang vom Flughafen. Und es ist so wie vielerorts beschrieben: "where do you have to go, Sir?", "Need a Taxi?", "Do you need Accomedation?" Mit breitem Lächeln und offenen Armen kümmern sich die Schlepper um den etwas verwirrt dreinschauenden Rucksackträger, der da steht und eigentlich nur noch Schlafen möchte. Mit in die Stadt gehen ist heute noch nichts. Ich suche mir eine Bank in den Abflughallen (Trick 77, da gibts keine Schlepper) und schlief mal durch bis etwa um 7 Uhr, ohne dass mir jemand etwas verkaufen wollte. Ich entschloss mich den Express Airport Shuttle Bus zu nehmen. Der ist mit 150 Baht (ca 5fr.) sehr günstig und fährt in etwa dahin wo ich möchte. So machte ich mich auf zum Ticketschalter für den Bus, wo mir dann eine liebe Frau mitteilte, dass meine Linie heute nicht fahre. *haste töne* Haha, willkommen in Asien. :D Somit checkte ich den Zug aus, der aber irgendwie auch nicht fuhr, was mich dann trotzdem dazu bewegte, das Taxi zu nehmen. Um ehrlich zu sein, das war's wert. Was für ein Abenteuer auf den Highways um Bangkok. Kaum aus dem Flughafen gefahren, vielen mir die vielen betenden Buddha Statuen ins Auge, die am Strassenrand in regelmässigen Abständen die Reisenden begrüssten. Ebenfalls hatte ich zum ersten Mal mit dem hier allgegenwärtigen König Kontakt, der zusammen mit seiner Frau alle 2 Kilometer von einer wunderschön verzierten Überführung herunter winkt. Die Präsenz in der Kultur ist unübersehbar. Ich solle aufpassen, dass ich sein Portrait auf den Geldnoten nicht zerknittere. Einige Händler würden es sonst nicht annehmen. Wir passieren das gigantische Nationalstadion und ich sehr zum ersten Mal die tüpischen Asiatischen Häuser und die Stromleitungen, die hier alle quer über die Strassen hängen. Zum ersten Mal seit langem habe ich wieder dieses Kribbeln im Bauch und gleichzeitig einen riesen Respekt. Nicht nur vor dem Fahrstil des Lenkers.
Es ist faszinierend, wie einem dieser Flecken Erde sofort in seinen Bann zieht. Allen Horrorgeschichten zum Trotz. Ich sitze in einem kleinen Drecksloch neben dem Hostel, habe Phai Thai bestellt und mache es den Polizisten und gleich und haue mir einen Energydrink nach dem anderen runter. Saubillig und das erste Mal überhaupt, das in mir etwas die österreichischen Stiere zu konkurrieren schafft. Das Essen wird mir vom Chef serviert, der einige Brocken Englisch kann. Das er seinen prallen Wanst zur nackten Schau stellt und seine Hose zu tief hängt, braucht mich nicht zu stören. Er stellt mir die Gewürze hin, "falls es mir zu weich sei" und verschwindet vor dem rauschenden Tv-Gerät in der Ecke, wo in viel zu vielen bunten Farben die Nachrichten flimmern.
Mein Hostel ist ein Glücksgriff. Für zwar wahnsinnig teuere 10fr pro Nacht bleibe ich erst mal hier und lasse das ganze auf mich wirken. Ich versuche auch einige Wörter Thai zu lernen, so die Basics wie hallo und tschüss... aber die Sprache ist mir noch sehr verschlossen. Nun bin ich endlich hier und kann es kaum erwarten die Stadt zu erkunden. Morgen um 8 gehts los, solang es noch nicht mit 35 Grad vom Himmel scheint. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, ist auch noch etwas Monsoonzeit. Den Rest des Tages nützte ich um zu Skypen. Ach meine Lieben, ihr fehlt mir, auch wenn das Internet die Welt kleiner macht. Das kühle Bier auf der Dachterasse lasse ich mir heute nicht nehmen.
Donnerstag, 28. April 2011
Mittwoch, 27. April 2011
29 Hours - ca 10000 km. a whole new world.
27. April 2011 - Nelson - Christchurch - Sydney - Bangkok
Uiuiui, jetzt geht es aber richtig los. Der Moment, auf den ich lange gewartet habe ist da. Ich fliege nach Bangkok. Draussen ist es fiester, ich kann nur vereinzelte Lichter erkennen, während wir über Australien unserer Linie in die Thailändische Hauptstadt folgen. Ich fliege mal wieder Emirates. Ums nochmal zu sagen, ich denke, ich habe das vor Monaten schon mal getan, Emirates - ja die sind klasse. Bereits habe ich Tron und Gullivers Reisen im Bord-Tv angeschaut und ein Bier und zwei Gläser Shiraz getrunken. Meine Sitznachbarin glänzt durch ihre Unzufriedenheit. Nicht einmal auf mein freundlich zuvorkommendes "Guten Abend" hat sie reagiert. Nun ja, lassen wir dieser Glutenallergikerin aus Überzeugung ihren Spass am nicht Spass haben. Ein extra glutenfreihes Essen bestellen und dann nicht einnen Bissen essen. Ein genervtes *hrmpfffff* bringt sie grad noch raus. Ist die Menopause etwas zu früh eingetreten? Ich entschuldige mich, der Shiraz spricht aus mir. Bald kriege auch ich mein Essen. Es gibt Parpadelle Pasta. Mmmm. Und dass nachdem ich doch auf dem Weg von Chch nach Sydney schon Medallions vom Lamm schnabuliert hatte. Was für ein Leben, dass mich doch ein wenig vergessen lässt, dass ich heute die Nacht am Bangkoker Suvarnabhumi Flughafen verbringen werde. Ich komme um 1 an und der erste Bus fährt um 5 uhr. Mein Hostel wiederum kann ich um 2 Uhr beziehen. Uff, das gibt ne harte Nacht. Viele Menschen sind Fan von Thailand und auch vom Flughafen. Zum Beispiel die Mila. Aber ich kenne das Ganze noch nicht und werde grad zur Dramaqueen. Endlich kommt er, der Kulturschock. Der Respekt, die Ungewissheit, die ich gesucht habe. Ich bin verwirrt. Noch heute morgen brachten mich meine Freunde auf den Flughafen. Ich war so durch den Wind und erpicht darauf, pünktlich zu sein, dass ich wohl zur grössten, sich vorstellbaren Stressbirne mutierte. Ach, ich werde sie vermissen.
Neuseeland. Soeben habe ich dich verlassen. Zwei Monate gabst du mir Halt unter den Füssen, zeigtest mir deine schönen und weniger schönen Seiten. Du brachtest mir gute Freunde und Menschen, die ich am liebsten immer im Handgepäck hätte. Ein wilder Ritt durch meine Psyche und kein Zeichen von Heimweh. Meine Highlights waren die Milford Sounds und die Zeit mit Tessa in Lake Tekapo. Dann die Zeit mit Kurt, seiner Familie, Anna, Manuel, Ben, Lisi und Anne - unvergesslich. Eigentlich wird mir erst jetzt klar, was ich mal wieder für ein Glück hatte, Menschen zu treffen ohne die die Reise sehr sehr eintönig und langweilig gewesen wäre. Was mich nervte waren die vielen Individualtouristen, die eigentlich keine sind. Kiwi-Experience und so weiter. In Neuseeland kann jeder Individualist sein. Es hat genügend Platz für jede Art von Subkultur und sogar für Spastis (wie die neben mir *hust*) Aber auch hier gilt das gleiche wie in Australien - Solltet ihr mal das Land bereisen, dann kauft euch ein Auto und verkauft es nach Abreise wieder. Am besten ein Camper und dann wild Campen, die Natur spüren, in Seen baden. Kauft euch das ganze hässliche Outdoorclothing-Zeugs und macht damit die wunderschönen, mehrtägigen Wanderungen, aber zieht euch bitte um, wenn ihr in eine Stadt kommt. Es ist nicht schwierig und sieht teilweise aus wie zu Hause. Glaubt mir, ihr braucht den Unterschied. Ich meine aber, dass viele der deutschsprachigen Reisenden, die so hingerissen sind von dem Land, einfach das erste Mal auf sich alleine gestellt waren und von dieser Meinung bringt mich niemand mehr ab, die ist nun gefestigt.
Moment, ich brauche andere Musik. Oh! Der Boardcomputer hat sogar Deadmau5. und Black Keys... Ich bevorzuge heute aber die Beats. Und nun versuche ich zu schlafen. In 6 Stunden landen wir bereits und ich habe die 29 Stunden Reise über 10000km hinter mir. Dann alles im Rucksack verstauen, lauschiges Plätzchen suchen, mal nicht an all die Horrorgeschichten denken, die man aus Asien so hört. Auch nicht, dass an der Thailändisch-Kambotschanischen Grenze mal wieder um Tempelanlagen gekriegt wird. Ach, ich brabbel nur noch Stuss und desshalb ist jetzt schluss :D
Uiuiui, jetzt geht es aber richtig los. Der Moment, auf den ich lange gewartet habe ist da. Ich fliege nach Bangkok. Draussen ist es fiester, ich kann nur vereinzelte Lichter erkennen, während wir über Australien unserer Linie in die Thailändische Hauptstadt folgen. Ich fliege mal wieder Emirates. Ums nochmal zu sagen, ich denke, ich habe das vor Monaten schon mal getan, Emirates - ja die sind klasse. Bereits habe ich Tron und Gullivers Reisen im Bord-Tv angeschaut und ein Bier und zwei Gläser Shiraz getrunken. Meine Sitznachbarin glänzt durch ihre Unzufriedenheit. Nicht einmal auf mein freundlich zuvorkommendes "Guten Abend" hat sie reagiert. Nun ja, lassen wir dieser Glutenallergikerin aus Überzeugung ihren Spass am nicht Spass haben. Ein extra glutenfreihes Essen bestellen und dann nicht einnen Bissen essen. Ein genervtes *hrmpfffff* bringt sie grad noch raus. Ist die Menopause etwas zu früh eingetreten? Ich entschuldige mich, der Shiraz spricht aus mir. Bald kriege auch ich mein Essen. Es gibt Parpadelle Pasta. Mmmm. Und dass nachdem ich doch auf dem Weg von Chch nach Sydney schon Medallions vom Lamm schnabuliert hatte. Was für ein Leben, dass mich doch ein wenig vergessen lässt, dass ich heute die Nacht am Bangkoker Suvarnabhumi Flughafen verbringen werde. Ich komme um 1 an und der erste Bus fährt um 5 uhr. Mein Hostel wiederum kann ich um 2 Uhr beziehen. Uff, das gibt ne harte Nacht. Viele Menschen sind Fan von Thailand und auch vom Flughafen. Zum Beispiel die Mila. Aber ich kenne das Ganze noch nicht und werde grad zur Dramaqueen. Endlich kommt er, der Kulturschock. Der Respekt, die Ungewissheit, die ich gesucht habe. Ich bin verwirrt. Noch heute morgen brachten mich meine Freunde auf den Flughafen. Ich war so durch den Wind und erpicht darauf, pünktlich zu sein, dass ich wohl zur grössten, sich vorstellbaren Stressbirne mutierte. Ach, ich werde sie vermissen.
Neuseeland. Soeben habe ich dich verlassen. Zwei Monate gabst du mir Halt unter den Füssen, zeigtest mir deine schönen und weniger schönen Seiten. Du brachtest mir gute Freunde und Menschen, die ich am liebsten immer im Handgepäck hätte. Ein wilder Ritt durch meine Psyche und kein Zeichen von Heimweh. Meine Highlights waren die Milford Sounds und die Zeit mit Tessa in Lake Tekapo. Dann die Zeit mit Kurt, seiner Familie, Anna, Manuel, Ben, Lisi und Anne - unvergesslich. Eigentlich wird mir erst jetzt klar, was ich mal wieder für ein Glück hatte, Menschen zu treffen ohne die die Reise sehr sehr eintönig und langweilig gewesen wäre. Was mich nervte waren die vielen Individualtouristen, die eigentlich keine sind. Kiwi-Experience und so weiter. In Neuseeland kann jeder Individualist sein. Es hat genügend Platz für jede Art von Subkultur und sogar für Spastis (wie die neben mir *hust*) Aber auch hier gilt das gleiche wie in Australien - Solltet ihr mal das Land bereisen, dann kauft euch ein Auto und verkauft es nach Abreise wieder. Am besten ein Camper und dann wild Campen, die Natur spüren, in Seen baden. Kauft euch das ganze hässliche Outdoorclothing-Zeugs und macht damit die wunderschönen, mehrtägigen Wanderungen, aber zieht euch bitte um, wenn ihr in eine Stadt kommt. Es ist nicht schwierig und sieht teilweise aus wie zu Hause. Glaubt mir, ihr braucht den Unterschied. Ich meine aber, dass viele der deutschsprachigen Reisenden, die so hingerissen sind von dem Land, einfach das erste Mal auf sich alleine gestellt waren und von dieser Meinung bringt mich niemand mehr ab, die ist nun gefestigt.
Moment, ich brauche andere Musik. Oh! Der Boardcomputer hat sogar Deadmau5. und Black Keys... Ich bevorzuge heute aber die Beats. Und nun versuche ich zu schlafen. In 6 Stunden landen wir bereits und ich habe die 29 Stunden Reise über 10000km hinter mir. Dann alles im Rucksack verstauen, lauschiges Plätzchen suchen, mal nicht an all die Horrorgeschichten denken, die man aus Asien so hört. Auch nicht, dass an der Thailändisch-Kambotschanischen Grenze mal wieder um Tempelanlagen gekriegt wird. Ach, ich brabbel nur noch Stuss und desshalb ist jetzt schluss :D
Dienstag, 26. April 2011
Die fauchen, die Robben.
26. April 2011 - Kaikura - Nelson - Was denn? Regen!
Kaikura war schon im Begriff sich zum Reinfall zu entwickeln. Das Wetter wurde nicht wirklich besser. Eher noch kälter. In der Nacht fiel das Thermometer mal auf 4 Grad. Dafür aber, man höre und Staune, mein Gesundheitszustand! Yeah, Baby, Yeah. Was habe ich genug von meinem Körper. Wäre ich in Russland, dann hätte ich schon lange den Vitali geschickt um mir auf dem Schwarzmarkt einen neuen zu besorgen. Ich war zwar immer noch Todmüde, aber meine Motivation kurzzeitig zurück, wurde sie doch von Kopf- und Halsschmerzen aufgefressen die letzten Tage. So gingen wir noch etwas an den Strand. Der ist nämlich ganz speziell. Die grossen, schwarzen Kieselsteine, die dort liegen, geben eine wunderschöne Farbstimmung und durch das direkte Abfallen des Bodens im Wasser, gibt es Momente, wo die Wahlfische bis wenige Meter ans Ufer kommen, um sich im Kiesel ein wohlverdientes Peeling zu holen. Leider aber nicht heute. Dafür spielten Ben und ich unverhofft etwas "angespühlt", wurden wir doch von einer fiesen, gemeinen Welle überrascht, die uns wie tote Fische strandaufwärts spülte :D Wir stellten dabei fest, dass das Meerwasser nicht kühler war, als die gefühlte Temperatur draussen. Das könnte ein Grund sein, für das erhöhte Aufkommen von Meeressäugern in der Region. Wäre ich ein Wahlfisch, ich wäre hier. Nun ja, bei dem Wetter gabs dann hier nicht wirklich viel zu tun. Wir beschlossen zurück nach Nelson zu fahren, damit für mich noch genügend Zeit zum Packen bleibt. Und dass hat sich gelohnt. Wenige Kilometer ausserhalb Kaikuras, traffen wir auf eine Kolonie wilder Robben! Was für ein Anblick und was für eine Möglichkeit den tieren mal richtig nahe zu kommen. Lustig, wie die Balger fauchen, wenn man ihnen zu nahe kommt ;-) Aber so lange man sie nicht aus den Augen lässt, sind sie nicht gefährlich. Wow, dass war eindrücklich und endlich hatte ich die Fotos, die ich wollte. Dieser Moment, dieses Encounter mit der Wildniss allein, hatte die Fahrt gerechtfertigt und leitete für mich die Abschiedsphase ein. Ja, nur noch wenige Stunden bin ich hier. Dann gehts weiter. in einem 29 Stunden Reisemarathon nach Bangkok. Ich kanns immer noch nicht glauben. So lehne ich mich zurück und geniesse die letzten Augenblicke aus dem Fenster des Paules. Wir halten noch einige Male an um Bilder zu machen... Dann waren wir da. Zurück in Nelson. Wir schlichen uns auf den Campingplatz um zu duschen und dann gabs ein heftiges Abendessen. Nach anschliessendem geniessen legaler Rauschmittel, wo ich mich auch endlich wieder beteiligen konnte, folgten wir unserer Tradition des How-i-met-your-mother-schaunens bis tief in die Nacht. Wir sind nun bei Staffel 3 angelangt... Schade, dass Robin und Ted nicht mehr zusammen sind, sie waren doch so ein super Paar. *schnulz*
Kaikura war schon im Begriff sich zum Reinfall zu entwickeln. Das Wetter wurde nicht wirklich besser. Eher noch kälter. In der Nacht fiel das Thermometer mal auf 4 Grad. Dafür aber, man höre und Staune, mein Gesundheitszustand! Yeah, Baby, Yeah. Was habe ich genug von meinem Körper. Wäre ich in Russland, dann hätte ich schon lange den Vitali geschickt um mir auf dem Schwarzmarkt einen neuen zu besorgen. Ich war zwar immer noch Todmüde, aber meine Motivation kurzzeitig zurück, wurde sie doch von Kopf- und Halsschmerzen aufgefressen die letzten Tage. So gingen wir noch etwas an den Strand. Der ist nämlich ganz speziell. Die grossen, schwarzen Kieselsteine, die dort liegen, geben eine wunderschöne Farbstimmung und durch das direkte Abfallen des Bodens im Wasser, gibt es Momente, wo die Wahlfische bis wenige Meter ans Ufer kommen, um sich im Kiesel ein wohlverdientes Peeling zu holen. Leider aber nicht heute. Dafür spielten Ben und ich unverhofft etwas "angespühlt", wurden wir doch von einer fiesen, gemeinen Welle überrascht, die uns wie tote Fische strandaufwärts spülte :D Wir stellten dabei fest, dass das Meerwasser nicht kühler war, als die gefühlte Temperatur draussen. Das könnte ein Grund sein, für das erhöhte Aufkommen von Meeressäugern in der Region. Wäre ich ein Wahlfisch, ich wäre hier. Nun ja, bei dem Wetter gabs dann hier nicht wirklich viel zu tun. Wir beschlossen zurück nach Nelson zu fahren, damit für mich noch genügend Zeit zum Packen bleibt. Und dass hat sich gelohnt. Wenige Kilometer ausserhalb Kaikuras, traffen wir auf eine Kolonie wilder Robben! Was für ein Anblick und was für eine Möglichkeit den tieren mal richtig nahe zu kommen. Lustig, wie die Balger fauchen, wenn man ihnen zu nahe kommt ;-) Aber so lange man sie nicht aus den Augen lässt, sind sie nicht gefährlich. Wow, dass war eindrücklich und endlich hatte ich die Fotos, die ich wollte. Dieser Moment, dieses Encounter mit der Wildniss allein, hatte die Fahrt gerechtfertigt und leitete für mich die Abschiedsphase ein. Ja, nur noch wenige Stunden bin ich hier. Dann gehts weiter. in einem 29 Stunden Reisemarathon nach Bangkok. Ich kanns immer noch nicht glauben. So lehne ich mich zurück und geniesse die letzten Augenblicke aus dem Fenster des Paules. Wir halten noch einige Male an um Bilder zu machen... Dann waren wir da. Zurück in Nelson. Wir schlichen uns auf den Campingplatz um zu duschen und dann gabs ein heftiges Abendessen. Nach anschliessendem geniessen legaler Rauschmittel, wo ich mich auch endlich wieder beteiligen konnte, folgten wir unserer Tradition des How-i-met-your-mother-schaunens bis tief in die Nacht. Wir sind nun bei Staffel 3 angelangt... Schade, dass Robin und Ted nicht mehr zusammen sind, sie waren doch so ein super Paar. *schnulz*
... Und noch mehr Regen.
