Sonntag, 31. Juli 2011

Panda Day - by mel (editiert und vollendet by Luke)

31 Juli 2011 - Chengdu - angenehm kühl

Wow, wie ich mich freue heute endlich Pandas zu sehen. Um 07:45 Uhr in der früh gings los, nachdem ich Lukas sicher 3 mal geweckt hatte, er sich dann aber nur genervt umdrehte und weiterschlief. (Lukas: Das Aufstehprozedere war auf die Minute geplant und ich lasse mir dabei nicht gern dreinreden :P) Schlussendlich stand er dann aber trotzdem auf. Wer will denn schon keine Pandas sehen?

Angekommen in der Panda Base konnte ich es wirklich kaum mehr erwarten. Pünktlich zur Feeding Zeit um 08:30 Uhr standen wir da und sahen 3 noch etwas jüngere Pandas genüsslich ihren Bambus essen. Ich hätte losheulen können, denn die waren ja sowas von süss!!! Später sahen wir dann auch noch ein Panda-Mami mit zwei Panda-Kindern am herumtollen. Hach, ich bin sowas von Panda-Fan :)

Die Chinesen mögen die Pandas sehr. Oft hört man ein Ohhhh oder ein AAAAhhhh wenn sie sich mal wieder ungeschickt verhalten und den Hügel runterpurzeln.

Luke: Die Mel ist gerade Powernappen, sie ist wohl so geschafft von den Eindrücken. Ich vollende das hier.
Sie hat sich sogar überlegt, mit einem Panda für ein Foto zu posieren. Ihr kennt ja die Facebook-Profilbilder von euren Freunden, wenn sie in Australien waren. Alles muss geknudelt und gehalten werden. :P Auf jeden Fall ist das mit Pandas halt doch etwas Spezielles. Vom Giant Panda gibt es nur noch sehr sehr wenige Exemplare und er ist auch wegen seiner Faulheit vom Aussterben bedroht. Das macht ihn zu einem sensiblen Wesen, bei dem man genau aufpassen muss, wie nahe man den Tourist an das grösste Maskottchen Chinas (und des WWF) herankommen lässt. Das erklärte dann wohl auch den enormen Preis von 1000 Yuan für eine Minute halten und Foto machen. Klar es ist was spezielles. Aber für dieses Geld leben Menschen in China mehrere Monate und dem Panda gehts ohne auch besser.

Schweren Herzens liessen wir es sein. Wenn die Mel schon so viel Geld ausgeben sollte, dann müsste sie auch wirklich Zeit kriegen um es zu erfahren und nicht nur für ein weiteres Profilbild zu posieren. Trotzdem, es war ein super Ausflug und wir sahen erstaundlich aktive Tiere. Ein Besuch hier ist wirklich Pflicht und das Geld wert.

Heute Abend wird noch gepackt und dann gibts sicher noch ein Bier mit Mike und morgen heisst es dann: Welcome back, HONG KONG!!!



Kunming Hannah and Big Nose Mike. (by Luke)

30. Juli 2011 - Xian - Chengdu

Die Busfahrt war dieses Mal erstaundlich angenehm. Wir sassen in der Frontreihe und hatten die Grösste Beinfreiheit von allen. Das ist nur fair, haben wir ja auch die längsten Beine. Kaum in Chengdu angekommen, haben wir die Hannah wiedergetroffen. Im Gegensatz zu uns hat sie mehr Zeit in Xian verbracht und ist nun auf dem Weg nach Kunming, wo sie für zwei Monate leben wird. So ergab sich, dass wir uns in der Mitte, in Chengdu wieder getroffen haben.

Ein weiteres Wiedersehen gab es mit meiner Bankkarte :D Ihr erinnert euch, dass mir damals in Vietnam meine Karte ab Handen kam und ich eine neue nach Chengdu bestellt habe, die mich damals nicht erreichte? Diesmal war sie da. Die Lieferung dauerte 7 Wochen, anstelle der von der NAB versprochenen 2. Haste Töne.

Um einen Tag der Bekannten zu kompletieren, tauchte doch der Mike wieder auf. Der Mike, mit dem die Emma und ich wärend des ersten Besuches viel Zeit verbrachten. Er ist hängen geblieben und lebt zu meiner Überraschung immer noch hier im Hostel. Er hat zwar gearbeitet, aber das Ambiente des Sims Cozy scheint ihn nicht mehr losgelassen zu haben. Losgelassen haben wir dann aber den Partytiger und die sonst eher stille Bar wurde zum Wasserloch gemacht. Leider hat die Mel das ganze nicht mitgekriegt, weil sie voller Vorfreude  auf die Pandas früher Schlafen ging. Das werden wir aber morgen sicher nachholen. Die Hanna hielt tapfer durch und ertrug ganz viel Männlichkeit.

Ansonsten haben wir nicht so viel gemacht. Wir gingen noch etwas an Geschenken kaufen und bereiteten uns psychisch auf Morgen vor. Den Besuch des Panda Breeding Research Centers hier in Chengdu. Der Hauptgrund unseres Kommens. Chengdu an sich ist halt nicht viel mehr, wie viele andere Städte in China. Einige Tempel, die ja eh inzwischen alle gleich aussehen und vom Staate China zum Disneyland gemacht wurden. Wir sind immer noch etwas am Leiden und ich hatte sogar leichtes Fieber heute. Es nervt. Immerhin hat das Baden gestern die Schmerzen in den Beinen gelindert. Zum Glück passen wir gut aufeinander auf. Das tut sehr gut.

