Donnerstag, 30. Dezember 2010

Der Tag vor Sylvester

Was??? Nur noch 2 mal schlafen??? .d eerDer

Nun ja, es kam etwas anders. Aus der massenhaft erwarteten Freizeit wurde nichts. Nichtmal die 3 Tage Urlaub, die ich noch erhielt, waren genug um all den aufgekommenen Emotionen gerecht zu werden. Als wäre es nicht genug gewesen, ganze Freitage auf der Gemeinde und beim Zivilschutz zu verbringen, so drehten nicht nur die Institutionen durch, sondern auch mein Umfeld und ich. Alles lag an der Zeit. Aber ich hätte alle Zeit des Universums haben können, ich hätte nicht allem gerecht werden können. Was lerne ich daraus? So viel Zeit zur Vorbereitung ist Gift. Bei mir warens nun gut 14 Monate - ZU VIEL. Du willst alles perfekt machen. Du willst der Messias sein, der für alle da ist und allem gerecht wird. Schlussendlich musst du schaun, dass dein Rucksack auch gepackt ist, wenns losgeht. Ja, mit solchen Problemen schlag ich mich rum und ich versteh jeden, der sich am Tag vor der Abreise wünscht, er hätte den Flug einen tag früher gebucht. Das ist kein Vorwurf an irgendjemandem - Mir scheint, dass ist einfach so.*uff*

Ich mein, meine Eltern sind ja mal vor allen anderen die Grössten. Sobald sie gemerkt haben, dass ichs ernst meine ging es los. Manchmal fast ein bisschen zuviel, aber schlussendlich genau genug, so dass sich meine Schwächen mit ihren Stärken ergänzt haben und wir uns in dieser Zeit sicher etwas näher gekommen sind. Mami will mich sogar in Neu Seeland besuchen, weil ich ja dann Geburtstag hab. Sie sagt zwar, sie habe es ad acta gelegt, so ganz glaub ich ihr das aber nicht. Vielleicht wird sie noch vor mir in Tibet sein. Zuzutraun wäre es.

Morgen ist Sylvester. Eigentlich ein total überbewerteter Feiertag, der aus Macht der Gewohnheit einfach eine gewisse Importanz gekriegt hat in meinem Leben. Ich Dubel hätt den Flug echt um einen Tag verschieben sollen... Dann wär ich dem ganzen Stress wohin und mit wem und warum überhaupt entgangen. Mal sehn wie das kommt... Ich bin doch etwas nervös; will ich doch niemanden verletzen. 

So, jetzt werd ich mich mal ans Packen begeben. Mal alles rauslegen und Checkliste abarbeiten. Eigentlich sollte alles da sein. So auch meine neue Sony NEX 5. Eine tolle Kompaktkamera, bei der man Objektive draufschrauben kann. Jetzt kann ich endlich mit all den Vorzügen einer Spiegelreflex arbeiten und bin weder pleite, noch hab ich 3 Kilo und 50 cm² Mehrgepäck. Ach, ich freu mich mit dem Ding zu arbeiten.

So, ich denke ihr werdet wieder von mir hören, wenn ich dann in Australien angekommen bin. Meine erste Station wird Melbourne sein. ich hab keine Ahnung, was mich da erwartet. Meine Host-Mum irgnoriert fleissig meine Emails und in Tasmanien hat Frau Holle dass Gefühl, es müsse im Sommer schneien. Nichtsdestotrotz, am Samstag um 21:45 gehts los. Über Dubai nach Melbourne. Ach, was wird das toll. Eine gute Freundin hat mir heut gesagt, dass man manchmal Egoist sein muss, auch wenns anderen weh macht. Ich geb mein bestes, ein so grosses Arschloch zu sein, dass man mich doch wieder gern haben muss *schmunzel*

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Vorbereitungen

Der etwas andere Advent..d eerDer

Ich werde versuchen in den nächsten Tagen einige Einträge über meine Vorbereitungen zu schreiben. Fast wie ein Adventskalender, vielleicht nicht ganz so Präziese, aber sicher der einzige Kalender, andem Weihnachten auf Sylvester fällt. *hihi*

Damit man einfach so Verreisen kann, braucht es einiges an Vorbereitung. Das hab auch ich gemerkt und bin wirklich froh, dafür genügend Zeit zur verfügung zu haben.