25. April 2011 - Nelson - Kaikura
Die autonomen Alkoholiker sind brav geworden. Solidarisch mit mir, werden fast keine Suchtmittel konsumiert. Ich bin auf Medis und nur schon wenige Schluck Bier machen deren Wirkung zu nichte, wie ich schmerzhaft feststellen musste. Das und das Wetter bewegten und heute zu frühem Aufbruch. Wir verschoben Paul nach Kaikura, etwas weiter südlich, in der Hoffnung dort Sonne zu finden. Eine Woche sitze ich jetzt schon im Regen und das schlägt aufs Gemüt. Kaikura ist das Mekka der Wahltouristen. Zur Zeit ist Saison und wenn das Wetter hält, wer weiss, vielleicht gibts ein par Hikes und etwas Whale-watching? Ich habe das damals in Island gemacht und muss gestehen, auch wenn es Touristenabzocke ist, das ist etwas ganz spezielles und Wunderschönes. Ich sah zwar etwas Schwarz mit meinem Gesundheitszustand. Ich bin inzwischen so Schwach, dass ich zu faul bin, die 20 Meter zur Toilette zu laufen und den Bush neben dem Auto nehme. Nein Spass bei Seite, ich bin echt kaputt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich am 5. Mai mit Kung-Fu anfangen soll. Sie verlangen einen gewissen Fitnessstandard und meiner war noch nie in meinem ganzen Leben soooo schlecht jetzt. Uff. Das Wetter in Kaikura war dann gleich wie in Nelson. Aber immerhin hatten einige Bars geöffnet und so verbrachten wir den Abend mit gutem Essen und einigen Partien Billiard und Achtung: Tischfussball!!! :D Leider war ich mal wieder der Beste, dass nach 2 Runden niemand mehr Geld ausgeben wollte, um gegen mich zu verlieren. Während sich die Ben, Lisi und Anne einige Drinks gönnten, blieb ich bei meinem Wasser. Ungewohnt, aber nötig. Zum Glück haben wir uns. Sonst würd ich kollarbieren. Gute Gesellschaft ist die Essenz solcher Zeiten.
Die autonomen Alkoholiker sind brav geworden. Solidarisch mit mir, werden fast keine Suchtmittel konsumiert. Ich bin auf Medis und nur schon wenige Schluck Bier machen deren Wirkung zu nichte, wie ich schmerzhaft feststellen musste. Das und das Wetter bewegten und heute zu frühem Aufbruch. Wir verschoben Paul nach Kaikura, etwas weiter südlich, in der Hoffnung dort Sonne zu finden. Eine Woche sitze ich jetzt schon im Regen und das schlägt aufs Gemüt. Kaikura ist das Mekka der Wahltouristen. Zur Zeit ist Saison und wenn das Wetter hält, wer weiss, vielleicht gibts ein par Hikes und etwas Whale-watching? Ich habe das damals in Island gemacht und muss gestehen, auch wenn es Touristenabzocke ist, das ist etwas ganz spezielles und Wunderschönes. Ich sah zwar etwas Schwarz mit meinem Gesundheitszustand. Ich bin inzwischen so Schwach, dass ich zu faul bin, die 20 Meter zur Toilette zu laufen und den Bush neben dem Auto nehme. Nein Spass bei Seite, ich bin echt kaputt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich am 5. Mai mit Kung-Fu anfangen soll. Sie verlangen einen gewissen Fitnessstandard und meiner war noch nie in meinem ganzen Leben soooo schlecht jetzt. Uff. Das Wetter in Kaikura war dann gleich wie in Nelson. Aber immerhin hatten einige Bars geöffnet und so verbrachten wir den Abend mit gutem Essen und einigen Partien Billiard und Achtung: Tischfussball!!! :D Leider war ich mal wieder der Beste, dass nach 2 Runden niemand mehr Geld ausgeben wollte, um gegen mich zu verlieren. Während sich die Ben, Lisi und Anne einige Drinks gönnten, blieb ich bei meinem Wasser. Ungewohnt, aber nötig. Zum Glück haben wir uns. Sonst würd ich kollarbieren. Gute Gesellschaft ist die Essenz solcher Zeiten.
Pauls Parkplatz
24. April 2011 - Nelson - Es regnet
Der Paul ist unser Auto. Unser Haus, unser Bett unsere Küche. Wir leben in Paul. Zu viert. Der Kopf an der Hecklappe, die je nach Wetter offen oder zu ist. Wir stehen auf Parkplätzen um die teuren Campsites zu umgehen. Da passieren allerhand Geschichten in der Nacht. Heute fällt Regen und wir sitzen nur rum. Die Gelegenheit, die letzten Morgen in Erinnerung zu rufen.
Klappe auf! Motorengeräusche wecken uns. Sie werden lauter. Ich sehe Licht. Träume ich? Da steht ein Wagen neben uns. Er leuchtet Neon Grün auf den Boden. Weitere Sportskarossen biegen um die Ecke. Stellen sich in Reih und Glied neben Paul und lassen ihre Muskeln spielen. Verdutzt schauen wir dem Spielchen zu. Weder fast noch furious, aber etwas eingeschüchtert. Man weiss nie was passiert. Klappe zu, versteckt und weitergeschlafen. Heiss!!! Klappe wieder auf. Etwa eine Stunde ist vergangen. Wieder Motorengeräusche. Muss dass sein? Habt ihr alle so kleine Geschlechtsorgane? Ein weisser Kleinwagen biegt ein, steht im Blickschatten. Was nun? Dann plötzlich fährt er los, passiert unser Blickfeld und was wir erblicken ist ein blanker Hintern, aus dem Seitenfenster gehalten, mit einem Smiley darauf. Als wäre es nicht schon genug peinlich, (für welche Partei auch immer) begleitete die Polynesierjunged ihre Aktion noch mit einem "I Kill You!" Lachen oder Angst haben? Schmunzelnd Klappe geschlossen und gute Nacht.
Klappe auf! Sonnenaufgang. "Was passiert da draussen? Was machen diese vielen Menschen da? In Reih und Glied, oh mein Gott, das sind ja Soldaten! Soldaten? Auf dem Parkplatz? Krieg?! Wir lassen den Blick aus der Klappe schweifen. Um uns stehen hunderte von Zuschauern. Ah! Das ist eine Militärparade! Warum Morgens um sechs? Auf unserem Parkplatz? Und warum sind wir mittendrin? Warum sagt uns das niemand, wir könnten ja wegfahren? Dann müssten die Soldaten nicht im Bogen stehen. Ach jaaaaa, heute ist ja ANZAC-Day. Der Tag an dem man die gefallenen Soldaten in den Weltkriege würdigt - und Paul war, im wahrsten Sinne des Wortes, mittendrin. Geht das bald vorbei? Ich will schlafen. Stimme aus dem Lautsprecher: "Kompanie Gleichschritt, Marsch!" Daaaanke! Klappe zu, umgedreht, dankeschön.
Später am Morgen: Klappe auf: "Hello, wanna buy Drugs? Magic Mushroooms, Weed?" "Hatt man den hier nie seine RUHE??? Klappe zu!
Klopf Klopf! "Open the Door Please!" Was? Warum? Klappe auf. Mann in Uniform. Ups, was haben wir angestellt? Kommen wir jetzt ins Gefängnis? Oder wurden wir bereits abgeschleppt und haben nichts gemerkt? "You're not supposed to be here." Da war aber kein Schild, mein Lieber. "Its illegal to stay on this parking." Aha! Mutig von dir uns um 20 vor acht zu wecken. Echt mutig. Von denen, die das bisher gewagt haben, ernähren wir uns heute noch. "You've got 20 minutes to leave." Okay, er meint's ernst. Können wir nicht einfach ne Busse zahlen und dafür ausschlafen? Klappe auf, aufgestanden. Umhergeirrt und weggefahren. Mist! Wer hat die Klappe offen gelassen? Junge, Junge, Junge. Klappe zu.
Der Paul ist unser Auto. Unser Haus, unser Bett unsere Küche. Wir leben in Paul. Zu viert. Der Kopf an der Hecklappe, die je nach Wetter offen oder zu ist. Wir stehen auf Parkplätzen um die teuren Campsites zu umgehen. Da passieren allerhand Geschichten in der Nacht. Heute fällt Regen und wir sitzen nur rum. Die Gelegenheit, die letzten Morgen in Erinnerung zu rufen.
Klappe auf! Motorengeräusche wecken uns. Sie werden lauter. Ich sehe Licht. Träume ich? Da steht ein Wagen neben uns. Er leuchtet Neon Grün auf den Boden. Weitere Sportskarossen biegen um die Ecke. Stellen sich in Reih und Glied neben Paul und lassen ihre Muskeln spielen. Verdutzt schauen wir dem Spielchen zu. Weder fast noch furious, aber etwas eingeschüchtert. Man weiss nie was passiert. Klappe zu, versteckt und weitergeschlafen. Heiss!!! Klappe wieder auf. Etwa eine Stunde ist vergangen. Wieder Motorengeräusche. Muss dass sein? Habt ihr alle so kleine Geschlechtsorgane? Ein weisser Kleinwagen biegt ein, steht im Blickschatten. Was nun? Dann plötzlich fährt er los, passiert unser Blickfeld und was wir erblicken ist ein blanker Hintern, aus dem Seitenfenster gehalten, mit einem Smiley darauf. Als wäre es nicht schon genug peinlich, (für welche Partei auch immer) begleitete die Polynesierjunged ihre Aktion noch mit einem "I Kill You!" Lachen oder Angst haben? Schmunzelnd Klappe geschlossen und gute Nacht.
Klappe auf! Sonnenaufgang. "Was passiert da draussen? Was machen diese vielen Menschen da? In Reih und Glied, oh mein Gott, das sind ja Soldaten! Soldaten? Auf dem Parkplatz? Krieg?! Wir lassen den Blick aus der Klappe schweifen. Um uns stehen hunderte von Zuschauern. Ah! Das ist eine Militärparade! Warum Morgens um sechs? Auf unserem Parkplatz? Und warum sind wir mittendrin? Warum sagt uns das niemand, wir könnten ja wegfahren? Dann müssten die Soldaten nicht im Bogen stehen. Ach jaaaaa, heute ist ja ANZAC-Day. Der Tag an dem man die gefallenen Soldaten in den Weltkriege würdigt - und Paul war, im wahrsten Sinne des Wortes, mittendrin. Geht das bald vorbei? Ich will schlafen. Stimme aus dem Lautsprecher: "Kompanie Gleichschritt, Marsch!" Daaaanke! Klappe zu, umgedreht, dankeschön.
Später am Morgen: Klappe auf: "Hello, wanna buy Drugs? Magic Mushroooms, Weed?" "Hatt man den hier nie seine RUHE??? Klappe zu!
Klopf Klopf! "Open the Door Please!" Was? Warum? Klappe auf. Mann in Uniform. Ups, was haben wir angestellt? Kommen wir jetzt ins Gefängnis? Oder wurden wir bereits abgeschleppt und haben nichts gemerkt? "You're not supposed to be here." Da war aber kein Schild, mein Lieber. "Its illegal to stay on this parking." Aha! Mutig von dir uns um 20 vor acht zu wecken. Echt mutig. Von denen, die das bisher gewagt haben, ernähren wir uns heute noch. "You've got 20 minutes to leave." Okay, er meint's ernst. Können wir nicht einfach ne Busse zahlen und dafür ausschlafen? Klappe auf, aufgestanden. Umhergeirrt und weggefahren. Mist! Wer hat die Klappe offen gelassen? Junge, Junge, Junge. Klappe zu.
Samstag, 23. April 2011
Rugby Frenzy
23. April 2011 - Nelson
Dar Tag begann, wie der gestrige geendet hat. Mit Hals -und Kopfschmerzen meinerseits. Jetzt reicht's! Ich brauche neue Medikamente. Zum Glück haben hier am Ostersamstag noch alle Geschäfte geöffnet. Nach kurzer Beratung lief ich 25 Dollar ärmer aus der Pharmacy in der Hoffnung, dass meine Leiden bald ein Ende finden. Es kann doch nicht sein, dass ich seit bald ner Woche mit ner Erkältung rumlaufen muss, die ich in der Art noch nie hatte. Ich bin gerade sehr froh, habe ich die Chrispy Chicken Crew um mich. Das motiviert und macht Spass. Es gab mal wieder ein herzhaftes und gesundes Frühstück mit selbstgebrautem Kaffee und Früchremüsli. Daher mein Körper zur Zeit keine Abwehr zu besitzen scheint, geniesse ich das sehr und spüre quasi den Vitaminflash. Zudem besuchten wir noch eine Badi mit einem Hot-Pool am Nachmittag um mal wieder zu Duschen. Haha, das letzte Mal, dass wir Wasser von oben sahen, Regen mal ausgenommen, ist nun doch schon 4 Tage her. Es war eine herrliche Genugtuung sag ich euch. So konnten wir fast völlig relaxt an das Spiel von heute Abend denken. Rugby ist die Sportart hier in Neu Seeland. Die Super-Rugby-League ist zu vergleichen mit der NHL oder der KHL im Eishockey, wo die besten Teams der besten Nationen eine Meisterschaft austragen. Neben den Teams aus Neuseeland kommen noch die Top-Equipen aus Australien und Südafrika. Die Beste Rugby Liga der Welt und wir haben das Glück in Nelson zu sein, wo das Team aus Christchurch, die Crusaiders interims unterkommt. Ihr eigenes Stadion lag leider im Epizentrum des grossen Erdbebens. Der Bau hier ist von den Dimensionen her nicht zu vergleichen mit den Grossen in Auckland, Wellington oder Christchurch, aber das ist ganz OK so, denn der intime Rahmen lässt einen so nahe an die Stars kommen, wie sonst nie! Ich hatte ja vor meiner Ankunft in NZL keine Ahnung vom Sport, aber dank Ben finde ich ihn immer spannender und kenne auch bereits einige Gesichter. Natürlich war alles ziemlich auf Show getrimmt, aber ich mag das, weil das heizt die Stimmung im Publikum an und zeigt auch nochmals, dass wir hier Weltklasse Rugby sehen. Neuseeland trägt im Herbst die Weltmeisterschaften aus und dementsprechend hoch ist der derzeitige Hype um den Sport und die All-Blacks, die Nationalmannschaft. Jawoll, im Bereich Marketing könnte sich da der Schweizer Fussballverband eine grosse Scheibe davon abschneiden. Denn hier sieht man, wie man seine Fans zufrieden stellt, auch wenn das eigene Team verliert, wie leider die Crusaiders heute Abend. Ich bin ziemlich beeindruckt. Ein Grossteil der Mannschaft stellte sich nämlich trotzt Niederlage nach dem Spiel für Autogramme zur Verfügung und so kam auch Ben über seine sichtbare Enttäuschung über das schlechte Spiel seines Teams hinweg. Eigentlich wollten wir nachher in der Stadt noch einen drauf machen. Bzw. die anderen sind jetzt auch los gezogen. Ich sitze gerade "daheim" im Bus und lüfte mal richtig durch *mief* Für mich liegt leider wieder kein Spass drin, bin ich schon froh, wenn endlich mal eine Schmerzpille wirkt, weil die heute gekauften Medis nur bedingt ihren Job machen. Naja, vielleicht ist ja mein Immunsystem schon so erstarkt ab dem gesunden Essen, dass es nicht mal mehr Medizin in den Körper lässt. Wer weiss ;-) Ich beginne langsam zu beten, dass ich bald wieder fit bin, möchte ich doch die Zeit mit meinen Freunden geniessen und nicht nur immer bedeppert rumsitzen, weil mir fast der Kopf zerplatzt. Morgen ist Ostersonntag. Ich hätte grösste Lust den Leuten ihre Wertsachen zu verstecken. *schelmischlach*
Dar Tag begann, wie der gestrige geendet hat. Mit Hals -und Kopfschmerzen meinerseits. Jetzt reicht's! Ich brauche neue Medikamente. Zum Glück haben hier am Ostersamstag noch alle Geschäfte geöffnet. Nach kurzer Beratung lief ich 25 Dollar ärmer aus der Pharmacy in der Hoffnung, dass meine Leiden bald ein Ende finden. Es kann doch nicht sein, dass ich seit bald ner Woche mit ner Erkältung rumlaufen muss, die ich in der Art noch nie hatte. Ich bin gerade sehr froh, habe ich die Chrispy Chicken Crew um mich. Das motiviert und macht Spass. Es gab mal wieder ein herzhaftes und gesundes Frühstück mit selbstgebrautem Kaffee und Früchremüsli. Daher mein Körper zur Zeit keine Abwehr zu besitzen scheint, geniesse ich das sehr und spüre quasi den Vitaminflash. Zudem besuchten wir noch eine Badi mit einem Hot-Pool am Nachmittag um mal wieder zu Duschen. Haha, das letzte Mal, dass wir Wasser von oben sahen, Regen mal ausgenommen, ist nun doch schon 4 Tage her. Es war eine herrliche Genugtuung sag ich euch. So konnten wir fast völlig relaxt an das Spiel von heute Abend denken. Rugby ist die Sportart hier in Neu Seeland. Die Super-Rugby-League ist zu vergleichen mit der NHL oder der KHL im Eishockey, wo die besten Teams der besten Nationen eine Meisterschaft austragen. Neben den Teams aus Neuseeland kommen noch die Top-Equipen aus Australien und Südafrika. Die Beste Rugby Liga der Welt und wir haben das Glück in Nelson zu sein, wo das Team aus Christchurch, die Crusaiders interims unterkommt. Ihr eigenes Stadion lag leider im Epizentrum des grossen Erdbebens. Der Bau hier ist von den Dimensionen her nicht zu vergleichen mit den Grossen in Auckland, Wellington oder Christchurch, aber das ist ganz OK so, denn der intime Rahmen lässt einen so nahe an die Stars kommen, wie sonst nie! Ich hatte ja vor meiner Ankunft in NZL keine Ahnung vom Sport, aber dank Ben finde ich ihn immer spannender und kenne auch bereits einige Gesichter. Natürlich war alles ziemlich auf Show getrimmt, aber ich mag das, weil das heizt die Stimmung im Publikum an und zeigt auch nochmals, dass wir hier Weltklasse Rugby sehen. Neuseeland trägt im Herbst die Weltmeisterschaften aus und dementsprechend hoch ist der derzeitige Hype um den Sport und die All-Blacks, die Nationalmannschaft. Jawoll, im Bereich Marketing könnte sich da der Schweizer Fussballverband eine grosse Scheibe davon abschneiden. Denn hier sieht man, wie man seine Fans zufrieden stellt, auch wenn das eigene Team verliert, wie leider die Crusaiders heute Abend. Ich bin ziemlich beeindruckt. Ein Grossteil der Mannschaft stellte sich nämlich trotzt Niederlage nach dem Spiel für Autogramme zur Verfügung und so kam auch Ben über seine sichtbare Enttäuschung über das schlechte Spiel seines Teams hinweg. Eigentlich wollten wir nachher in der Stadt noch einen drauf machen. Bzw. die anderen sind jetzt auch los gezogen. Ich sitze gerade "daheim" im Bus und lüfte mal richtig durch *mief* Für mich liegt leider wieder kein Spass drin, bin ich schon froh, wenn endlich mal eine Schmerzpille wirkt, weil die heute gekauften Medis nur bedingt ihren Job machen. Naja, vielleicht ist ja mein Immunsystem schon so erstarkt ab dem gesunden Essen, dass es nicht mal mehr Medizin in den Körper lässt. Wer weiss ;-) Ich beginne langsam zu beten, dass ich bald wieder fit bin, möchte ich doch die Zeit mit meinen Freunden geniessen und nicht nur immer bedeppert rumsitzen, weil mir fast der Kopf zerplatzt. Morgen ist Ostersonntag. Ich hätte grösste Lust den Leuten ihre Wertsachen zu verstecken. *schelmischlach*
Abel Tasman Kayak Tour (ohne mich)
22. April 2011 - Karfreitag - Marahau - Nelson
Es kam, wie es kommen musste. Als wir um 8.30 Morgens am mit der Kayakvermietung abgemachten Punkt waren, musste ich mir eingestehen, es geht nicht. Auf diesem Wasser hohle ich mir mit meinem Zustand definitiv den Tod. So wie ich mich grad fühle, wäre ich daheim nicht mehr Arbeiten gegangen. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass ich das schon bei nem Husten nicht getan hätte :P Nun ja, ich verkroch mich deprimiert wieder im Bus und lies die anderen ihre Paddel baden. Erst jetzt realisierte auch, wie schön diese Gegend hier ist. Direkt am Meer, Felsen im Wasser, Robbenkolonien auf den Felsen und der Lukas sitzt im Windschutz, wartet auf seine Kayakenden Freunde und trinkt heissen Tee. Hoffentlich bringen sie mir mindestens ein Foto mit vom Splitting Apple Rock. Ein riesen Felsbrocken, rund wie ein Apfel *na sag aber auch* liegt da einfach im Meer und sieht extrem lustig aus. Ich werds jetzt halt nicht sehen. Dafür hoffe ich dann wieder fit zu sein für Bangkok. Gestern habe ich mir noch einen kleinen Reiseführer gekauft und für mich steht fest, auch wenn ich erst spät ankomme, ich nehme mir ein Taxi direkt an die Khao San Road (Backpackerghetto) und versuche dort ein Hostel zu finden. Das mit der Absicht, mich gleich ins Nachtleben zu stürzen und diesen Kulturschock so früh wie möglich zu haben. Ich komme am 27.4 bei ca 34 Grad an und habe Zeit bis am 3. May. Das sollte genügen. scheint man zu mögen oder nicht. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, ich könnte es mögen. Das wird auf jeden Fall ganz grosses Kino. So, jetzt leg ich mich noch mal etwas hin und befehle meinem Körper bitte gesund zu werden.
Als die andern dann am Abend zurück kamen, hatten sie einiges zu erzählen und nicht nur dass. Unser Lazarett erhöhte sich um Muskelkater, Blasen an den Fingern und Duzende von Sandfliegenstichen. Haha, ich war halt sauber ;D Gut, sauber ist auch übertrieben, haben wir nämlich seit 3 Tagen nicht mehr geduscht. Heute wirds auch nichts mehr, wir schlafen ja im Bus in der Natur. Da hats keine Duschen. Morgen gehen wir aber in eine Badeanstalt. Gönnen uns was und machen uns mal wieder Peter Sauber fürs Rugby Spiel am Abend. Wuuuhuuu. Im übrigen hat sich auch noch mein Finger auf die Lazarettliste gemogelt. Hatte ich mal einen Splitter drin, den ich zwar rausgepopelt habe, der jetzt aber meint, er müsse sich immer wieder entzünden. Kopf- und Halsschmerzen auch noch nicht weg. Es bringt mich ja nicht um, aber es nervt.
Heute war für mich ebenfalls ein spezieller Tag. Eine der wenigen Traditionen der Familie Marchesi ist das alljährliche Fischessen am Karfreitag, wo Papa seinen unerreichbaren Fisch im Bierteig zaubert und ein Grossteil der Verwandtschaft zum Verzehr jener geladen ist. Dieses Jahr wahr ich das erste Mal nicht dabei, was mich ebenfalls ein bisschen nervt, weil mir das immer sehr wichtig war. Ich hoffe ihr habt ihn genossen :)
Es kam, wie es kommen musste. Als wir um 8.30 Morgens am mit der Kayakvermietung abgemachten Punkt waren, musste ich mir eingestehen, es geht nicht. Auf diesem Wasser hohle ich mir mit meinem Zustand definitiv den Tod. So wie ich mich grad fühle, wäre ich daheim nicht mehr Arbeiten gegangen. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass ich das schon bei nem Husten nicht getan hätte :P Nun ja, ich verkroch mich deprimiert wieder im Bus und lies die anderen ihre Paddel baden. Erst jetzt realisierte auch, wie schön diese Gegend hier ist. Direkt am Meer, Felsen im Wasser, Robbenkolonien auf den Felsen und der Lukas sitzt im Windschutz, wartet auf seine Kayakenden Freunde und trinkt heissen Tee. Hoffentlich bringen sie mir mindestens ein Foto mit vom Splitting Apple Rock. Ein riesen Felsbrocken, rund wie ein Apfel *na sag aber auch* liegt da einfach im Meer und sieht extrem lustig aus. Ich werds jetzt halt nicht sehen. Dafür hoffe ich dann wieder fit zu sein für Bangkok. Gestern habe ich mir noch einen kleinen Reiseführer gekauft und für mich steht fest, auch wenn ich erst spät ankomme, ich nehme mir ein Taxi direkt an die Khao San Road (Backpackerghetto) und versuche dort ein Hostel zu finden. Das mit der Absicht, mich gleich ins Nachtleben zu stürzen und diesen Kulturschock so früh wie möglich zu haben. Ich komme am 27.4 bei ca 34 Grad an und habe Zeit bis am 3. May. Das sollte genügen. scheint man zu mögen oder nicht. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, ich könnte es mögen. Das wird auf jeden Fall ganz grosses Kino. So, jetzt leg ich mich noch mal etwas hin und befehle meinem Körper bitte gesund zu werden.
Als die andern dann am Abend zurück kamen, hatten sie einiges zu erzählen und nicht nur dass. Unser Lazarett erhöhte sich um Muskelkater, Blasen an den Fingern und Duzende von Sandfliegenstichen. Haha, ich war halt sauber ;D Gut, sauber ist auch übertrieben, haben wir nämlich seit 3 Tagen nicht mehr geduscht. Heute wirds auch nichts mehr, wir schlafen ja im Bus in der Natur. Da hats keine Duschen. Morgen gehen wir aber in eine Badeanstalt. Gönnen uns was und machen uns mal wieder Peter Sauber fürs Rugby Spiel am Abend. Wuuuhuuu. Im übrigen hat sich auch noch mein Finger auf die Lazarettliste gemogelt. Hatte ich mal einen Splitter drin, den ich zwar rausgepopelt habe, der jetzt aber meint, er müsse sich immer wieder entzünden. Kopf- und Halsschmerzen auch noch nicht weg. Es bringt mich ja nicht um, aber es nervt.
Heute war für mich ebenfalls ein spezieller Tag. Eine der wenigen Traditionen der Familie Marchesi ist das alljährliche Fischessen am Karfreitag, wo Papa seinen unerreichbaren Fisch im Bierteig zaubert und ein Grossteil der Verwandtschaft zum Verzehr jener geladen ist. Dieses Jahr wahr ich das erste Mal nicht dabei, was mich ebenfalls ein bisschen nervt, weil mir das immer sehr wichtig war. Ich hoffe ihr habt ihn genossen :)
Donnerstag, 21. April 2011
Als wären wir nie weg gewesen
21. April 2011 - Nelson - Marahau
Was für ein Frühstück. Nachdem die Spaghetti gestern schon Weltklasse waren, erblickte mein vor Freude weinendes Auge beim aufstehen eine riesen Schüssel mit Muesli, Früchten und als Highlight, woa, als Highlight Vanilleyoghurt obendrauf. Die Lisi hatte sich früh Morgens rausgeschlichen und diese gesunden Köstlichkeiten für uns vorbereitet. Nach dem gestrigen Austauschen von Geschichten konnte ich noch weniger verstehen, wie man die beiden Mädels nicht in seinem Freundeskreis haben will. Bei ihnen scheint nämlich nicht immer alles gut gelaufen zu sein. Ebenfalls nicht in meinem Freundeskreis sind die Sandfly's. Diese Mückenartigen Fiecher, immer am Wasser auftauchend und sehr sehr scharfsinnig im Suchen freier Körperstellen zum Blutsaugen, sind erstaunlicherweise auch hier anwesend. Auf der Nordinsel gabs die nicht, aber hier sind sie eine echte Plage. Davon weis der Ben ja noch gar nichts. Er war ja noch nie auf der Nordinsel. Oh ja, der Ben! Den müssen wir ja abholen :D
Als wir eintraffen, wartete er bereits auf einer Bank vor dem Nelson Airport, der mehr eine Bushaltestelle, wie ein Flughafen ist und zu seinem Leidwesen keine Zigaretten verkaufte :P Erstaundlich vertraut war dann auch das Wiedersehen. Es ist so eindrücklich, wie sich das soziale Verhalten von Menschen auf Reisen verändert. Spricht man am Anfang noch mit jedem, trennt sich das mit der Zeit irgendwie wie auf. 1. Strang: Freunde. Menschen, die schon so vertraut sind, dass man miteinadner auskommt und einfach sein kann und sich freut, wenn man sich wieder sieht. 2. Strang: Kiwi-Experience Reisende. Zu beginn freundlich, bilden sich schnell Gruppen, die sich im Endstadium von allen anderen Reisenden isolieren. Kein Kontakt möglich.
3. Strang: Jegliche Leute, die einfach irgendwie komisch sind. Kontakt ist zu meiden, du weisst nie, wenn sie das Messer zücken. Könnte auch Strang 2.1 Sein. 4. Strang: Traveller, kurze Gespräche, höchstens ein Bier zum gegenseitigen Informationsaustausch. 5: Herzensmenschen, bei denen man fast drauf geht, wenn man sie wieder gehen lassen muss. Gut, vielleicht überarbeite ich die Liste mal noch. Aber es ist zum Aufzeigen, wie das hier so abgeht. Mission Crispy Chicken befindet sich irgendwie so zwischen Strang 1 und 5. Von beidem etwas.
Wir verbrachten den Rest des Morgens in der Bibliothek, wo wir mal wieder gratis Internet genossen und alle unsere Sachen mit Strom versorgten. Es war auch ein gutes Ambiente um Ben mal etwas erzählen zu lassen. Er war aber lustigerweise etwas übernächtigt. Hähä, Auckland City Life kann sehr ermüdend sein für kleine Baselländer :D Aber sind wir mal nicht so Böse. Ben hat uns nämlich Tickets besorgt! Jawoll! Rugby Tickets. Christchurch gegen Dunedin. CHCH spielt wegen dem defekten Stadion hier in Nelson. 16 Dollar die Karte. Das ist ja nichts! Am Samstag ist es soweit, ich kanns kaum erwarten. Mehr dazu denn am Samstag. Mein Aktuelles Business: Ich habe mir überlegt am 26. nach Christchurch zu fliegen. Direkt von hier aus. Dann kann ich mein Gepäck hier abgeben und sehe es bis Bangkok nicht wieder, was mir einiges an Management und Transfers erspart. Aber was bringt der Lukas fertig? Beim kontrollieren der Bookingseite ist mir nicht aufgefallen, dass die Website bei einem Reload auf ein Falsches Datum Sprang. Anstatt der 27. April wars jetzt der 27. Juli. Na super. Wie lustig. Ich hätts bei der Endkontrolle merkten müssen, aber um ehrlich zu sein rechnet man ja nicht damit, dass sich plötzlich von einem Buchungsschritt zum anderne das Datum ändert. Naja. Es sind ja nur 100 Dollar, aber nötig wars dann doch nicht. Ich versueche das irgendwie um zu Buchen. Leider befindet sich die Agentur in Deutschland und hat natürlich nur 3 Stunden am Tag eine geöffnete Hot-Line. Mal wieder was gelernt, Lukas? Als Frusttilger, gingen wir den den Mädels bekannten German Wurstwagen. MMM Currywurst!!! Wie lecker!!! Genau die richtige Zwischenmalzeit, bevor es dann Auf ging in den Abel Tasman Nationalpark, wo wir morgen Kayaken gehen. Wuuuhuuu!!! Von da kommen all die Bilder mit dem kristallklaren Wasser. Geschlafen haben wir dann ziemlich illegal auf ner Wiese... nun zu viert im Bus, was erstaundlicherweise sehr gut ging. Nach 7 weiteren Episoden von How i met your Mother herrschte nur noch kollektives Grummeln und Schnarchen.
Leider haben sich meine Kopf- und Halsschmerzen nicht gebessert, sondern sind Schlimmer geworden und ein Schnupfen hat sich dazugesellt. Na super. Mal sehen ob Lisi's Hausmittel bessere Wirkung zeigt, wie meins *lach*
Was für ein Frühstück. Nachdem die Spaghetti gestern schon Weltklasse waren, erblickte mein vor Freude weinendes Auge beim aufstehen eine riesen Schüssel mit Muesli, Früchten und als Highlight, woa, als Highlight Vanilleyoghurt obendrauf. Die Lisi hatte sich früh Morgens rausgeschlichen und diese gesunden Köstlichkeiten für uns vorbereitet. Nach dem gestrigen Austauschen von Geschichten konnte ich noch weniger verstehen, wie man die beiden Mädels nicht in seinem Freundeskreis haben will. Bei ihnen scheint nämlich nicht immer alles gut gelaufen zu sein. Ebenfalls nicht in meinem Freundeskreis sind die Sandfly's. Diese Mückenartigen Fiecher, immer am Wasser auftauchend und sehr sehr scharfsinnig im Suchen freier Körperstellen zum Blutsaugen, sind erstaunlicherweise auch hier anwesend. Auf der Nordinsel gabs die nicht, aber hier sind sie eine echte Plage. Davon weis der Ben ja noch gar nichts. Er war ja noch nie auf der Nordinsel. Oh ja, der Ben! Den müssen wir ja abholen :D
Als wir eintraffen, wartete er bereits auf einer Bank vor dem Nelson Airport, der mehr eine Bushaltestelle, wie ein Flughafen ist und zu seinem Leidwesen keine Zigaretten verkaufte :P Erstaundlich vertraut war dann auch das Wiedersehen. Es ist so eindrücklich, wie sich das soziale Verhalten von Menschen auf Reisen verändert. Spricht man am Anfang noch mit jedem, trennt sich das mit der Zeit irgendwie wie auf. 1. Strang: Freunde. Menschen, die schon so vertraut sind, dass man miteinadner auskommt und einfach sein kann und sich freut, wenn man sich wieder sieht. 2. Strang: Kiwi-Experience Reisende. Zu beginn freundlich, bilden sich schnell Gruppen, die sich im Endstadium von allen anderen Reisenden isolieren. Kein Kontakt möglich.
3. Strang: Jegliche Leute, die einfach irgendwie komisch sind. Kontakt ist zu meiden, du weisst nie, wenn sie das Messer zücken. Könnte auch Strang 2.1 Sein. 4. Strang: Traveller, kurze Gespräche, höchstens ein Bier zum gegenseitigen Informationsaustausch. 5: Herzensmenschen, bei denen man fast drauf geht, wenn man sie wieder gehen lassen muss. Gut, vielleicht überarbeite ich die Liste mal noch. Aber es ist zum Aufzeigen, wie das hier so abgeht. Mission Crispy Chicken befindet sich irgendwie so zwischen Strang 1 und 5. Von beidem etwas.
Wir verbrachten den Rest des Morgens in der Bibliothek, wo wir mal wieder gratis Internet genossen und alle unsere Sachen mit Strom versorgten. Es war auch ein gutes Ambiente um Ben mal etwas erzählen zu lassen. Er war aber lustigerweise etwas übernächtigt. Hähä, Auckland City Life kann sehr ermüdend sein für kleine Baselländer :D Aber sind wir mal nicht so Böse. Ben hat uns nämlich Tickets besorgt! Jawoll! Rugby Tickets. Christchurch gegen Dunedin. CHCH spielt wegen dem defekten Stadion hier in Nelson. 16 Dollar die Karte. Das ist ja nichts! Am Samstag ist es soweit, ich kanns kaum erwarten. Mehr dazu denn am Samstag. Mein Aktuelles Business: Ich habe mir überlegt am 26. nach Christchurch zu fliegen. Direkt von hier aus. Dann kann ich mein Gepäck hier abgeben und sehe es bis Bangkok nicht wieder, was mir einiges an Management und Transfers erspart. Aber was bringt der Lukas fertig? Beim kontrollieren der Bookingseite ist mir nicht aufgefallen, dass die Website bei einem Reload auf ein Falsches Datum Sprang. Anstatt der 27. April wars jetzt der 27. Juli. Na super. Wie lustig. Ich hätts bei der Endkontrolle merkten müssen, aber um ehrlich zu sein rechnet man ja nicht damit, dass sich plötzlich von einem Buchungsschritt zum anderne das Datum ändert. Naja. Es sind ja nur 100 Dollar, aber nötig wars dann doch nicht. Ich versueche das irgendwie um zu Buchen. Leider befindet sich die Agentur in Deutschland und hat natürlich nur 3 Stunden am Tag eine geöffnete Hot-Line. Mal wieder was gelernt, Lukas? Als Frusttilger, gingen wir den den Mädels bekannten German Wurstwagen. MMM Currywurst!!! Wie lecker!!! Genau die richtige Zwischenmalzeit, bevor es dann Auf ging in den Abel Tasman Nationalpark, wo wir morgen Kayaken gehen. Wuuuhuuu!!! Von da kommen all die Bilder mit dem kristallklaren Wasser. Geschlafen haben wir dann ziemlich illegal auf ner Wiese... nun zu viert im Bus, was erstaundlicherweise sehr gut ging. Nach 7 weiteren Episoden von How i met your Mother herrschte nur noch kollektives Grummeln und Schnarchen.
Leider haben sich meine Kopf- und Halsschmerzen nicht gebessert, sondern sind Schlimmer geworden und ein Schnupfen hat sich dazugesellt. Na super. Mal sehen ob Lisi's Hausmittel bessere Wirkung zeigt, wie meins *lach*
La Réunion Part 2
20. April 2011 - Franz Josef - Nelson
So, endlich konnte ich diesem gottverlassenen Ort den Rücken kehren. Die Kiwi-Bus-Touristen haben nun total die Überhand gewonnen, was das kulturelle und intellektuelle Niveau dieses Touristenortes noch mal deutlich gesenkt hat. Währe das Bett nicht so bequem und günstig gewesen )22 Dollar) wäre ich schon früher aufgebrochen. Um 9:15 fuhr mein Bus. Wie erwähnt sollte der Bus für die Strecke an die 10 Stunden brauchen - Ich weiss jetzt auch wieso. Praktisch alle 1.5 Stunden legte der Fahrer an einem Café eine Pause ein. Dies dient wohl zur Unterstützung des Lokalen Geschäfts, wie auch zum Wasserlassen einiger sehr übernächtigten Mitfahrern. währe man durch gefahren oder hätte die Rastzeiten reduziert, wäre es locker in 6-7 Stunden zu machen gewesen. So stellte ich mich auf den Rhythmus ein und genoss auch einen kurzen Spaziergang an den Penkake-Rocks. Während der Flut brechen die Wellen des Ozeans dort über die Felsen und sorgen für ein hohes Spritzspektakel. Leider war Ebbe. Mist *chch* Aber es war schön, mal wieder einen Blick auf den Ozean zu haben, hat das doch etwas beruhigendes. Ebenfalls hielt ich etwas Retrospektive auf meine Zeit in Neuseeland und verfasste einige Essays, nur um meine Gedanken los zu werden und meinen Respekt gegenüber der kommenden Zeit in Bangkok und China irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Beim Schreiben dieser Zeilen, während der Bus dem Ozean weiter über Greymouth nach Nelson folgte, durch dichten Nebel, der die Berge umarmt, fühle ich immer mehr das Bedürfnis mehr aus meinem Tagebuch zu machen. Inzwischen habe ich einige Leser, was mich zwar nicht beeinflusst, aber sehr freut. Es brodelt in mir, mehr dazu, wenn es Konkretes gibt. Gegen Ende der Busfahrt, die ich erstaunlich unbeschadet überstanden habe und sogar geniessen konnte, begann dann aber doch die Vorfreude auf Anne und Lisi, die beiden Chrispy Chicks, die mich vom Busterminal abholen werden.
Da waren sie dann auch. Gross war die Freude, als ich die Beiden wieder in die Arme schliessen konnte! Wie es für einen Gigolo gehört natürlich eine Rechts und eine Links :D Um die Ecke stand dann auch schon Paul, ihr Bus, mit dem sie immer noch unterwegs wahren. Wir stellten uns auf einen Parkplatz etwas ausserhalb der Stadt und genossen wie in alten Tagen Spaghetti mit lecker Tomatensauce und einige Speights aus der Flasche (Welche definitiv besser schmecken als im Offenausschank). Es fühlte sich an, als wären wir nie getrennt gewesen. Der Gedanke ans Wiedersehen machte uns so präsent in unseren Gedanken, dass wir uns nie wirklich vermisst haben... Also schon irgendwie vermisst, aber nicht mit dieser Sehnsucht, die man hat, wenn man weiss, dass man jemanden nicht wieder sieht. Die Mädels waren dann auch sehr erfreut zu hören, dass auf meinem Schreibgerät noch einige Folgen von How i met your Mother gespeichert waren, die wir uns dann reläxt gönnten, bevor wir zu dritt im Bus uns zur Ruhe legten. Morgen früh mussten wir ja den Ben abholen. Christpy Chicken Chick Nr. 4 :D Ich bin sehr gespannt, wie das ganze morgen wird. Fühlen sich doch Ben und die Anne sich sehr nahe. Spannend, Spannend! :D
Leider macht meine Gesundheit gerade nicht so mit und beschert mit Halsschmerzen und Kopfweh. So habe ich das erste Mal mich an meine Reiseapotheke gewagt und entzündungshemmende Schmerzmittel eingeschmissen. Nix wars mit Lukes Hausmittel. Haha. Mus mir was neues zum angeben suchen.