- Impfungen für die bereisten Gebiete
- Versicherungen
- Rucksack
- Bürokratie auf der Gemeinde (Zivilschutz abmelden, AHV-Einzahlung - damit keine lücken entstehen... u.ä.)
- Bürokratie auf der Bank (Vollmachten erteilen u.ä.)
- Visa einholen
- Ein plan davon, was man in etwa machen will (aber bitte nicht für ein Jahr alles durchplanen, nein, nein!
- Geld sparen.
- Arbeitsplatz künden. (und vorallem die Kündigungsfrist absitzen)
- Papiere prüfen (Pass, ID, Fotos für Visa, kopien, usw.)

Am Anfang klingt das alles noch relativ übersichtlich. Ich durfte dann aber schnell merken, dass es einiges an Zeit benötigt, allem nachzukommen. Zudem ist es auch zum Teil erschreckend teuer. Alleine die Impfungen haben mich Sfr. 650 erleichtert, was für einen Traveller ohne Budget sowieso schon einem kleinen Bankrott gleich kommt. Es gibt aber auch gute Seiten: So bin ich nun super versichtert, Franchise angepasst und vom Turnverein noch eine Gepäckversicherung gekriegt. Weil ich ja immer alles irgendwo liegen lasse. *pff* So bezahle ich gleich viel, wenn nicht weniger, wie vorher. Wer braucht schon eine Akupunktur-Alternativversicherung? Ich lass mich höchstens von Mücken stechen.

Jaja, das liebe Geld. Mir ist ja bewusst, dass ich an vielen Orten ein Geldsack mit Beinen sein werde, aber dass mich das Thema jetzt in der Vorbereitung so beschäftigt, ist schon überraschend. Jede grosse Ausgabe tut doppelt weh und jedes kleine Einkommen löst dafür umso mehr Freude aus. *hua* Als meine Steuerrückzahlung kam, war für mich ein total verkorxter Tag gerettet. Mal sehen wie ich mich verhalte, wenn dan wirklich mal was kommt. Z.B. die Buchung der Tibetreise. Oder die Feststellung, dass ich in Australien und NZL zu viel gebraucht hab?. Spannend ist es auch in Reisebudgettagen zu denken. Wenn ich am Kiosk 4.50 für ein Red Bull ausgebe denk ich mir, dass ich an anderen Orten dafür ein Warmes Bett mit Dusche und eigener Toilette bekomme. Das ganze Verhältnisrechnen beginnt schon hier - und ist ein wilkommener Freund beim Sparen. Mal sehen, wies um mein Konto dann wirklich steht... am 1.1. Seid gespannt.

Dienstag, 7. September 2010

Es ist an der Zeit...

...die ersten Zeilen zu schreiben. 

Es ist schon krass... Um mal ganz ehrlich zu sein und vielleicht ein bisschen Eigenlob zu platzieren, ich hätt nicht gedacht, dass ich wirklich so weit komme. Als ich mich damals entschieden hatte, auf Reisen zu gehen, glaubten alle an ein weiteres Luftschloss, dass sich der Lukas da baut. Ich hatte nicht vor, irgendjemandem das Gegenteil zu beweisen. Gar nichts wollte ich beweisen - nur bereisen. Endlich mal für mich schauen, auf alles und alle scheissen... ich war damals an einem Punkt, der mir solche Gedanken erlaubte. Jetzt sinds noch 3 Monate bis es losgeht. Ich schaffs - und bin genauso verwirrt, wie auch zielstrebig. 

In diesem Sinne.