So, endlich konnte ich diesem gottverlassenen Ort den Rücken kehren. Die Kiwi-Bus-Touristen haben nun total die Überhand gewonnen, was das kulturelle und intellektuelle Niveau dieses Touristenortes noch mal deutlich gesenkt hat. Währe das Bett nicht so bequem und günstig gewesen )22 Dollar) wäre ich schon früher aufgebrochen. Um 9:15 fuhr mein Bus. Wie erwähnt sollte der Bus für die Strecke an die 10 Stunden brauchen - Ich weiss jetzt auch wieso. Praktisch alle 1.5 Stunden legte der Fahrer an einem Café eine Pause ein. Dies dient wohl zur Unterstützung des Lokalen Geschäfts, wie auch zum Wasserlassen einiger sehr übernächtigten Mitfahrern. währe man durch gefahren oder hätte die Rastzeiten reduziert, wäre es locker in 6-7 Stunden zu machen gewesen. So stellte ich mich auf den Rhythmus ein und genoss auch einen kurzen Spaziergang an den Penkake-Rocks. Während der Flut brechen die Wellen des Ozeans dort über die Felsen und sorgen für ein hohes Spritzspektakel. Leider war Ebbe. Mist *chch* Aber es war schön, mal wieder einen Blick auf den Ozean zu haben, hat das doch etwas beruhigendes. Ebenfalls hielt ich etwas Retrospektive auf meine Zeit in Neuseeland und verfasste einige Essays, nur um meine Gedanken los zu werden und meinen Respekt gegenüber der kommenden Zeit in Bangkok und China irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Beim Schreiben dieser Zeilen, während der Bus dem Ozean weiter über Greymouth nach Nelson folgte, durch dichten Nebel, der die Berge umarmt, fühle ich immer mehr das Bedürfnis mehr aus meinem Tagebuch zu machen. Inzwischen habe ich einige Leser, was mich zwar nicht beeinflusst, aber sehr freut. Es brodelt in mir, mehr dazu, wenn es Konkretes gibt. Gegen Ende der Busfahrt, die ich erstaunlich unbeschadet überstanden habe und sogar geniessen konnte, begann dann aber doch die Vorfreude auf Anne und Lisi, die beiden Chrispy Chicks, die mich vom Busterminal abholen werden.
Da waren sie dann auch. Gross war die Freude, als ich die Beiden wieder in die Arme schliessen konnte! Wie es für einen Gigolo gehört natürlich eine Rechts und eine Links :D Um die Ecke stand dann auch schon Paul, ihr Bus, mit dem sie immer noch unterwegs wahren. Wir stellten uns auf einen Parkplatz etwas ausserhalb der Stadt und genossen wie in alten Tagen Spaghetti mit lecker Tomatensauce und einige Speights aus der Flasche (Welche definitiv besser schmecken als im Offenausschank). Es fühlte sich an, als wären wir nie getrennt gewesen. Der Gedanke ans Wiedersehen machte uns so präsent in unseren Gedanken, dass wir uns nie wirklich vermisst haben... Also schon irgendwie vermisst, aber nicht mit dieser Sehnsucht, die man hat, wenn man weiss, dass man jemanden nicht wieder sieht. Die Mädels waren dann auch sehr erfreut zu hören, dass auf meinem Schreibgerät noch einige Folgen von How i met your Mother gespeichert waren, die wir uns dann reläxt gönnten, bevor wir zu dritt im Bus uns zur Ruhe legten. Morgen früh mussten wir ja den Ben abholen. Christpy Chicken Chick Nr. 4 :D Ich bin sehr gespannt, wie das ganze morgen wird. Fühlen sich doch Ben und die Anne sich sehr nahe. Spannend, Spannend! :D
Leider macht meine Gesundheit gerade nicht so mit und beschert mit Halsschmerzen und Kopfweh. So habe ich das erste Mal mich an meine Reiseapotheke gewagt und entzündungshemmende Schmerzmittel eingeschmissen. Nix wars mit Lukes Hausmittel. Haha. Mus mir was neues zum angeben suchen.
Dienstag, 19. April 2011
Need Orange?
19. April 2011 - Franz Josef
Die letzten Tage fühlte ich mich nicht so recht. Wenn kein Adrenalin da war, wie auf dem Gletscher, dann spürte ich das leichte Aufkommen einer Erkältung. So auch heute. Zudem gesellten sich Müdigkeit und Halsschmerzen hinzu. Nun gut, was tun? So kanns nicht bleiben. Ab in den Supermarkt! Need Orange? Keep your immunity healthy with the Vitamin C, Eccinacea and Zinc in Boost. Klingt gut! Muss man heiss trinken und scheint neben Vitaminen auch noch etwas gegen Erkältung zu helfen. Prost! Wichtig um Gesung zu bleiben ist auch gutes Essen. Was töte mehr böse Bakterien wie Medizin? Richtig! Indisches Essen! Um die Ecke fand ich dann tatsächlich auch einen Inder, der wie ich rausfand ziemlich Indisch würzt. So scharf, da kann ja auch gar nichts überleben. Die müssen nicht mal Abwaschen, das ätzt sich von selbst weg. Auch ich nicht, aber ich will ja gesund werden. Also runter damit. Obs lecker war, kann ich nicht beurteilen, hab nach dem zweiten Bissen nichts mehr gespürt und einen Magen habe ich auch nicht mehr. *chch*
Nächster Schritt der Aktion "Heilt den Lukas ohne Medizin" war dann der Besuch der Hot-Pools hier in Franz Josef. Das war richtig kuul - also hot, weils ja hot ist und nicht öhm... egal :D Auf jeden Fall genoss ich die Zeit in den Pools wobei mich der wärmste mit seinen 40Grad fast etwas frieren liess, bin ich mir doch aus Island härteres gewöhnt. Das Ambiente von gemütlich Dampfenden Pools mitten im Urwald, kann Island aber nicht bieten. Es war auf jeden Fall gemütlich und lässt mich jetzt hier entspannt im Bettchen liegen und Black Cat, White Cat kucken, den mir Tessa dagelassen hat. Gogol Bordello lässt grüssen. Sehenswerter Film der die Zigäunerszene etwas hoch nimmt, mit ganz viel Klischee und Ehre. Falls ihr euch über meine besondere Art der Behandlung wundert, so sei euch eines gesagt: Des Lukes Hausmittel haben noch nie versagt :P
Morgen gehts weiter nach Nelson. Ich habe ca 10 Stunden Busfahrt vor mir. Oh weiha, aber um ehrlich zu sein bin ich auch ein bisschen froh von hier weg zu kommen. In meinem Hostel werden all die Kiwi-Experience-Traveller abgeladen. Ihr kennt Kiwiexperience nicht? Das ist eine Hop-On und Hop-off Busgesellschaft die mit riesigen Coaches die "Individualtraveller" von Ort zu Ort fährt und mehr oder weniger alles an Planung für sie übernimmt. Die Passagiere sind auch dementsprechend und weisen im Durchschnitt ein assoziales aber paarungswilliges verhalten auf. Passt meiner Meinung nicht zusammen. Meistens bestehend aus Briten und Schweden und anderen reichen Ländern, wo es der breiten Masse an Realitätsnähe fehlt, ziehen die Grünen Busse nicht viel Sympathie auf sich. Argh... ein Kiwi-Bus, schnell weg!
Die letzten Tage fühlte ich mich nicht so recht. Wenn kein Adrenalin da war, wie auf dem Gletscher, dann spürte ich das leichte Aufkommen einer Erkältung. So auch heute. Zudem gesellten sich Müdigkeit und Halsschmerzen hinzu. Nun gut, was tun? So kanns nicht bleiben. Ab in den Supermarkt! Need Orange? Keep your immunity healthy with the Vitamin C, Eccinacea and Zinc in Boost. Klingt gut! Muss man heiss trinken und scheint neben Vitaminen auch noch etwas gegen Erkältung zu helfen. Prost! Wichtig um Gesung zu bleiben ist auch gutes Essen. Was töte mehr böse Bakterien wie Medizin? Richtig! Indisches Essen! Um die Ecke fand ich dann tatsächlich auch einen Inder, der wie ich rausfand ziemlich Indisch würzt. So scharf, da kann ja auch gar nichts überleben. Die müssen nicht mal Abwaschen, das ätzt sich von selbst weg. Auch ich nicht, aber ich will ja gesund werden. Also runter damit. Obs lecker war, kann ich nicht beurteilen, hab nach dem zweiten Bissen nichts mehr gespürt und einen Magen habe ich auch nicht mehr. *chch*
Nächster Schritt der Aktion "Heilt den Lukas ohne Medizin" war dann der Besuch der Hot-Pools hier in Franz Josef. Das war richtig kuul - also hot, weils ja hot ist und nicht öhm... egal :D Auf jeden Fall genoss ich die Zeit in den Pools wobei mich der wärmste mit seinen 40Grad fast etwas frieren liess, bin ich mir doch aus Island härteres gewöhnt. Das Ambiente von gemütlich Dampfenden Pools mitten im Urwald, kann Island aber nicht bieten. Es war auf jeden Fall gemütlich und lässt mich jetzt hier entspannt im Bettchen liegen und Black Cat, White Cat kucken, den mir Tessa dagelassen hat. Gogol Bordello lässt grüssen. Sehenswerter Film der die Zigäunerszene etwas hoch nimmt, mit ganz viel Klischee und Ehre. Falls ihr euch über meine besondere Art der Behandlung wundert, so sei euch eines gesagt: Des Lukes Hausmittel haben noch nie versagt :P
Morgen gehts weiter nach Nelson. Ich habe ca 10 Stunden Busfahrt vor mir. Oh weiha, aber um ehrlich zu sein bin ich auch ein bisschen froh von hier weg zu kommen. In meinem Hostel werden all die Kiwi-Experience-Traveller abgeladen. Ihr kennt Kiwiexperience nicht? Das ist eine Hop-On und Hop-off Busgesellschaft die mit riesigen Coaches die "Individualtraveller" von Ort zu Ort fährt und mehr oder weniger alles an Planung für sie übernimmt. Die Passagiere sind auch dementsprechend und weisen im Durchschnitt ein assoziales aber paarungswilliges verhalten auf. Passt meiner Meinung nicht zusammen. Meistens bestehend aus Briten und Schweden und anderen reichen Ländern, wo es der breiten Masse an Realitätsnähe fehlt, ziehen die Grünen Busse nicht viel Sympathie auf sich. Argh... ein Kiwi-Bus, schnell weg!
Montag, 18. April 2011
Kā Roimata o Hine Hukatere! Oder: Franz Josef Heli Hike
18. April 2011 - Franz Josef
Etwas, was ich am Reisen liebe, ist die Freiheit sich dann eine Auszeit zu gönnen, wenn man will. Ich wollte das heute. Als bereits um 7 Uhr morgens mein Zimmer leer war, genoss ich die friedlichen Stunden und döste bis Mittag. Ich hatte gestern noch entschieden, was ich heute (vielleicht) tun möchte. Einen Heli Hike! Jawoll, wenn Glätscher, dann richtig Glätscher. Es bietet sich hier auch so gut an, denn nur mit Da Vincis Erfindung kommt man auch so richtig dahin, wos weh tut, ins Innere des Glätschers. Gesagt, gebucht und bereits eine halbe Stunde später (Ja, so schnell geht das hier manchmal) und 375 Dollar ärmer, stand ich bereits auf dem Helipad und los gings. Er wurde 1865 von dem deutschen Entdecker Julius von Haast nach Franz Josef I. von Österreich benannt. Wie sein südlicher Nachbar, der Fox-Gletscher, wird er aus den Neuseeländischen Alpen (Southern Alps) gespeist, seine Abflüsse fließen über den Waiho River in die Tasmansee und somit Unikate nicht nur hier im Westland-Nationalpark, sondern auf der ganzen Welt. Denn nirgens sonst sieht man Regenwald, Meer und einen Glätscher gleichzeitig. Das liegt daran, dass sich das ganze bis unter die Baumgrenze erstreckt. So viel zur Theorie, jetzt gehts ans eispickeln. Vom Veranstalter (Alleine hoch ist Lebensgefährlich, etwa so wie in überflutete Höhlen zu steigen) verteilte Utensilien geschnappt und ab gings hoch, tiefer ins Eis. Mal wieder sah ich unfassbar dämlich aus. Irgendwie hab ichs nicht so mit diesen gemieteten Sachen :D Durch die einzigartige Steilheit ergeben sich herrlich schöne, türkies- und dunkelblaue Eisskulpturen und das andauernde Knacken zeigt auf die stete Bewegung des unter mir befindlichen hin. Wieder kommt mir ein liegendes Tier in den Sinn, auf dessen Rücken ich mich als Floh bewege und das ins Eis treten mit meinen Spikes bereitet mir zu Beginn Mühe. Ich weiss gar nicht, was ich schrieben soll, es war einfach so Atemberaubend und jeden, ich wiederhole, jeden Dollar wert. Nach 4 Stunden war der Spass dann vorbei und per Helikopter ging es nahe der zerklüfteten Felsen entlangfliegend zurück ins Tal. Ich hatte Glück und konnte mir den Kopilotensitz ergattern, was für mich den Flug nochmal eindrücklicher machte. Nun sitze ich hier im Zimmer, schaue mir die Bilder an, nerve mich über das lahme Internet und versuche Worte zu finden. Aber heute, ja heute, da muss ich die Bilder sprechen lassen, denn die stehen eindeutig für sich.
Soeben habe ich mit Anne (nicht Anna) *g* telefoniert. Sie werden mich am 20. April am Abend vom Bus abholen :D Mission Crispy Chicken Second Edition kann beginnen. Wuuhuuu! Ein guter Tag geht zu Ende, ich brauche heute nicht mal ein Bier und das soll was heissen.

Etwas, was ich am Reisen liebe, ist die Freiheit sich dann eine Auszeit zu gönnen, wenn man will. Ich wollte das heute. Als bereits um 7 Uhr morgens mein Zimmer leer war, genoss ich die friedlichen Stunden und döste bis Mittag. Ich hatte gestern noch entschieden, was ich heute (vielleicht) tun möchte. Einen Heli Hike! Jawoll, wenn Glätscher, dann richtig Glätscher. Es bietet sich hier auch so gut an, denn nur mit Da Vincis Erfindung kommt man auch so richtig dahin, wos weh tut, ins Innere des Glätschers. Gesagt, gebucht und bereits eine halbe Stunde später (Ja, so schnell geht das hier manchmal) und 375 Dollar ärmer, stand ich bereits auf dem Helipad und los gings. Er wurde 1865 von dem deutschen Entdecker Julius von Haast nach Franz Josef I. von Österreich benannt. Wie sein südlicher Nachbar, der Fox-Gletscher, wird er aus den Neuseeländischen Alpen (Southern Alps) gespeist, seine Abflüsse fließen über den Waiho River in die Tasmansee und somit Unikate nicht nur hier im Westland-Nationalpark, sondern auf der ganzen Welt. Denn nirgens sonst sieht man Regenwald, Meer und einen Glätscher gleichzeitig. Das liegt daran, dass sich das ganze bis unter die Baumgrenze erstreckt. So viel zur Theorie, jetzt gehts ans eispickeln. Vom Veranstalter (Alleine hoch ist Lebensgefährlich, etwa so wie in überflutete Höhlen zu steigen) verteilte Utensilien geschnappt und ab gings hoch, tiefer ins Eis. Mal wieder sah ich unfassbar dämlich aus. Irgendwie hab ichs nicht so mit diesen gemieteten Sachen :D Durch die einzigartige Steilheit ergeben sich herrlich schöne, türkies- und dunkelblaue Eisskulpturen und das andauernde Knacken zeigt auf die stete Bewegung des unter mir befindlichen hin. Wieder kommt mir ein liegendes Tier in den Sinn, auf dessen Rücken ich mich als Floh bewege und das ins Eis treten mit meinen Spikes bereitet mir zu Beginn Mühe. Ich weiss gar nicht, was ich schrieben soll, es war einfach so Atemberaubend und jeden, ich wiederhole, jeden Dollar wert. Nach 4 Stunden war der Spass dann vorbei und per Helikopter ging es nahe der zerklüfteten Felsen entlangfliegend zurück ins Tal. Ich hatte Glück und konnte mir den Kopilotensitz ergattern, was für mich den Flug nochmal eindrücklicher machte. Nun sitze ich hier im Zimmer, schaue mir die Bilder an, nerve mich über das lahme Internet und versuche Worte zu finden. Aber heute, ja heute, da muss ich die Bilder sprechen lassen, denn die stehen eindeutig für sich.
Soeben habe ich mit Anne (nicht Anna) *g* telefoniert. Sie werden mich am 20. April am Abend vom Bus abholen :D Mission Crispy Chicken Second Edition kann beginnen. Wuuhuuu! Ein guter Tag geht zu Ende, ich brauche heute nicht mal ein Bier und das soll was heissen.

Zufälle gibts...
17. April 2011 - Greymouth - Franz Josef
Lustig ist es ja immer wieder, wenn man mal einen Landsmann trifft. Lustiger ist es, wenn sich der in deiner Gegend auskennt. Richtig Krass wird es dann, wenn er Freunde von dir kennt. Ganz strub ist es dann, wenn man die selben hat. Bei Annina war es ja schon ein riesen Zufall. Ich hätte nicht gedacht, das sowas zweimal passiert. Aber es ist. Heute habe ich den Matthias getroffen. Nach kurzen Gespräch (niemand hatte wirklich Lust auf Travellergeschichten) fanden wir heraus, dass wir beide die Melanie kennen. Jawoll, die Melanie. Die, die mich in China besuchen wird und mir sehr sehr nahe steht. Er, Deutscher, arbeitete bis vor Kurzen in der Stadt und kannte Melanie vom PIWI. Jaja, das Piwi. :D
Gegen Nachmittag nahm ich den Bus nach Franz Josef. Es war keine spektakuläre Fahrt, wie ich sie auch schon hatte, aber ich sah mal wieder das Meer. Greymouth trauere ich irgendwie nicht nach, ward ich doch in der Zeit dort zweimal fast überfahren und hatte das Gefühl ich bekomme den Grauen Star. Es war nicht wirklich so trist, wies klingt, aber die Lokals scheinen sich wohl einen Spass daraus zu machen, Touris über die Strasse zu hetzen und das Wetter trug einiges zur trüben Stimmung bei. Das Hostel aber war kuhl. Jawoll, kalt. Familiär, sympatisch, bunt - aber kalt. Naja. Und in unserem Zimmer rock es nach... ich will es gar nicht aussprechen. Das lag aber nicht am Zimmer, sondern an unserem Israelischen Mitbürger, der wohl lange kein Wasser mehr gesehen hatte. Kanns geben :) Angekommen in Franz Josef, traf ich per Zufall, jap per Zufall, die beiden Kanadierinnen wieder. Ihr erinnert euch, die Shelbys. Mit ihnen gings dann noch ein bisschen Tanzen. Und ich hatte meine erste Neuseeländische Töggelipartie! Aber es passiert hier irgendwie gleich wie daheim... Entweder werd ich im Piwi von der Platte gefetzt, weil alle so gut sind, oder ich darf nicht mehr spielen, weil niemand mehr gegen mich spielen will, weil ich sie von der Platte fetze. Son Mittelding scheints nicht zu geben :P Franz Josef besteht mehr oder weniger nur aus Hotels und Motels und bringt die Touristen in geregelten ABständen auf den Glätscher... so auch mich. Morgen? Oder übermorgen? Ich habs grad nicht so eilig, geniesse ich hier doch auf den Regenwald. Es ist schon eindrücklich, wie sich ein Glätscher durch Regenwald schlängelt. Passt irgendwie so gar nicht zusammen. Meine Stimmung ist gut, aber ich bin etwas Müde. Brauche bald Urlaub vom Urlaub. Aber inzwischen hab ich kein schlechtes Gewissen mehr mal an einem Ort zu sein und einfach Nix zu tun. Mit Flurina hab ich mich heute über Facebook zum ersten Mal über Bangkok unterhalten. Sie ist ja ein bisschen mein Asienfachmann/frau und dank ihren Ratschlägen kann ich jetzt das ganze etwas aufgleisen. Das wird super. :D So viel für heute, ich bin grad einfach zu faul :D
Lustig ist es ja immer wieder, wenn man mal einen Landsmann trifft. Lustiger ist es, wenn sich der in deiner Gegend auskennt. Richtig Krass wird es dann, wenn er Freunde von dir kennt. Ganz strub ist es dann, wenn man die selben hat. Bei Annina war es ja schon ein riesen Zufall. Ich hätte nicht gedacht, das sowas zweimal passiert. Aber es ist. Heute habe ich den Matthias getroffen. Nach kurzen Gespräch (niemand hatte wirklich Lust auf Travellergeschichten) fanden wir heraus, dass wir beide die Melanie kennen. Jawoll, die Melanie. Die, die mich in China besuchen wird und mir sehr sehr nahe steht. Er, Deutscher, arbeitete bis vor Kurzen in der Stadt und kannte Melanie vom PIWI. Jaja, das Piwi. :D
Gegen Nachmittag nahm ich den Bus nach Franz Josef. Es war keine spektakuläre Fahrt, wie ich sie auch schon hatte, aber ich sah mal wieder das Meer. Greymouth trauere ich irgendwie nicht nach, ward ich doch in der Zeit dort zweimal fast überfahren und hatte das Gefühl ich bekomme den Grauen Star. Es war nicht wirklich so trist, wies klingt, aber die Lokals scheinen sich wohl einen Spass daraus zu machen, Touris über die Strasse zu hetzen und das Wetter trug einiges zur trüben Stimmung bei. Das Hostel aber war kuhl. Jawoll, kalt. Familiär, sympatisch, bunt - aber kalt. Naja. Und in unserem Zimmer rock es nach... ich will es gar nicht aussprechen. Das lag aber nicht am Zimmer, sondern an unserem Israelischen Mitbürger, der wohl lange kein Wasser mehr gesehen hatte. Kanns geben :) Angekommen in Franz Josef, traf ich per Zufall, jap per Zufall, die beiden Kanadierinnen wieder. Ihr erinnert euch, die Shelbys. Mit ihnen gings dann noch ein bisschen Tanzen. Und ich hatte meine erste Neuseeländische Töggelipartie! Aber es passiert hier irgendwie gleich wie daheim... Entweder werd ich im Piwi von der Platte gefetzt, weil alle so gut sind, oder ich darf nicht mehr spielen, weil niemand mehr gegen mich spielen will, weil ich sie von der Platte fetze. Son Mittelding scheints nicht zu geben :P Franz Josef besteht mehr oder weniger nur aus Hotels und Motels und bringt die Touristen in geregelten ABständen auf den Glätscher... so auch mich. Morgen? Oder übermorgen? Ich habs grad nicht so eilig, geniesse ich hier doch auf den Regenwald. Es ist schon eindrücklich, wie sich ein Glätscher durch Regenwald schlängelt. Passt irgendwie so gar nicht zusammen. Meine Stimmung ist gut, aber ich bin etwas Müde. Brauche bald Urlaub vom Urlaub. Aber inzwischen hab ich kein schlechtes Gewissen mehr mal an einem Ort zu sein und einfach Nix zu tun. Mit Flurina hab ich mich heute über Facebook zum ersten Mal über Bangkok unterhalten. Sie ist ja ein bisschen mein Asienfachmann/frau und dank ihren Ratschlägen kann ich jetzt das ganze etwas aufgleisen. Das wird super. :D So viel für heute, ich bin grad einfach zu faul :D
Freitag, 15. April 2011
Tranzalpine Express und Kassensturz
16. April 2011 - Christchurch - Greymouth
Etwas, was ich an Mehrbettzimmern liebe, ist definitiv das früh Morgens rausschleichen. Es hat schon was schelmisches, als erster wach zu sein und seinen Kram zusammenpacken zu müssen. Jeder der Mitbewohner weiss, dass es nicht anders geht und so wird es toleriert. Aber meine Schadenfreude lässt mich das sehr geniessen haha. Heute wollte ich nichts vergessen, schon gar nicht meine Wanderschuhe und so habe ich halt nach ein bisschen länger rumgeraschelt, bis ich dann endlich los konnte. Der Shuttle-Bus sollte mich abholen und an den Bahnhof bringen. Aber wie sollte ich raus kommen? Ich habe meinen Schlüssel bereits in den Rückgabekasten gelegt und an der Rezeption war morgens um sieben noch niemand. So kam es, dass ich vor dem verschlossenen Tor stand und nicht raus kam. Ich musste zurück und nach einer wachen Seele suchen, die mir den Schlüssel borgt. Sichtlich überrascht über den Logikfehler des Hostels, öffnete mir dann ein netter Hippie im letzten Moment.
Heute fuhr ich endlich mal wieder Zug. Der berühmte Tranzalpine sollte mich von CHCH nach Greymouth bringen. Viele meiner Mitreisenden nervten sich ab dem schlechten Wetter. Mir wiederum war das furzegal. Ich brauchte heute nichts mehr wie eine Nachricht von Tessa, dass sie gut angekommen ist, gute Musik und einen Fensterplatz zum rausschauen. Es war herrlich, wie die Tropfen der Scheibe entlang strichen, als wollten sie mich von all meinen Sünden rein waschen. Der Nebel wand sich um die aufkommenden Berge und liessen mich umso leichter tief in die Musik der Kopfhörer versinken. Viel zu wenig habe ich in den letzten Tagen diese Wohltat genossen (Beady Eye und Eddie Vedder). Die Leute um mich bemängelten das Wetter und trotzdem überfüllten sie die Aussichtsplattform und boxten sich um einen Fotospot. Ich hatte heute ehrlich gesagt gar keine Lust mit irgend jemandem zu sprechen. Erweichte mich dann aber für den Martin und die beiden Shelbys. Ja, da waren zwei von ihnen. Wie gerne hätte ich heute Ford geheissen, das wär ein Lacher gewesen. Mit Müh und Not gab ich mein Versprechen, in Franz Josef mit ihnen ein Bier trinken zu gehen. Jaja, das Travellerfrischfleisch (Neureisende), voller Tatendrang und unaufhaltbar in der Kontaktsuche. Für mich als inzwischen alter Hase (love ya, patty) in dem Business, der heute einfach mal Ruhe haben wollte, aber auch nachvollziehbar. Wir wollen ja mal kein Assi sein oder? :D
Greymouth ist ein süsses kleines Goldgräberstädchen, so mit den Häuserfronten und nach hinten abfallendem Anbau. In der Theorie etwas wie wildwest. Ausser dass es da keinen Macdonalds gibt, der mir Big Mac Nr. 61 Serviert. Dafür habe ich heute endlich mal Kassensturz machen können.(Danke Mami fürs Senden der Unterlagen) Ich stehe gar nicht schlecht da! Seit meiner Abreise stehen ca 10000 Fr. Ausgaben ca. 7000 Fr. Einnahmen gegenüber. Einnahmen? Dazu gehört auch noch der Bonus, den ich von meinem Arbeitgeber noch erhalten habe und die Versicherung, die Bilanz doch recht gut aussehen lässt. Ich bin viel rumgekommen und habe es mir oft auch gut gehen lassen. Es würde billiger gehen (Man rechnet 1200 Fr. pro Monat), aber trotzdem bin ich nur 3000 Fr. unter dem, was ich zu beginn hatte. Das erfreut mich sehr, denn ich dachte, es sei schlimmer. Hatt mich doch der Flug nach China mehr gekostet wie erwartet und damals in Australien, hab ich ja auch einen in den Sand gesetzt, was mich dann 400 Dollar anstelle von 70 gekostet hat. Geschweige vom neuen Macbook und dem Gefühl, mal wieder 20 Fr. für ein Essen ausgeben zu müssen. Aber bald gehts nach China, was mich dann nicht weniger wie 600 Fr. im Monat kosten sollte. So jetzt habt ihr mal ein bisschen einen Vergleich. So, jetzt leg ich mich hin und mache nicht mehr allzuviel. Das Wetter spielt auch nicht mit, so habe ich kein schlechtes Gewissen. Füsse hoch und Ende.
Etwas, was ich an Mehrbettzimmern liebe, ist definitiv das früh Morgens rausschleichen. Es hat schon was schelmisches, als erster wach zu sein und seinen Kram zusammenpacken zu müssen. Jeder der Mitbewohner weiss, dass es nicht anders geht und so wird es toleriert. Aber meine Schadenfreude lässt mich das sehr geniessen haha. Heute wollte ich nichts vergessen, schon gar nicht meine Wanderschuhe und so habe ich halt nach ein bisschen länger rumgeraschelt, bis ich dann endlich los konnte. Der Shuttle-Bus sollte mich abholen und an den Bahnhof bringen. Aber wie sollte ich raus kommen? Ich habe meinen Schlüssel bereits in den Rückgabekasten gelegt und an der Rezeption war morgens um sieben noch niemand. So kam es, dass ich vor dem verschlossenen Tor stand und nicht raus kam. Ich musste zurück und nach einer wachen Seele suchen, die mir den Schlüssel borgt. Sichtlich überrascht über den Logikfehler des Hostels, öffnete mir dann ein netter Hippie im letzten Moment.
Heute fuhr ich endlich mal wieder Zug. Der berühmte Tranzalpine sollte mich von CHCH nach Greymouth bringen. Viele meiner Mitreisenden nervten sich ab dem schlechten Wetter. Mir wiederum war das furzegal. Ich brauchte heute nichts mehr wie eine Nachricht von Tessa, dass sie gut angekommen ist, gute Musik und einen Fensterplatz zum rausschauen. Es war herrlich, wie die Tropfen der Scheibe entlang strichen, als wollten sie mich von all meinen Sünden rein waschen. Der Nebel wand sich um die aufkommenden Berge und liessen mich umso leichter tief in die Musik der Kopfhörer versinken. Viel zu wenig habe ich in den letzten Tagen diese Wohltat genossen (Beady Eye und Eddie Vedder). Die Leute um mich bemängelten das Wetter und trotzdem überfüllten sie die Aussichtsplattform und boxten sich um einen Fotospot. Ich hatte heute ehrlich gesagt gar keine Lust mit irgend jemandem zu sprechen. Erweichte mich dann aber für den Martin und die beiden Shelbys. Ja, da waren zwei von ihnen. Wie gerne hätte ich heute Ford geheissen, das wär ein Lacher gewesen. Mit Müh und Not gab ich mein Versprechen, in Franz Josef mit ihnen ein Bier trinken zu gehen. Jaja, das Travellerfrischfleisch (Neureisende), voller Tatendrang und unaufhaltbar in der Kontaktsuche. Für mich als inzwischen alter Hase (love ya, patty) in dem Business, der heute einfach mal Ruhe haben wollte, aber auch nachvollziehbar. Wir wollen ja mal kein Assi sein oder? :D
Greymouth ist ein süsses kleines Goldgräberstädchen, so mit den Häuserfronten und nach hinten abfallendem Anbau. In der Theorie etwas wie wildwest. Ausser dass es da keinen Macdonalds gibt, der mir Big Mac Nr. 61 Serviert. Dafür habe ich heute endlich mal Kassensturz machen können.(Danke Mami fürs Senden der Unterlagen) Ich stehe gar nicht schlecht da! Seit meiner Abreise stehen ca 10000 Fr. Ausgaben ca. 7000 Fr. Einnahmen gegenüber. Einnahmen? Dazu gehört auch noch der Bonus, den ich von meinem Arbeitgeber noch erhalten habe und die Versicherung, die Bilanz doch recht gut aussehen lässt. Ich bin viel rumgekommen und habe es mir oft auch gut gehen lassen. Es würde billiger gehen (Man rechnet 1200 Fr. pro Monat), aber trotzdem bin ich nur 3000 Fr. unter dem, was ich zu beginn hatte. Das erfreut mich sehr, denn ich dachte, es sei schlimmer. Hatt mich doch der Flug nach China mehr gekostet wie erwartet und damals in Australien, hab ich ja auch einen in den Sand gesetzt, was mich dann 400 Dollar anstelle von 70 gekostet hat. Geschweige vom neuen Macbook und dem Gefühl, mal wieder 20 Fr. für ein Essen ausgeben zu müssen. Aber bald gehts nach China, was mich dann nicht weniger wie 600 Fr. im Monat kosten sollte. So jetzt habt ihr mal ein bisschen einen Vergleich. So, jetzt leg ich mich hin und mache nicht mehr allzuviel. Das Wetter spielt auch nicht mit, so habe ich kein schlechtes Gewissen. Füsse hoch und Ende.
Liebe Mobilliar...
15. April - Christchurch - trüb und kühl
"Liebe Mobilliar. Als wir damals im Auto unterwegs waren, mussten wir alle klein. Nur das Macbook musste gross und so wurde es dann vom Wüstenfuchs aufgenommen und lebt jetzt da. Ich bitte um Ersatz." "Sehr geehrter Herr Marchesi, wir teilen ihnen mit, dass wir ihren Verlust ersetzen werden!" Juhuuuuuu :D Danke, liebe Versicherung, du machst mir den Tag etwas schöner. Aber, liebe Mobilliar, zahlst du auch bei kaputtem Herzen?
Heute musste ich die Tessa gehen lassen. Ihr Flug ging ab Christchurch, weiter nach Los Angeles, Las Vegas und New York. Richtig! Ein Around-the-world-Ticket. Wir verbrachten die Nacht im Jailhouse-Hostel. Ein Altes Gefängnis, das zu einer Backpackerhochburg gemacht wurde. Herrlich und Skuril. Es ist schon komisch hier zurück in CHCH zu sein. Viel hat sich nicht getan, seit dem letzten Mal ausser das der Herbst auch hier seine Farben spielen lässt. Ich führte Tessa noch etwas herum, kannte ich mich doch schon etwas aus. Aber viel mehr Zeit blieb nicht. Da war auch schon ihr Flughafenshuttle und nach einer herzlichen Verabschiedung, an der mal wieder die Tränchen kullerten *jaja, auch bei mir*, war sie auch schon weg.
Ich habe ihr noch den Auftrag gegeben, mir doch eine Metromap von LA und Amsterdam zu schicken. ich sammle ja diese Dinger so gerne und sie hat auch von mir noch etwas schönes erhalten. Was, das sag ich nicht. Aber sie hat es sich gewünscht. Tessa Alles gute auf deiner Reise. Wir sind die wahren Abenteurer. Wohooo :D
Ich nutzte somit den etwas einsamen Abend fürs updaten des Diary's und dem präparieren der vielen Bilder (Hauptsächlich Berge :P). Morgen gehts mit dem Tranzalpine nach Greymouth, zurück auf die andere Seite der Insel. Von der Zuglinie habe ich schon zu Hause gehört, hatt mir doch Mami mal einen Film darüber gebrannt. Und ich mag doch Zugfahren so :) Ach ja, und die Schuhe, ja, die Wanderschuhe, die hab ich auch wieder. Passt zwar gar nicht zu meinem Abenteurerstil, aber immer gut, welche zu haben :P
"Liebe Mobilliar. Als wir damals im Auto unterwegs waren, mussten wir alle klein. Nur das Macbook musste gross und so wurde es dann vom Wüstenfuchs aufgenommen und lebt jetzt da. Ich bitte um Ersatz." "Sehr geehrter Herr Marchesi, wir teilen ihnen mit, dass wir ihren Verlust ersetzen werden!" Juhuuuuuu :D Danke, liebe Versicherung, du machst mir den Tag etwas schöner. Aber, liebe Mobilliar, zahlst du auch bei kaputtem Herzen?
Heute musste ich die Tessa gehen lassen. Ihr Flug ging ab Christchurch, weiter nach Los Angeles, Las Vegas und New York. Richtig! Ein Around-the-world-Ticket. Wir verbrachten die Nacht im Jailhouse-Hostel. Ein Altes Gefängnis, das zu einer Backpackerhochburg gemacht wurde. Herrlich und Skuril. Es ist schon komisch hier zurück in CHCH zu sein. Viel hat sich nicht getan, seit dem letzten Mal ausser das der Herbst auch hier seine Farben spielen lässt. Ich führte Tessa noch etwas herum, kannte ich mich doch schon etwas aus. Aber viel mehr Zeit blieb nicht. Da war auch schon ihr Flughafenshuttle und nach einer herzlichen Verabschiedung, an der mal wieder die Tränchen kullerten *jaja, auch bei mir*, war sie auch schon weg.
Ich habe ihr noch den Auftrag gegeben, mir doch eine Metromap von LA und Amsterdam zu schicken. ich sammle ja diese Dinger so gerne und sie hat auch von mir noch etwas schönes erhalten. Was, das sag ich nicht. Aber sie hat es sich gewünscht. Tessa Alles gute auf deiner Reise. Wir sind die wahren Abenteurer. Wohooo :D
Ich nutzte somit den etwas einsamen Abend fürs updaten des Diary's und dem präparieren der vielen Bilder (Hauptsächlich Berge :P). Morgen gehts mit dem Tranzalpine nach Greymouth, zurück auf die andere Seite der Insel. Von der Zuglinie habe ich schon zu Hause gehört, hatt mir doch Mami mal einen Film darüber gebrannt. Und ich mag doch Zugfahren so :) Ach ja, und die Schuhe, ja, die Wanderschuhe, die hab ich auch wieder. Passt zwar gar nicht zu meinem Abenteurerstil, aber immer gut, welche zu haben :P
Die wahren Abenteurer
14. April - Lake Tekapo - Mount Cook Village - Lake Tekapo - Christchurch
Wer ist hier der grösste Abenteurer? Definitiv wir. Wo andere mit wahnsinnsteurer Ausrüstung ihre Sicherheit zu verbessern versuchen und vor jeder Eventualität das richtige Kapüzchen dabei haben, rocken wir mit unseren Converse über Stock und Stein und rocken den Pfad in einem Tempo, dass kein Northface und Jack Wolfskin mithalten kann. Wir sind die wahren Abentuerer hier, denn was wir hier machen ist teilweise gemeingefährlich mit unserer Ausrüstung. Aber wen holt der Helikopter ab? Die Gruppe vor uns. Hat sich doch der Arme beim ausrutschen so was verknackst, dass er nicht mehr gehen konnte. Tja, das passiert wenn man sein Outfit nicht kennt und wild darauf los fetzt. Ich kenne meine Converse besser als jeder andere Schuh, den ich je trug. Ich weiss wo ich wie gehen und abstehen muss. Und meine Jacke, die gibt warm. Und wens regnet hat mein Pullover ne Kapuze. Und ich seh erst noch besser aus. Hippie und Rocknrollstar auf dem Wanderweg, auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt. So war es heute. Permanenter Nieselregen. Mir ist er willkommen, kühlt er doch herrlich ab. Mount Cook Village, von wo aus wir unseren 5 Stunden Walk starteten, besteht aus einem Hostel, einigen Cottages und einem Fünfsterne-Resort voll von Asiaten, die sich mit Sportfliegern ins Tal und auf den Tasman Glätscher fliegen lassen. Wir gingen zu Fuss, sind wir ja die Real Abenteurer und wissen es noch, den Sir Hillary zu huldigen. Er ist sowas wie ein Held und einer der Erstbesteiger des Mount-Everest. die Kiwis rühmen ihn nicht nur mit einer Statue am Fusse seines Hausberges, dem Mount Cook, sondern auch mit einem Abbild auf der Fünf-Dollar-Note. Sehr Ruhmreich, für einen Menschen, der zu dem Zeitpunkt noch lebte. Ab ins Tal gings, am Fusse des höchsten Berges Neuseelands entlang. Es war anstrengend und einiges mühseliger wie gestern noch. Aber wir kamen vorwärts über Stock und Stein, gegen den Wind gestellt und über Hängebrücken. Der Finale Anblick der Gletschermoräne des Tasmanglaciers und der daraus entstandene Mueller-Lake, waren es Wert. Zügig wars hier oben. Neuseelands Glätscher sind, wie alle auf der Welt am zurück gehen. Hier herrscht aber eine Ausnahme. Auch wenn sie irgendwann auch verschwinden werden, so sind der Tasman und Fox-Glacier (Auf der anderen Seite der Bergkette) in den letzten Jahren gewachsen. Das hängt mit der andauernden Fäuchtigkeit zusammen. Hier und an der Westküste fällt am meisten Regen. Beeindruckt gings auf den Weg zurück. Daher Tessa und ich es beide nicht mögen, zweimal den gleichen Weg zu gehen, hatten wir zum Schluss dann etwas Mühe und gönnten uns eine herrliche Gemüselasagne im Café des Hotels und ein anschliessendes Nickerchen in der Lobby unter den wachsamen Augen der Security natürlich. Pff. Zurück in Lake Tekapo, erwischten wir gerade noch so unseren Bus, der uns bis spät in die Nacht weiter nach Christchurch bringen wird. Soeben schaue ich in die Nacht raus, die Tessa ist auf meiner Schulter eingeschlafen und lässt sich nicht mal vom Klang der Tastatur aus ihren Träumen reissen. Schlaf schön, du guter Mensch.
In den letzten Tagen erhalte ich von Zuhause viele lange Nachrichten mit viel schönem Inhalt. Es tut gut von euch zu lesen. Auch wenn ich manchmal etwas brauche um zu antworten, es kommt alles an und wird alles gelesen. Ich danke euch von ganzem Herzen, auch wenn die Themen manchmal nicht so schön sind. Das brauchts auch.
Wer ist hier der grösste Abenteurer? Definitiv wir. Wo andere mit wahnsinnsteurer Ausrüstung ihre Sicherheit zu verbessern versuchen und vor jeder Eventualität das richtige Kapüzchen dabei haben, rocken wir mit unseren Converse über Stock und Stein und rocken den Pfad in einem Tempo, dass kein Northface und Jack Wolfskin mithalten kann. Wir sind die wahren Abentuerer hier, denn was wir hier machen ist teilweise gemeingefährlich mit unserer Ausrüstung. Aber wen holt der Helikopter ab? Die Gruppe vor uns. Hat sich doch der Arme beim ausrutschen so was verknackst, dass er nicht mehr gehen konnte. Tja, das passiert wenn man sein Outfit nicht kennt und wild darauf los fetzt. Ich kenne meine Converse besser als jeder andere Schuh, den ich je trug. Ich weiss wo ich wie gehen und abstehen muss. Und meine Jacke, die gibt warm. Und wens regnet hat mein Pullover ne Kapuze. Und ich seh erst noch besser aus. Hippie und Rocknrollstar auf dem Wanderweg, auch wenn das Wetter mal nicht so mitspielt. So war es heute. Permanenter Nieselregen. Mir ist er willkommen, kühlt er doch herrlich ab. Mount Cook Village, von wo aus wir unseren 5 Stunden Walk starteten, besteht aus einem Hostel, einigen Cottages und einem Fünfsterne-Resort voll von Asiaten, die sich mit Sportfliegern ins Tal und auf den Tasman Glätscher fliegen lassen. Wir gingen zu Fuss, sind wir ja die Real Abenteurer und wissen es noch, den Sir Hillary zu huldigen. Er ist sowas wie ein Held und einer der Erstbesteiger des Mount-Everest. die Kiwis rühmen ihn nicht nur mit einer Statue am Fusse seines Hausberges, dem Mount Cook, sondern auch mit einem Abbild auf der Fünf-Dollar-Note. Sehr Ruhmreich, für einen Menschen, der zu dem Zeitpunkt noch lebte. Ab ins Tal gings, am Fusse des höchsten Berges Neuseelands entlang. Es war anstrengend und einiges mühseliger wie gestern noch. Aber wir kamen vorwärts über Stock und Stein, gegen den Wind gestellt und über Hängebrücken. Der Finale Anblick der Gletschermoräne des Tasmanglaciers und der daraus entstandene Mueller-Lake, waren es Wert. Zügig wars hier oben. Neuseelands Glätscher sind, wie alle auf der Welt am zurück gehen. Hier herrscht aber eine Ausnahme. Auch wenn sie irgendwann auch verschwinden werden, so sind der Tasman und Fox-Glacier (Auf der anderen Seite der Bergkette) in den letzten Jahren gewachsen. Das hängt mit der andauernden Fäuchtigkeit zusammen. Hier und an der Westküste fällt am meisten Regen. Beeindruckt gings auf den Weg zurück. Daher Tessa und ich es beide nicht mögen, zweimal den gleichen Weg zu gehen, hatten wir zum Schluss dann etwas Mühe und gönnten uns eine herrliche Gemüselasagne im Café des Hotels und ein anschliessendes Nickerchen in der Lobby unter den wachsamen Augen der Security natürlich. Pff. Zurück in Lake Tekapo, erwischten wir gerade noch so unseren Bus, der uns bis spät in die Nacht weiter nach Christchurch bringen wird. Soeben schaue ich in die Nacht raus, die Tessa ist auf meiner Schulter eingeschlafen und lässt sich nicht mal vom Klang der Tastatur aus ihren Träumen reissen. Schlaf schön, du guter Mensch.
In den letzten Tagen erhalte ich von Zuhause viele lange Nachrichten mit viel schönem Inhalt. Es tut gut von euch zu lesen. Auch wenn ich manchmal etwas brauche um zu antworten, es kommt alles an und wird alles gelesen. Ich danke euch von ganzem Herzen, auch wenn die Themen manchmal nicht so schön sind. Das brauchts auch.
Geht voran, ihr mächtigen Reiter von Rohan.
13. April - Lake Tekapo
Mein Hintern, oh mein Hintern. Ich könnte ein Klagelied über dich singen. Was schmerzt du mir heute so. Und warum ausgerechnet da, wo gestern der Sattel war? Keine Zeit für Wundenlecken. Seit gestern Abend wiedervereint, war Tessa heute früh wach und motivierte auch mich, mich zu erheben. Sie hat da sone Art von Wortwahl, die ziemlich gut funktioniert. Ich verstehe zwar nicht ganz, obs Drohungen sind oder nur eine Warnung gegen das kollektive Verfaulen in dieser wunderschönen Gegend? Um uns ist gar nichts. Also doch, eine Tankstelle, einige wenige Häuser und eine Natur, die deren Islands in nichts nachsteht. Fleissigen Lesern meines Blogs ist ja inzwischen bekannt, das ich noch nichts schöneres gesehen habe wie Island, aber hier, in dieser rauen Gegend gefällt es mir sehr. Wir legten unser Abenteurer Outfit an (Converse, Lederjacke und Pulli drunter) und machten uns an den Aufstieg. Auf den Weg dahin wurden wir noch von einem älteren Kiwi-Paar auf dem Pickup mitgenommen, dankend lehnten wir dann ihre Kartoffeln ab, die sie uns andrehen wollten. Auch wenn heute Abend Rösti auf dem Speiseplan stand (Jap, der Luke hats probiert und episch versagt) wollten wir doch nicht einen Sack Kartoffeln mit den Berg hoch schleicken. Wir waren sonst schon genügend Kaputt von unserer lieb gewonnenen "Tradition" des Weinabends und jetzt mussten wir auch noch diesen Felsklumpen hoch. Wir überbrückten die gut 1.5 Stunden steiles Bergpfadwandern durch unfassbar viel Stussen, was uns natürlich nicht weniger auspumpte, aber definitiv viel mehr Spass machte. Allgemein ist es mit Tessa eine riesen Gaudi. Sie Arbeitet beim Holländischen TV und ist verantwortlich, dass zur richtigen Zeit die richtigen Programme über die Bildschirme flimmern. Da gibt es einige lustige Geschichten, wie die des (Ex-)Mitarbeiters, der während eines Fussballmatches der Holländer aus versehen die Big Brother Übertragung der Konkurrenz auf den eigenen Sender einspeiste. Herrlich :D Auf dem Weg nach oben realisierten wir dann auch, wie grossflächig dieses Tal ist. Von Oben sieht mans halt am Besten. Ich musste wieder zig millionen Fotos davon schiessen. Ich weiss, Berge sind für neutrale Betrachter nicht so interessant, aber die schönheit dieser baumlosen Riesen, wie sie daliegen wie tote Wale am Strand und die Steppe im Tal, beige vom Herbst. Das ist so eine tragische Romantik und das Melodrama wird noch schlimmer, wenn die Sonne beginnt, hinter den Bergen sich nieder zu legen. Hier könnte ich verweilen. Tessa auch, so blieben wir an die 5 Stunden oben, gingen noch ums Observatorium, dass wir aufgrund der 80 Dollar, die die Scharlatane von uns wollten, nicht besuchten. Lieber spielten wir Karten. Shithead, yeah, ich krieg den Dreh langsam raus. Als es gegen Abend merklich abkühlte, stiegen wir wieder runter und waren entspannt und glücklich und total reizüberflutet von dem, was wir gesehen hatten. Es war riesig und wunderschön. Ich merke einfach, dass ich mehr für solche Gegenden gemacht bin, wie für Strände. Hier vergesse ich alles und beginne die Elemtene zu spüren und zu lieben. Zurück im Hostel buchten wir noch unseren Bus für einen Tagesausflug zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Um 8 Uhr werden wir morgen abgehohlt. Die Realität ist gerade ganz weit weg, hier in Gondor, dem Reich der Menschen.
Im übrigen hat sich die Anna gemeldet. Sie ist heil vom Trek zurück. Hatte leider etwas schlechtes Wetter und hat glaube ich erst mal einen Tag durchgeschlafen. Sie fliegt demnächst weiter auf die Cook-Islands (Was dieser Captain Cook auch überall seinen Namen lassen muss). Ob ich mitkommen wolle... 750 Fr. hin und zurück, muss ich ja dann weiter nach Bangkok... Nein ich kanns nicht machen, auch wenn ich wollte und schon mahl in der Nähe bin. Es liegt einfach nicht drin zu der Zeit. Ich hoffe, du liest das. Es tut weh, aber wir werden uns wieder sehen, dafür werde ich sorgen. Die Schattenseiten haben uns mal wieder eingeholt.

Mein Hintern, oh mein Hintern. Ich könnte ein Klagelied über dich singen. Was schmerzt du mir heute so. Und warum ausgerechnet da, wo gestern der Sattel war? Keine Zeit für Wundenlecken. Seit gestern Abend wiedervereint, war Tessa heute früh wach und motivierte auch mich, mich zu erheben. Sie hat da sone Art von Wortwahl, die ziemlich gut funktioniert. Ich verstehe zwar nicht ganz, obs Drohungen sind oder nur eine Warnung gegen das kollektive Verfaulen in dieser wunderschönen Gegend? Um uns ist gar nichts. Also doch, eine Tankstelle, einige wenige Häuser und eine Natur, die deren Islands in nichts nachsteht. Fleissigen Lesern meines Blogs ist ja inzwischen bekannt, das ich noch nichts schöneres gesehen habe wie Island, aber hier, in dieser rauen Gegend gefällt es mir sehr. Wir legten unser Abenteurer Outfit an (Converse, Lederjacke und Pulli drunter) und machten uns an den Aufstieg. Auf den Weg dahin wurden wir noch von einem älteren Kiwi-Paar auf dem Pickup mitgenommen, dankend lehnten wir dann ihre Kartoffeln ab, die sie uns andrehen wollten. Auch wenn heute Abend Rösti auf dem Speiseplan stand (Jap, der Luke hats probiert und episch versagt) wollten wir doch nicht einen Sack Kartoffeln mit den Berg hoch schleicken. Wir waren sonst schon genügend Kaputt von unserer lieb gewonnenen "Tradition" des Weinabends und jetzt mussten wir auch noch diesen Felsklumpen hoch. Wir überbrückten die gut 1.5 Stunden steiles Bergpfadwandern durch unfassbar viel Stussen, was uns natürlich nicht weniger auspumpte, aber definitiv viel mehr Spass machte. Allgemein ist es mit Tessa eine riesen Gaudi. Sie Arbeitet beim Holländischen TV und ist verantwortlich, dass zur richtigen Zeit die richtigen Programme über die Bildschirme flimmern. Da gibt es einige lustige Geschichten, wie die des (Ex-)Mitarbeiters, der während eines Fussballmatches der Holländer aus versehen die Big Brother Übertragung der Konkurrenz auf den eigenen Sender einspeiste. Herrlich :D Auf dem Weg nach oben realisierten wir dann auch, wie grossflächig dieses Tal ist. Von Oben sieht mans halt am Besten. Ich musste wieder zig millionen Fotos davon schiessen. Ich weiss, Berge sind für neutrale Betrachter nicht so interessant, aber die schönheit dieser baumlosen Riesen, wie sie daliegen wie tote Wale am Strand und die Steppe im Tal, beige vom Herbst. Das ist so eine tragische Romantik und das Melodrama wird noch schlimmer, wenn die Sonne beginnt, hinter den Bergen sich nieder zu legen. Hier könnte ich verweilen. Tessa auch, so blieben wir an die 5 Stunden oben, gingen noch ums Observatorium, dass wir aufgrund der 80 Dollar, die die Scharlatane von uns wollten, nicht besuchten. Lieber spielten wir Karten. Shithead, yeah, ich krieg den Dreh langsam raus. Als es gegen Abend merklich abkühlte, stiegen wir wieder runter und waren entspannt und glücklich und total reizüberflutet von dem, was wir gesehen hatten. Es war riesig und wunderschön. Ich merke einfach, dass ich mehr für solche Gegenden gemacht bin, wie für Strände. Hier vergesse ich alles und beginne die Elemtene zu spüren und zu lieben. Zurück im Hostel buchten wir noch unseren Bus für einen Tagesausflug zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Um 8 Uhr werden wir morgen abgehohlt. Die Realität ist gerade ganz weit weg, hier in Gondor, dem Reich der Menschen.
Im übrigen hat sich die Anna gemeldet. Sie ist heil vom Trek zurück. Hatte leider etwas schlechtes Wetter und hat glaube ich erst mal einen Tag durchgeschlafen. Sie fliegt demnächst weiter auf die Cook-Islands (Was dieser Captain Cook auch überall seinen Namen lassen muss). Ob ich mitkommen wolle... 750 Fr. hin und zurück, muss ich ja dann weiter nach Bangkok... Nein ich kanns nicht machen, auch wenn ich wollte und schon mahl in der Nähe bin. Es liegt einfach nicht drin zu der Zeit. Ich hoffe, du liest das. Es tut weh, aber wir werden uns wieder sehen, dafür werde ich sorgen. Die Schattenseiten haben uns mal wieder eingeholt.

Dienstag, 12. April 2011
Ride the Hill, Baby
12. April - Queenstown - Lake Tekapo
Mal wieder sitze ich an einer Bushaltestelle. Ich gewöhne mich langsam dran an den unmöglichsten Stellen auf meine Shuttles zu warten. Von grossen Bus Therminals bis zu kleinen Seitenstrassen hatte ich alles. Aber diese Parkbank übertrifft alles. Kein Anzeichen für eine Bushaltestelle. Ich hatte schon gedacht, dass ich zu spät sein oder am falschen Ort, weil zur Zeit kein Bus auftauchte. Aber bin ich von meinem Ride immer noch so gefläscht, dass ich mich in der Zeit um eine Stunde vertan hab. Zum meinem Glück aber, bin ich zu früh. *Nochmalschweingehabt* Ich habs heute tatsächlich geschafft. Keine Ausreden galten mehr, ich ging aufs Bike. Und auf dem Bike auf den Hügel. Und von dem Hügel wieder runter und manchmal auch vom Bike. Aber hei, ich lebe noch *grins* Der Queenstowner Gondola-Hill beherrbergt eine Wahnsinnsanzahl von herrlichen Mountainbiketreks. Böse Zungen würden jetzt behaupten, ich habe ja davon keine Ahnung! Recht haben sie. Noch nie habe ich ein Downhillbike geritten aber eins kann ich euch garantieren: Ich werde es wieder tun! Und die Treks sind so Wahnsinn, weil ich schon beim einfachsten gedacht habe, ich werde bald sterben. Aber mit der Zeit hatte ich den Dreh recht raus. Ich erinnerte mich an Rene, meinen Arbeitskumpel aus alten WOG-Tagen, der öfters mal wieder mit Arm in der Schlaufe im Büro aufgetaucht ist, wer weiss, vielleicht machen wir bald nen Club auf. Den Club der kaputten Downhiller oder so. Fuck yeah, jetzt muss ich ihm nur noch von seinem Glück berichten ;-) So, jetzt habe ich Hunger. Irgendwo muss doch hier ein Mäkkes sein? Ich verspüre den Drang nach Big Mac Nr. 60. Aber nicht danach mit meinem Rucksack wie das letzte mal in Dunedin, in der Eingangstür hängen zu bleiben. Heute Abend werde ich in Lake Tekapo die Tessa wieder sehen. Es habe dort ne tolle Couch, wo man gut Wein trinken kann. Da muss sie mich nicht zweimal fragen. Apropos Fragen: Ich frage mich, wie es wohl der Anna geht? Die sollte ja jetzt eigentlich inzwischen von ihrem Milford-Trail zurück sein. Aber bisher gabs auf meine SMS noch keine Antwort. Der Luke und die Frauen, eine göttliche Komödie. Auf dem Weg nach Lake Tekapo öffnete sich mir ein weiteres Mal eine traumhafte Landschaft. Zum ersten Mal erinnerte es mich an meine Zeit in Island. Die Berge, hunderte Meter hoch, überwachsen mit Gras und ab und ann einen dreckigen Ahang. Unberührt ausser manchmal ein Schaaf, das da grasst. Es ist herrlich. Nach 2 Stunden von insgesammt 4, sah ich dann auch das erste Mal den Mount Cook, den höchsten Berg von Neuseeland und verspüre auch sogleich seine Anziehungskraft. Mal sehen, vielleicht ergiebt sich ja mal die Möglichkeit noch etwas näher ran zu gehen. Wir werden sehen, jetzt gibts erstmal Wein, Weib und Gesang.
Mal wieder sitze ich an einer Bushaltestelle. Ich gewöhne mich langsam dran an den unmöglichsten Stellen auf meine Shuttles zu warten. Von grossen Bus Therminals bis zu kleinen Seitenstrassen hatte ich alles. Aber diese Parkbank übertrifft alles. Kein Anzeichen für eine Bushaltestelle. Ich hatte schon gedacht, dass ich zu spät sein oder am falschen Ort, weil zur Zeit kein Bus auftauchte. Aber bin ich von meinem Ride immer noch so gefläscht, dass ich mich in der Zeit um eine Stunde vertan hab. Zum meinem Glück aber, bin ich zu früh. *Nochmalschweingehabt* Ich habs heute tatsächlich geschafft. Keine Ausreden galten mehr, ich ging aufs Bike. Und auf dem Bike auf den Hügel. Und von dem Hügel wieder runter und manchmal auch vom Bike. Aber hei, ich lebe noch *grins* Der Queenstowner Gondola-Hill beherrbergt eine Wahnsinnsanzahl von herrlichen Mountainbiketreks. Böse Zungen würden jetzt behaupten, ich habe ja davon keine Ahnung! Recht haben sie. Noch nie habe ich ein Downhillbike geritten aber eins kann ich euch garantieren: Ich werde es wieder tun! Und die Treks sind so Wahnsinn, weil ich schon beim einfachsten gedacht habe, ich werde bald sterben. Aber mit der Zeit hatte ich den Dreh recht raus. Ich erinnerte mich an Rene, meinen Arbeitskumpel aus alten WOG-Tagen, der öfters mal wieder mit Arm in der Schlaufe im Büro aufgetaucht ist, wer weiss, vielleicht machen wir bald nen Club auf. Den Club der kaputten Downhiller oder so. Fuck yeah, jetzt muss ich ihm nur noch von seinem Glück berichten ;-) So, jetzt habe ich Hunger. Irgendwo muss doch hier ein Mäkkes sein? Ich verspüre den Drang nach Big Mac Nr. 60. Aber nicht danach mit meinem Rucksack wie das letzte mal in Dunedin, in der Eingangstür hängen zu bleiben. Heute Abend werde ich in Lake Tekapo die Tessa wieder sehen. Es habe dort ne tolle Couch, wo man gut Wein trinken kann. Da muss sie mich nicht zweimal fragen. Apropos Fragen: Ich frage mich, wie es wohl der Anna geht? Die sollte ja jetzt eigentlich inzwischen von ihrem Milford-Trail zurück sein. Aber bisher gabs auf meine SMS noch keine Antwort. Der Luke und die Frauen, eine göttliche Komödie. Auf dem Weg nach Lake Tekapo öffnete sich mir ein weiteres Mal eine traumhafte Landschaft. Zum ersten Mal erinnerte es mich an meine Zeit in Island. Die Berge, hunderte Meter hoch, überwachsen mit Gras und ab und ann einen dreckigen Ahang. Unberührt ausser manchmal ein Schaaf, das da grasst. Es ist herrlich. Nach 2 Stunden von insgesammt 4, sah ich dann auch das erste Mal den Mount Cook, den höchsten Berg von Neuseeland und verspüre auch sogleich seine Anziehungskraft. Mal sehen, vielleicht ergiebt sich ja mal die Möglichkeit noch etwas näher ran zu gehen. Wir werden sehen, jetzt gibts erstmal Wein, Weib und Gesang.
Bitte wenden!
11. April - Queenstown
Die Tessa ist eine ganz Gute. Nicht nur, weil wir gestern Abend dann doch noch im Club gelandet sind und uns bis früh am Morgen die Füsse wund getanzt haben. Das spannende ist, dass sie meine erste Bekannte hier ist, mir der ich nur in Englischer Sprache Kommunizieren kann. Ich kanns! Endlich, ich kanns. Was habe ich eins erlebt, dass die Menschen von mir gelangweilt waren, weil mein Englisch halt doch noch nicht dem entspricht, was es sein könnte. Aber in den letzten Wochen ist es immer wie besser geworden und ich schaffe es tiefe Gespräche in einer nicht Muttersrache zu halten, ohne nach Worten suchen zu müssen. Das Rockt. Heute haben wir nur relaxt. Eigentlich wollte ich ja Mountainbiken gehen. Der Gondola-Hill gleich hinter Queenstown sei dafür mehr wie nur geeignet, meinte die Anna. Sie sei dort fast zu tode gebiked. Anstatt suizid zu begehen, genoss ich lieber noch ein bisschen dass Chillen mit Tessa, ging sie doch heute schon weiter nach Lake Tekapo. Ein erneutes Tschüss sagen? NEIN, nicht dieses Mal. Zusammen haben wir nämlich rausgefunden, dass meine geplante Route in den Norden irgendwie Schwachsinn ist. "Irgendwie", aha, so nennen die Frauen dass. *hihi* Eigentlich hätte sie auch gleich sagen können, dass ich doch einfach noch ein bisschen mitkommen soll :D
So lautet meine neue Route nun folgendermassen: Von Queenstown gehts morgen, einen Tag nach Tessa, östlich nach Lake Tekapo wo man toll Sterne beobachten können soll. Von dort aus dann zurück nach lovely Christchurch, wo ich meine Wanderschuhe aufgabeln werde *jubel*, bevor es dann mit dem Tranzalpine *Doppeljubel* queer durchs Land zurück geht nach Greymouth von wo aus ich dann den Franz Josef Glätscher besteigen werde. Anschliessend gibts dann einen langen Busride hoch nach Nelson, wo dann die Crispy Chicken Reunion stattfinden wird. Dann bleibt mir genau genügend Zeit um eventuell noch Whalewatching in Kaikura zu betreiben, dem Hotspot für solche Geschichten in Neuseeland. Irgendwo muss ich mir noch Whalerider besorgen (unbedingt anschauen). Das würde mich in die perfekte Stimmung bringen um dann gefläscht von den Grössten Säugetieren der Welt, zurück nach Christchurch zu gelangen, von wo aus es dann nach Bangkok geht. Ich komm noch mal rum auf meine alten Tage und bin nach diesen gemütlichen Tagen wieder richtig motiviert! *freu*
Allerdings muss ich bald ein Spendenkonto eröffnen. Das viele von A nach B lässt mein Budget nicht besser werden. Aber es macht Spass.
Ich habs in Australien schon mal gesagt: Im Ausland sind die Reisenden deine Familie und du sollst sie behandeln wie dein eigen Fleisch und Blut. Dieser Grundsatz brachte mich zu dieser Planänderung. Endlich haben wir mal die Chance, Tessa und ich, mit jemandem mal wieder etwas mehr Zeit zu verbringen. Warum nicht nutzen? Egoistisch sein beim Reisen? Nicht hier in Neuseeland.
Die Tessa ist eine ganz Gute. Nicht nur, weil wir gestern Abend dann doch noch im Club gelandet sind und uns bis früh am Morgen die Füsse wund getanzt haben. Das spannende ist, dass sie meine erste Bekannte hier ist, mir der ich nur in Englischer Sprache Kommunizieren kann. Ich kanns! Endlich, ich kanns. Was habe ich eins erlebt, dass die Menschen von mir gelangweilt waren, weil mein Englisch halt doch noch nicht dem entspricht, was es sein könnte. Aber in den letzten Wochen ist es immer wie besser geworden und ich schaffe es tiefe Gespräche in einer nicht Muttersrache zu halten, ohne nach Worten suchen zu müssen. Das Rockt. Heute haben wir nur relaxt. Eigentlich wollte ich ja Mountainbiken gehen. Der Gondola-Hill gleich hinter Queenstown sei dafür mehr wie nur geeignet, meinte die Anna. Sie sei dort fast zu tode gebiked. Anstatt suizid zu begehen, genoss ich lieber noch ein bisschen dass Chillen mit Tessa, ging sie doch heute schon weiter nach Lake Tekapo. Ein erneutes Tschüss sagen? NEIN, nicht dieses Mal. Zusammen haben wir nämlich rausgefunden, dass meine geplante Route in den Norden irgendwie Schwachsinn ist. "Irgendwie", aha, so nennen die Frauen dass. *hihi* Eigentlich hätte sie auch gleich sagen können, dass ich doch einfach noch ein bisschen mitkommen soll :D
So lautet meine neue Route nun folgendermassen: Von Queenstown gehts morgen, einen Tag nach Tessa, östlich nach Lake Tekapo wo man toll Sterne beobachten können soll. Von dort aus dann zurück nach lovely Christchurch, wo ich meine Wanderschuhe aufgabeln werde *jubel*, bevor es dann mit dem Tranzalpine *Doppeljubel* queer durchs Land zurück geht nach Greymouth von wo aus ich dann den Franz Josef Glätscher besteigen werde. Anschliessend gibts dann einen langen Busride hoch nach Nelson, wo dann die Crispy Chicken Reunion stattfinden wird. Dann bleibt mir genau genügend Zeit um eventuell noch Whalewatching in Kaikura zu betreiben, dem Hotspot für solche Geschichten in Neuseeland. Irgendwo muss ich mir noch Whalerider besorgen (unbedingt anschauen). Das würde mich in die perfekte Stimmung bringen um dann gefläscht von den Grössten Säugetieren der Welt, zurück nach Christchurch zu gelangen, von wo aus es dann nach Bangkok geht. Ich komm noch mal rum auf meine alten Tage und bin nach diesen gemütlichen Tagen wieder richtig motiviert! *freu*
Allerdings muss ich bald ein Spendenkonto eröffnen. Das viele von A nach B lässt mein Budget nicht besser werden. Aber es macht Spass.
Ich habs in Australien schon mal gesagt: Im Ausland sind die Reisenden deine Familie und du sollst sie behandeln wie dein eigen Fleisch und Blut. Dieser Grundsatz brachte mich zu dieser Planänderung. Endlich haben wir mal die Chance, Tessa und ich, mit jemandem mal wieder etwas mehr Zeit zu verbringen. Warum nicht nutzen? Egoistisch sein beim Reisen? Nicht hier in Neuseeland.
In der Stadt der Königin
10. April - Queenstown - Angenehme 20 Grad
Was macht man, wenn man so quasi aus dem Bus geschmissen wird, irgendwo in einer Stadt, die man nicht kennt, keine Karte hat und schon gar keine Unterkunft? Na? Richtiiiisch, man hängt sich an die Ferse der schönsten anwesenden Frau, die einen Rucksack trägt und aussieht als habe sie Ahnung! Willkommen in Queenstown! Hier treffen sie alle Verrückten und Adrenalynjunkies und solche die vorgeben es zu sein. Meine Aufgabe hier: Keine Ahnung. Aber es gefällt mir! Zusammen mit meiner neuen Freundin Tessa, eine liebliche Holländerin aus Amsterdam, fand ich dann den Weg in ein gutes Hostel und wir kamen auch gleich gut ins Gespräch. Ich habs mal wieder nicht geschaft, einen Tag alleine zu sein. Irgendwie scheine ich den Flow diesbezüglich gefunden zu haben, was mir das Leben einiges angenehmer macht. Hier hats mal wieder geklappt. Ohne uns auf die Nerven zu gehen, erkundeten wir die Stadt, Queenstown. Ein wunderschönes Nest, dass mich an manchen Stellen etwas an einen Schweizer Bergort erinnert. Aber ich bin da auch nicht so falsch. Wenn hier nämlich Schnee liegt, dann kommen alle Boarder und Skier und auf was man auch immer den Hügel runter rutschen kann. Es ist wunderschön in den Bergen und am See gelegen und bietet trotzt seiner Kleinheit genügend an Entertainment. An der Hauptstrasse merkt man dann auch ganz schnell, wie der Touristenhammel hier läuft. Agentur an Agentur versucht ihre Touren an den Mann/Frau zu bringen. Das alles lässt mich ziemlich kühl, verspüre ich nämlich in solchen Sachen langsam einen Brechreiz. Beim weiteren Umhergehen passieren wir auch den Landesweit berühmtesten Burgerladen. Fergburger ist dafür bekannt, Neuseelands besten Burger zu verkaufen. Nachdem mir Timon und Pumba so davon vorgeschwärmt hatten, wollte ich mir das eigentlich nicht entgehen lassen. Aber nachdem ich all die Menschen mit ihren Lonely Planets in den Händen davor gesehen habe, eine Auge ins Buch und das Andere aufs Schild, so richtig à la: "ist er dass jetzt wirklich?" hatte ich auf einmal keine Lust mehr. Tessa ging wir nutzten unsere Augen wiederum dafür, uns an zu schauen und ohne Worte zu diskutieren, dass wir heute nicht hier essen :D Dafür gabs dann leckeren Weisswein auf der Terasse des Hostels und einen von mir zubereiteten Chickensalad. Jaja, die Mädels mögens wenn der Mann für sie kocht. haha. Das Hostel ist im übrigen auch erwähnenswert. Im Deco's herrscht ein gemütlicher Vibe, alles Locker, nichts wird einem aufgedrängt. Die Leute sitzen zusammen und das obwohl das gratis Wireless sehr isolierend wirken könnte, was es aber nicht tut. Die Terasse dann offeriert einen wahnsinns Ausblick auf die Stadt und wurde die Bühne für gute Musik aus Tessas Laptop und einer guten Flasche Weisswein.
Was macht man, wenn man so quasi aus dem Bus geschmissen wird, irgendwo in einer Stadt, die man nicht kennt, keine Karte hat und schon gar keine Unterkunft? Na? Richtiiiisch, man hängt sich an die Ferse der schönsten anwesenden Frau, die einen Rucksack trägt und aussieht als habe sie Ahnung! Willkommen in Queenstown! Hier treffen sie alle Verrückten und Adrenalynjunkies und solche die vorgeben es zu sein. Meine Aufgabe hier: Keine Ahnung. Aber es gefällt mir! Zusammen mit meiner neuen Freundin Tessa, eine liebliche Holländerin aus Amsterdam, fand ich dann den Weg in ein gutes Hostel und wir kamen auch gleich gut ins Gespräch. Ich habs mal wieder nicht geschaft, einen Tag alleine zu sein. Irgendwie scheine ich den Flow diesbezüglich gefunden zu haben, was mir das Leben einiges angenehmer macht. Hier hats mal wieder geklappt. Ohne uns auf die Nerven zu gehen, erkundeten wir die Stadt, Queenstown. Ein wunderschönes Nest, dass mich an manchen Stellen etwas an einen Schweizer Bergort erinnert. Aber ich bin da auch nicht so falsch. Wenn hier nämlich Schnee liegt, dann kommen alle Boarder und Skier und auf was man auch immer den Hügel runter rutschen kann. Es ist wunderschön in den Bergen und am See gelegen und bietet trotzt seiner Kleinheit genügend an Entertainment. An der Hauptstrasse merkt man dann auch ganz schnell, wie der Touristenhammel hier läuft. Agentur an Agentur versucht ihre Touren an den Mann/Frau zu bringen. Das alles lässt mich ziemlich kühl, verspüre ich nämlich in solchen Sachen langsam einen Brechreiz. Beim weiteren Umhergehen passieren wir auch den Landesweit berühmtesten Burgerladen. Fergburger ist dafür bekannt, Neuseelands besten Burger zu verkaufen. Nachdem mir Timon und Pumba so davon vorgeschwärmt hatten, wollte ich mir das eigentlich nicht entgehen lassen. Aber nachdem ich all die Menschen mit ihren Lonely Planets in den Händen davor gesehen habe, eine Auge ins Buch und das Andere aufs Schild, so richtig à la: "ist er dass jetzt wirklich?" hatte ich auf einmal keine Lust mehr. Tessa ging wir nutzten unsere Augen wiederum dafür, uns an zu schauen und ohne Worte zu diskutieren, dass wir heute nicht hier essen :D Dafür gabs dann leckeren Weisswein auf der Terasse des Hostels und einen von mir zubereiteten Chickensalad. Jaja, die Mädels mögens wenn der Mann für sie kocht. haha. Das Hostel ist im übrigen auch erwähnenswert. Im Deco's herrscht ein gemütlicher Vibe, alles Locker, nichts wird einem aufgedrängt. Die Leute sitzen zusammen und das obwohl das gratis Wireless sehr isolierend wirken könnte, was es aber nicht tut. Die Terasse dann offeriert einen wahnsinns Ausblick auf die Stadt und wurde die Bühne für gute Musik aus Tessas Laptop und einer guten Flasche Weisswein.
Freitag, 8. April 2011
Die vielen Hauptstädte dieses Landes.
9. April 2011 - Te Anau - Te Anau - Queenstown
Woah, was für ein Muskelkater. Haha, Das Kayaken war hat dann doch an meinem ausgelaugten Körper seine Spuren hinterlassen. Ich bin jetzt offiziell Alt. Und ich höre old fashioned Rocknroll. Im Bus sitzend, das Diary schreibend, höre ich die neue Scheibe von The Blue Van. Sie ist so verdammt gut. Auch wenn es nicht mehr mit "The Art of Rolling" zu vergleichen ist, die Scheibe hats mir angetan, vor allem weil sie eins hat: Stil! "Love Shot" von the Blue Van, unbedingt reinhören! Heute gehts Nach Queenstown, der Extremsporthauptstadt Neuseelands. Nun gut, ich bin dadrüber inzwischen geteilter Meinung, gibts doch auch ne Wurst-Haupstadt und ne Kiwi-Hauptstadt (Te Puke) ich stell mir grad vor, wie viele Menschen schön nach Lonely Planet fahren und in Te Puke feststellen, dass es sich bei den Kiwis um die Frucht und nicht das Tier handelte ;-) Ich hätt gerade eben mehr Lust auf die Wurst-Hauptstadt. Mjammi. Egal, man kann nicht alles haben! Irgendwie muss ich ja dann meinen Weg in den Norden wieder finden und da liegt Queenstown besser. Anna hat mir gestern, während ich auf Tour war auch die Fahrkarte gebucht. Apropos Anna, wir haben uns heute Morgen nach gemeinsamem Frühstück nochmal richtig herzlich verabschiedet. Nach dem Treck geht es für sie weiter auf die Cook Islands, Füsse hochlegen und dann über Los Angeles zurück nach Deutschland. Hach, die Around the World Tickets sind schon was tolles. Danke Anne für die gute Zeit und pass auf dich auf! Du hast echt was aufm Kasten und mich tief beeindruckt. Sofern Gott will, wird auch das Wetter stimmen. ;-)
Woah, was für ein Muskelkater. Haha, Das Kayaken war hat dann doch an meinem ausgelaugten Körper seine Spuren hinterlassen. Ich bin jetzt offiziell Alt. Und ich höre old fashioned Rocknroll. Im Bus sitzend, das Diary schreibend, höre ich die neue Scheibe von The Blue Van. Sie ist so verdammt gut. Auch wenn es nicht mehr mit "The Art of Rolling" zu vergleichen ist, die Scheibe hats mir angetan, vor allem weil sie eins hat: Stil! "Love Shot" von the Blue Van, unbedingt reinhören! Heute gehts Nach Queenstown, der Extremsporthauptstadt Neuseelands. Nun gut, ich bin dadrüber inzwischen geteilter Meinung, gibts doch auch ne Wurst-Haupstadt und ne Kiwi-Hauptstadt (Te Puke) ich stell mir grad vor, wie viele Menschen schön nach Lonely Planet fahren und in Te Puke feststellen, dass es sich bei den Kiwis um die Frucht und nicht das Tier handelte ;-) Ich hätt gerade eben mehr Lust auf die Wurst-Hauptstadt. Mjammi. Egal, man kann nicht alles haben! Irgendwie muss ich ja dann meinen Weg in den Norden wieder finden und da liegt Queenstown besser. Anna hat mir gestern, während ich auf Tour war auch die Fahrkarte gebucht. Apropos Anna, wir haben uns heute Morgen nach gemeinsamem Frühstück nochmal richtig herzlich verabschiedet. Nach dem Treck geht es für sie weiter auf die Cook Islands, Füsse hochlegen und dann über Los Angeles zurück nach Deutschland. Hach, die Around the World Tickets sind schon was tolles. Danke Anne für die gute Zeit und pass auf dich auf! Du hast echt was aufm Kasten und mich tief beeindruckt. Sofern Gott will, wird auch das Wetter stimmen. ;-)
Milford Sounds Kayak Tour
8. April 2011 - Te Anau - Milford Sounds - Te Anau
Was für ein Anblick. Ich treibe auf dem Wasser, endlich habe ich mal Pause. Meine Mitfahrerin, eine Amerikanerin, der man nichts recht machen kann. Nein, ein Single-Kayak wurde mir nicht gegönnt. Egal, ruderte ich halt für zwei, weil die gute Dame es nicht fertig brachte, ihr Paddel mehr als nur zu Baden. Trotzdem war es mal wieder eine dieser Entscheidungen, die es absolut wert waren, getroffen zu werden. Das Panorama, die Bilder lügen nicht, in Farben, denen ichs nicht gegeben hätte, dass sie in echt existieren. Grün, Blau und das in einer Intensität. Mindblowing.
Morgens um 6:30 Uhr wurde ich abgeholt. Irgendwie war ich nervös, denn draussen war es kalt, das Wetter verhangen und ich müde und unvorbereitet. Aber wann war ich schonmal anders? Motiviert von Noemi, buchte ich diese Tour und erhielt schon Nebensaisonrabatt. Wie gut! Wie KALT! Wir fuhren ins Morgengrauen. Endlich weiss ich, woher der wunderschöne Violettton auf den Bergmotiven der Postkarten kommt. Den gibts nur am Morgen (Böse Zungen würden behaupten, der Lukas schläft zu lange, hihi). Die Büsche und Gräser verändern sich und die Bergkette, die zuerst weit weg schien, ist plötzlich um mich herum. Wir kommen in die Milford Sounds, das Highlight des Neuseeländischen Fjordlandes und nach kurzem Überlegen auch meines. Wer die Norwegischen Fjorde kennt, dem wird das hier gefallen, weils hier noch eine Note paradiesischer ist. Zum ersten Mal fühlte ich, was wohl die Jenna damals während unseres Great Ocean Road Tripps gespürt hat. Das Bedürfnis still zu sein, nicht zu reden. Nicht einmal Sigur Ros wollte ich hören, was ich sonst in so Momenten tu. Nachdem ich vom Tourveranstalter alles mir fehlende Material erhalten habe, war ich so weg, in meiner Welt. Ich blendete alle Menschen aus und bewegte mein imaginäres Soloboot der Küste entlang. Die Felswand erhob sich fast einen Kilometer steil nach oben. Zwischen mir und Stein plantschten die Neuseeland Robben und reinigten ihr Fell am rauen Material. Später bogen wir in ein stilles Gewässer und trieben durch Regenwald, Moosbewachsene Bäume, die übers Wasser wagten und einige schwierige Manöver erforderten. Besonders mit ner Seekuh vorne im Boot. Wir hörten den Wind pfeifen, eine willkommene Abkühlung, weil die Sonne höllisch schien. Danke an Matt, den Tourguide, der mit seiner Art mir jede Möglichkeit gab, mich wohl zu fühlen und mich/uns die Milford Sounds intensiver erleben liessen als viele andere.
Den Abend verbrachte ich dann mit Anna. Ich lud sie zum Italiener ein *Gentleman* und bedankte mich damit für die gute Zeit und die Bereicherung, die sie in meinem derzeitigen Leben darstellt. Ihr kennt ja mein Problem inzwischen, mit dem ewigen auf Wiedersehen sagen. Bei Anna ist irgendwie anders. Ich kann es nicht genau beschreiben. Vielleicht zu nem anderen Zeitpunkt. Zwei Menschen, die sich mögen und funktionieren. Ein Unterschied zu dem, was ich ansonsten so beschrieben habe. Im übrigen habe ich auch den Kung-Fu-Gruss-Test bestanden. Jubel! =) Sie geht morgen auf den Milford-Track. Jenen vier-tägigen Walk, der mir aufgrund des Geldes und der Ausrüstung verwehrt bleibt. Auch lustig: Noemi, ihr erinnert euch, hatte mir noch eine Nachricht auf einem Zettel hinterlassen. Sie war von ihrer Kayaktour zurück und war in der Redcliff-Bar auf ein (zwei) Bier. Ich sagte ab :)

Was für ein Anblick. Ich treibe auf dem Wasser, endlich habe ich mal Pause. Meine Mitfahrerin, eine Amerikanerin, der man nichts recht machen kann. Nein, ein Single-Kayak wurde mir nicht gegönnt. Egal, ruderte ich halt für zwei, weil die gute Dame es nicht fertig brachte, ihr Paddel mehr als nur zu Baden. Trotzdem war es mal wieder eine dieser Entscheidungen, die es absolut wert waren, getroffen zu werden. Das Panorama, die Bilder lügen nicht, in Farben, denen ichs nicht gegeben hätte, dass sie in echt existieren. Grün, Blau und das in einer Intensität. Mindblowing.
Morgens um 6:30 Uhr wurde ich abgeholt. Irgendwie war ich nervös, denn draussen war es kalt, das Wetter verhangen und ich müde und unvorbereitet. Aber wann war ich schonmal anders? Motiviert von Noemi, buchte ich diese Tour und erhielt schon Nebensaisonrabatt. Wie gut! Wie KALT! Wir fuhren ins Morgengrauen. Endlich weiss ich, woher der wunderschöne Violettton auf den Bergmotiven der Postkarten kommt. Den gibts nur am Morgen (Böse Zungen würden behaupten, der Lukas schläft zu lange, hihi). Die Büsche und Gräser verändern sich und die Bergkette, die zuerst weit weg schien, ist plötzlich um mich herum. Wir kommen in die Milford Sounds, das Highlight des Neuseeländischen Fjordlandes und nach kurzem Überlegen auch meines. Wer die Norwegischen Fjorde kennt, dem wird das hier gefallen, weils hier noch eine Note paradiesischer ist. Zum ersten Mal fühlte ich, was wohl die Jenna damals während unseres Great Ocean Road Tripps gespürt hat. Das Bedürfnis still zu sein, nicht zu reden. Nicht einmal Sigur Ros wollte ich hören, was ich sonst in so Momenten tu. Nachdem ich vom Tourveranstalter alles mir fehlende Material erhalten habe, war ich so weg, in meiner Welt. Ich blendete alle Menschen aus und bewegte mein imaginäres Soloboot der Küste entlang. Die Felswand erhob sich fast einen Kilometer steil nach oben. Zwischen mir und Stein plantschten die Neuseeland Robben und reinigten ihr Fell am rauen Material. Später bogen wir in ein stilles Gewässer und trieben durch Regenwald, Moosbewachsene Bäume, die übers Wasser wagten und einige schwierige Manöver erforderten. Besonders mit ner Seekuh vorne im Boot. Wir hörten den Wind pfeifen, eine willkommene Abkühlung, weil die Sonne höllisch schien. Danke an Matt, den Tourguide, der mit seiner Art mir jede Möglichkeit gab, mich wohl zu fühlen und mich/uns die Milford Sounds intensiver erleben liessen als viele andere.
Den Abend verbrachte ich dann mit Anna. Ich lud sie zum Italiener ein *Gentleman* und bedankte mich damit für die gute Zeit und die Bereicherung, die sie in meinem derzeitigen Leben darstellt. Ihr kennt ja mein Problem inzwischen, mit dem ewigen auf Wiedersehen sagen. Bei Anna ist irgendwie anders. Ich kann es nicht genau beschreiben. Vielleicht zu nem anderen Zeitpunkt. Zwei Menschen, die sich mögen und funktionieren. Ein Unterschied zu dem, was ich ansonsten so beschrieben habe. Im übrigen habe ich auch den Kung-Fu-Gruss-Test bestanden. Jubel! =) Sie geht morgen auf den Milford-Track. Jenen vier-tägigen Walk, der mir aufgrund des Geldes und der Ausrüstung verwehrt bleibt. Auch lustig: Noemi, ihr erinnert euch, hatte mir noch eine Nachricht auf einem Zettel hinterlassen. Sie war von ihrer Kayaktour zurück und war in der Redcliff-Bar auf ein (zwei) Bier. Ich sagte ab :)

Milford? Sounds good!
7. April 2011 - Te Anau
Jaja, Waschtag. Was erwartet man von einem der schlimmsten Tage im Leben eines Mannes ausser nasser Wäsche, die partout nicht trocknen will? Nachdem ich zum zweiten Mal den Trockenomat mit Geld gefüllt hatte, zog ich mich ins Zimmer zurück und spielte etwas Stalker. Und wer winst da plötzlich ins Zimmer? Die Anna :D Wir endeten mal wieder im Stussen und Klönen und besorgen und Fish und Chips. Das mit dem exzessiven Gedankenaustausch hörte dann auch nicht mehr auf. Ich buchte mir noch die Kayak-Tour für morgen und genoss den Abend bei nem Strandspaziergang und ner Flasche Weissen im Hostel-eigenen Hot-Pool.
Ach ja, lol, fast vergessen! Anna teachte mir noch den Kung-Fu Gruss im Kranich-Stil. Ich geh ja bald in den Unterrichtee und sie hat ja mal 5 Jahre trainiert und konnte es nicht lassen mir nen Vorgeschmack zu geben. *was hat die Dame eigentlich mit ihren 23 Jahren noch nicht gemacht?* Mein Task für Morgen ist es die aus drei Teilen bestehende Bewegungsabfolge auswendig zu können. Ds ist noch tricky, weil ich mir überhaupt nicht mehr gewöhnt bin Arme und beine getrennt voneinander zu bewegen und eine Bewegung bis auf dein kleinen Finger genau nachzumachen. Ich werds machen wie im Volleyball. Mir die Bewegung vorstellen, visuell einprägen und dann aus dem Kopf nachahmen. Bin ja mal gespannt. Als Gegenleistung haben wir einige Fotos ausgetauscht. Meine Fotos sind halt schon gut :P +
Ein guter Tag ohne viel Text geht zu Ende und es bleibt nur noch anzufügen, dass die Wäschetrockner hier nix taugen. Nächstes mal Puste ich einfach dagegen. Das geht schneller. Phü!
Jaja, Waschtag. Was erwartet man von einem der schlimmsten Tage im Leben eines Mannes ausser nasser Wäsche, die partout nicht trocknen will? Nachdem ich zum zweiten Mal den Trockenomat mit Geld gefüllt hatte, zog ich mich ins Zimmer zurück und spielte etwas Stalker. Und wer winst da plötzlich ins Zimmer? Die Anna :D Wir endeten mal wieder im Stussen und Klönen und besorgen und Fish und Chips. Das mit dem exzessiven Gedankenaustausch hörte dann auch nicht mehr auf. Ich buchte mir noch die Kayak-Tour für morgen und genoss den Abend bei nem Strandspaziergang und ner Flasche Weissen im Hostel-eigenen Hot-Pool.
Ach ja, lol, fast vergessen! Anna teachte mir noch den Kung-Fu Gruss im Kranich-Stil. Ich geh ja bald in den Unterrichtee und sie hat ja mal 5 Jahre trainiert und konnte es nicht lassen mir nen Vorgeschmack zu geben. *was hat die Dame eigentlich mit ihren 23 Jahren noch nicht gemacht?* Mein Task für Morgen ist es die aus drei Teilen bestehende Bewegungsabfolge auswendig zu können. Ds ist noch tricky, weil ich mir überhaupt nicht mehr gewöhnt bin Arme und beine getrennt voneinander zu bewegen und eine Bewegung bis auf dein kleinen Finger genau nachzumachen. Ich werds machen wie im Volleyball. Mir die Bewegung vorstellen, visuell einprägen und dann aus dem Kopf nachahmen. Bin ja mal gespannt. Als Gegenleistung haben wir einige Fotos ausgetauscht. Meine Fotos sind halt schon gut :P +
Ein guter Tag ohne viel Text geht zu Ende und es bleibt nur noch anzufügen, dass die Wäschetrockner hier nix taugen. Nächstes mal Puste ich einfach dagegen. Das geht schneller. Phü!
Mittwoch, 6. April 2011
Ab ins Fjordland.
6. April 2011 - Dunedin - Te Anau - 10 Grad, windstill. Brr trotzdem saukalt, bin mir doch das nicht mehr gewohnt.
So, es ist nun Donnerstagmorgen und ich versuche verzeifelt aus dem Bett zu kommen. Ich geniesse es, dass mal niemand im Dorm ist und die einzige Person, die mich stören wird, ist die Putzfrau, die die Betten macht. Dann nutze ich doch die Zeit, bevor ich jämmerlich verhungere oder verfriere, um etwas von gestern zu erzählen, de, 6, April. Eigentlich wars gar nicht so viel. Ich hatte meinen Bus um 13:55 von Dundenin nach Te Anau. Te Anau liegt im Südwesten an einem tollen See und ist so Quasi das Tor zu den Milford Sounds. Viele Touren gehen von hier und es wird viel Gekayakt und geschifft. Das finde ich persönlich super, sollte auch das Wetter wieder besser werden in den nächsten Tagen. Daher ich noch Zeit hatte, ging ich zur Bibliothek um dort das gratis Internet zu nutzen. Herrlich. Ich war nun 4 Tage an einem Ort und habe keinen Cent für Internet ausgegeben. Ich erinnere mich an Tage, wo ich über 15 Dollar zahlen musste. Es ist einfach schon schweineteuer hier das Netz, eine versteckte hohe Einnahmequelle des Tourismus. Haha, ich war nicht der Einzige mit der Idee, die Bibliothek war quasi überrannt von Backpackern mit der selben Idee, da musste ich grad ein bisschen schmunzeln. Nach Big Mac Nummer 59 ging es auf den Bus. Ich wählte dieses mal den Intercity, das ist der Einzige Anbieter, der meine Strecke im Programm hat. Eigentlich erstaunlich. Aber egal. Es war mal wieder eine der schöneren Fahrten, ich sags euch. Das schottische Hochland wechselte zu Hart abfallenden Bergen, hoch, schneebedeckt. Majestätisch begannen sich die Täler zu öffnen und ich konnte auf ein Mal verstehen, warum Peter Jackson damals diese Berge für Herr der Ringe mit verwendet hat. Daher das ganze Unesco Schutzerbe ist, gab es nämlich auch keine Skihütten, die er wegretouchieren musste ;-) Nur ab und an vielleicht einen Hiker. Die Gegend ist bekannt für ihre wunderschönen, mehrtägigen Walks. Daher sich meine Schuhe ja immernoch in Christchurch befinden, kommt das für mich eh nicht in Frage, aber trotzdem fand ich es ziemlich heftig, dass man sich für manche Walks ein halbes Jahr vorher für einen Platz bewerben muss und dann erst noch einiges an Gebühren berappen muss. Für eine Wanderung! Keine gefährliche Wanderungen! So auf die Rigi rauf und so! Ihr versteht? Die Anna meinte, es käme über 300 Dollar schlussendlich - nur damit du loslaufen darfst... Für mich als Schweizer ist es somit sehr gut verkraftbar, NICHT zu laufen. Ich spar mir das für den Himalaya. Am Abend checkte ich dann ins Steamers Backpackers ein und genoss den Sonnenuntergang hinter den Bergen zusammen mit Noemi, einer reisenden Striptease-Tänzerin aus Genf. So eine Begegnung hatte ich auch noch nie :D Schon öfters hatte ich, besonders in Australien, Annoncen gesenen, wo das Horizontalgewerbe Backpacker sucht, die schnell gutes Geld machen wollen. Wer damit keine Probleme hat, braucht sich auch um das Reisebudget keine Sorgen zu machen - habe ich gestern wärend des Gespräches definitiv festgestellt. Lustig :D Für die nächsten Tage plane ich trotzt der Schweinekälte eine Kayaktour. Ich blättere soeben einige Prospekte durch, mal sehen ob was passt, sonst klau ich mir einfach eins und geh alleine los =) So und jetzt muss ich aufstehen. Auch wenn ich seit meinem 15 Dollar Haarschnitt keine Zeit mehr zum gut Aussehen brauche, muss ich jetzt endlich Los. Heute ist Waschtag! Bäh. Waschtag. =(
So, es ist nun Donnerstagmorgen und ich versuche verzeifelt aus dem Bett zu kommen. Ich geniesse es, dass mal niemand im Dorm ist und die einzige Person, die mich stören wird, ist die Putzfrau, die die Betten macht. Dann nutze ich doch die Zeit, bevor ich jämmerlich verhungere oder verfriere, um etwas von gestern zu erzählen, de, 6, April. Eigentlich wars gar nicht so viel. Ich hatte meinen Bus um 13:55 von Dundenin nach Te Anau. Te Anau liegt im Südwesten an einem tollen See und ist so Quasi das Tor zu den Milford Sounds. Viele Touren gehen von hier und es wird viel Gekayakt und geschifft. Das finde ich persönlich super, sollte auch das Wetter wieder besser werden in den nächsten Tagen. Daher ich noch Zeit hatte, ging ich zur Bibliothek um dort das gratis Internet zu nutzen. Herrlich. Ich war nun 4 Tage an einem Ort und habe keinen Cent für Internet ausgegeben. Ich erinnere mich an Tage, wo ich über 15 Dollar zahlen musste. Es ist einfach schon schweineteuer hier das Netz, eine versteckte hohe Einnahmequelle des Tourismus. Haha, ich war nicht der Einzige mit der Idee, die Bibliothek war quasi überrannt von Backpackern mit der selben Idee, da musste ich grad ein bisschen schmunzeln. Nach Big Mac Nummer 59 ging es auf den Bus. Ich wählte dieses mal den Intercity, das ist der Einzige Anbieter, der meine Strecke im Programm hat. Eigentlich erstaunlich. Aber egal. Es war mal wieder eine der schöneren Fahrten, ich sags euch. Das schottische Hochland wechselte zu Hart abfallenden Bergen, hoch, schneebedeckt. Majestätisch begannen sich die Täler zu öffnen und ich konnte auf ein Mal verstehen, warum Peter Jackson damals diese Berge für Herr der Ringe mit verwendet hat. Daher das ganze Unesco Schutzerbe ist, gab es nämlich auch keine Skihütten, die er wegretouchieren musste ;-) Nur ab und an vielleicht einen Hiker. Die Gegend ist bekannt für ihre wunderschönen, mehrtägigen Walks. Daher sich meine Schuhe ja immernoch in Christchurch befinden, kommt das für mich eh nicht in Frage, aber trotzdem fand ich es ziemlich heftig, dass man sich für manche Walks ein halbes Jahr vorher für einen Platz bewerben muss und dann erst noch einiges an Gebühren berappen muss. Für eine Wanderung! Keine gefährliche Wanderungen! So auf die Rigi rauf und so! Ihr versteht? Die Anna meinte, es käme über 300 Dollar schlussendlich - nur damit du loslaufen darfst... Für mich als Schweizer ist es somit sehr gut verkraftbar, NICHT zu laufen. Ich spar mir das für den Himalaya. Am Abend checkte ich dann ins Steamers Backpackers ein und genoss den Sonnenuntergang hinter den Bergen zusammen mit Noemi, einer reisenden Striptease-Tänzerin aus Genf. So eine Begegnung hatte ich auch noch nie :D Schon öfters hatte ich, besonders in Australien, Annoncen gesenen, wo das Horizontalgewerbe Backpacker sucht, die schnell gutes Geld machen wollen. Wer damit keine Probleme hat, braucht sich auch um das Reisebudget keine Sorgen zu machen - habe ich gestern wärend des Gespräches definitiv festgestellt. Lustig :D Für die nächsten Tage plane ich trotzt der Schweinekälte eine Kayaktour. Ich blättere soeben einige Prospekte durch, mal sehen ob was passt, sonst klau ich mir einfach eins und geh alleine los =) So und jetzt muss ich aufstehen. Auch wenn ich seit meinem 15 Dollar Haarschnitt keine Zeit mehr zum gut Aussehen brauche, muss ich jetzt endlich Los. Heute ist Waschtag! Bäh. Waschtag. =(
Dienstag, 5. April 2011
Pingu-Schnitzel und Robbi-Frikasé
5. April 2011 - Dunendin
Juhu, die Anna hat geschrieben. Gegen den Forecast, scheint doch tatsächlich die Sonne. *mist* ;-) Somit wird heute weiterziehen. Das heisst auch für mich, Schlechtwetterprogramm fällt aus und es geht auf Tour. Desswegen bin ich ja eigentlich hier. Wildlife! So sind wir verblieben, dass ich meinen Weg geh und sie ihren. Zum Glück hatte ich heute Pläne. Die Otango-Halbinsel, die Dunendin vorliegt, ist nicht nur einer der schönsten Plätze, den ich bisher in Neuseeland gesehen habe, sondern auch einer der letzten Lebensräume der Gelbaugpinguine (pop. etwa 1800) und der Hooker Seelöwen. Eines riesen Tieres, dass bis zu 400 kg schwer werden kann und von dem es noch etwa 180 (!) lebende Exemplare gibt. Etwas sehr exklusives erwartete mich somit an diesem Nachmittag und ich freute mich auch sehr darauf. Weil das ganze so weit weg und fast unzugänglich ist, habe ich eine Tour gebucht. 80 Dollar *autsch* Wobei ich zugeben muss, dass das Geld gut investiert war und nachdem ich gesehen habe, was Elm-Tours, der Veranstalter, damit anstellt, war mir der Preis Wurscht. Wir besuchten einige Pinguin Schutzzonen, die sie mit dem Geld dass sie den Sommer durch einnehmen, erweitern und so erfolgreich versuchen, die Population dieser vom aussterben bedrohten Tierart, zu erhöhen. Das gleiche gilt für die Seelöwen. Was sind das für riesen Fiecher. Wir gingen durch hohes Grass in der Nähe des Strandes, wo die Tiere gerne sich zum Schlafen legen, als plötzlich ein ausgewachsenes Männchen hinter uns stand und auf uns zulief. Da hiess es nur noch rennen! Boa, was hab ich da aus der Wäsche gekuckt. Nach 20 Meter hatte der faule Sack aber genug und legte sich wieder zum schlafen hin. Ich bin ja kein Biologe, aber ich bin froh, war das Tier ziemlich schlank und ausgelaugt, was seine Lust auf Menschenfleisch etwas verringerte ;-) Wirklich spannend ist auch, wie Seelöwen, Robben und Pinguine nur wenige Meter voneinander entfernt leben, weiss man doch, dass der Seelöwe nichts gegen Pingu-Schnitzel oder Robbi-Frikasé hat. Etwas entäuscht war ich dann aber von den Japanern, die Pingu nicht kannten. Tsü! Der ist so berühmt da (jetzt wirklich), wie kann man den nur nicht kennen hehe.
Ich weiss gar nicht, ob ich das schon geschrieben habe und ich hab auch keine Lust nach zusehen *fauler sack du*. Operation Chrispy Chicken wird ein Revival erleben. Ben fliegt am 21. April nach Nelson, im Norden der Südinsel, wo er für 5 Tage die Anne und Lisi besucht. Es wird zwar etwas stressig, möchte ich doch noch die ganze Westküste hoch, aber ich sollts auf den Tag eigentlich auch dahin schaffen. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber ihr kennts, alleine sein ist scheisse und mal wieder unter freunden sein, dass wird uns allen gut tun. *juhui* :D
Juhu, hab grad eine Nachricht von Anna erhalten, per Comebox von nem Münztelefon. Sie versucht mich in zwei Tagen in Te Anau einzuholen. Wie toll ist das denn =)
Juhu, die Anna hat geschrieben. Gegen den Forecast, scheint doch tatsächlich die Sonne. *mist* ;-) Somit wird heute weiterziehen. Das heisst auch für mich, Schlechtwetterprogramm fällt aus und es geht auf Tour. Desswegen bin ich ja eigentlich hier. Wildlife! So sind wir verblieben, dass ich meinen Weg geh und sie ihren. Zum Glück hatte ich heute Pläne. Die Otango-Halbinsel, die Dunendin vorliegt, ist nicht nur einer der schönsten Plätze, den ich bisher in Neuseeland gesehen habe, sondern auch einer der letzten Lebensräume der Gelbaugpinguine (pop. etwa 1800) und der Hooker Seelöwen. Eines riesen Tieres, dass bis zu 400 kg schwer werden kann und von dem es noch etwa 180 (!) lebende Exemplare gibt. Etwas sehr exklusives erwartete mich somit an diesem Nachmittag und ich freute mich auch sehr darauf. Weil das ganze so weit weg und fast unzugänglich ist, habe ich eine Tour gebucht. 80 Dollar *autsch* Wobei ich zugeben muss, dass das Geld gut investiert war und nachdem ich gesehen habe, was Elm-Tours, der Veranstalter, damit anstellt, war mir der Preis Wurscht. Wir besuchten einige Pinguin Schutzzonen, die sie mit dem Geld dass sie den Sommer durch einnehmen, erweitern und so erfolgreich versuchen, die Population dieser vom aussterben bedrohten Tierart, zu erhöhen. Das gleiche gilt für die Seelöwen. Was sind das für riesen Fiecher. Wir gingen durch hohes Grass in der Nähe des Strandes, wo die Tiere gerne sich zum Schlafen legen, als plötzlich ein ausgewachsenes Männchen hinter uns stand und auf uns zulief. Da hiess es nur noch rennen! Boa, was hab ich da aus der Wäsche gekuckt. Nach 20 Meter hatte der faule Sack aber genug und legte sich wieder zum schlafen hin. Ich bin ja kein Biologe, aber ich bin froh, war das Tier ziemlich schlank und ausgelaugt, was seine Lust auf Menschenfleisch etwas verringerte ;-) Wirklich spannend ist auch, wie Seelöwen, Robben und Pinguine nur wenige Meter voneinander entfernt leben, weiss man doch, dass der Seelöwe nichts gegen Pingu-Schnitzel oder Robbi-Frikasé hat. Etwas entäuscht war ich dann aber von den Japanern, die Pingu nicht kannten. Tsü! Der ist so berühmt da (jetzt wirklich), wie kann man den nur nicht kennen hehe.
Ich weiss gar nicht, ob ich das schon geschrieben habe und ich hab auch keine Lust nach zusehen *fauler sack du*. Operation Chrispy Chicken wird ein Revival erleben. Ben fliegt am 21. April nach Nelson, im Norden der Südinsel, wo er für 5 Tage die Anne und Lisi besucht. Es wird zwar etwas stressig, möchte ich doch noch die ganze Westküste hoch, aber ich sollts auf den Tag eigentlich auch dahin schaffen. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber ihr kennts, alleine sein ist scheisse und mal wieder unter freunden sein, dass wird uns allen gut tun. *juhui* :D
Juhu, hab grad eine Nachricht von Anna erhalten, per Comebox von nem Münztelefon. Sie versucht mich in zwei Tagen in Te Anau einzuholen. Wie toll ist das denn =)
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