Freitag, 29. Juli 2011

Hot water for hot people

29. Juli 2011 - Xian

Mel:
Nachdem ich gestern noch mit zwei Chinesen in der Bar sitzen blieb, ging Lukas mit der Carina aus. Um 11 Uhr heute morgen weckte ich dann den Lukas, der leider nicht so ausgeschlafen wirkte wie ich :) Nach meinem tollen Frühstück (Beans und Cheddar Cheese Tortillas) entschieden wir uns dann zu den Hotsprings zu fahren, die sich dann als ziemlich teuer, dafür aber toll erwiesen. Mit 5 anderen vom Hostel teilten wir uns dann einen Raum, in dem das Wasser ziemlich heiss und entspannend für unsere Muskeln war. Ich war froh, ging ich mit den anderen mit, obwohl ich mir eigentlich überlegte einen ruhigen Tag im Hostel zu machen. Nach den Hotsprings hatten Lukas und ich dann wieder nur knapp Zeit um uns zu verabschieden und zum Bus-Terminal zu fahren. Während Lukas noch Essen holte, blieb ich beim Bus-Terminal und wartete. Eine blonde, westliche Touristin alleine vor dem Gebäude. Da kamen doch glatt etwa 20 Chinesen angerannt, mit offenem Mund und machten tausende Fotos. Irgendwie mag ich die Chinesen mit ihrem freundlichen, aufdringlichem Foto-Fetisch.

Lukas:
Ich habe nach insgesammt bald 2 Monaten in China langsam Mühe mit der Grauheit des Wetters hier in China. Ist es nun Smog oder einfach nur Wasser in der Luft, es bedrückt mich und nimmt mir sämtlichen Elan. Das finde ich extrem Schade und ich beginne mich etwas Schuldig zu fühlen gegenüber Mel. Ich freue mich sehr auf Hong Kong und auf die Gegenden in China, in denen kein Smog hängt. Ich hoffe da, meine Kraft wieder zu finden. Das Baden heute in den Hotsprings war echt toll und ersetzt den Touristenaufmarsch bei den Terracotta Warriors, die wir nun nicht gesehen haben, ohne weiteres.

Kotzanfälle und Wasserfüsse (by mel)

28. Juli 2011 - Zhengzhou - Xian

Lukas und ich können beide immer noch nicht sehr gut laufen - vor allem die bösen Treppen versuchen wir zu vermeiden. Doch genug von der Nörgelei, denn heute sind wir im wunderschönen Xian angekommen. Zwar muss ich noch anmerken, dass die Zugfahrt wieder einmal nicht das Tollste war. Gestern nach dem Shaolin Tempel genossen wir noch ein wenig Ruhe im gemütlichen Shaolin Youth Hostel in Dengfeng. Als wir dann exakt um 19:09 Uhr beschlossen haben, uns auf den Weg nach Zhengzhou zurück zu machen, erwähnte das liebe Mädchen vom Hostel, dass doch der letzte Bus um 19:00 Uhr gefahren sei. DAMN!!! Dann kam aber noch der liebe Junge und erklärte uns, die Deadline sei um 19:30 Uhr - und schon sassen wir im Taxi. Natürlich war an JEDER Ampel Rot, welch Wunder *grml*. Um die Geschichte aber nicht zu spannend zu machen: Wir haben den Bus natüüüürlich noch erwischt.

Als wir dann im verspäteten Zug sassen, war ich immer noch geschockt von der Drängelei der Chinesen, dem Lärm und den vielen Menschen. Als hätten wir nicht schon genug stressige Situationen hinter uns, mussten wir auch noch 7 Stunden lang auf einem Hard Seat in einem Zug voller Chinesen aushalten. Lukas hat die meiste Zeit geschlafen, auch wenn eher unbequem, und ich konnte da nicht viel schlafen... würgende, spuckende und kotzende Chinesen helfen nun einmal einfach nicht beim Einschlafen.

Angekommen in Xian buchten wir gleich den überteuerten Bus nach Chengdu, der morgen um 19:00 Uhr losfährt. Leider viel zu wenig Zeit für humpelnde Reisende in dieser mir wirklich eindrücklichen, schönen Stadt. Toller Pick-Up Service des Hostels brachte uns in dieses sehr gemütliche Backpackers, wo Lukas sich dann auch gleich schlafen legte. Ich hingegen ging duschen und ging Xian entdeckten. Im Muslim Quarter blieben ich und mein Geld dann auch hängen - ein paar Geschenke sind auch darunter, vor allem das Mami darf sich jetzt schon freuen. :) Mittags war ich dann zurück, als Lukas sich auch mal dem Wachsein widmete. Wir erledigten ein paar administrative Dinge und diesmal kam auch Lukas mit. Noch einmal wurde viel Geld im Muslim Viertel liegengelassen und die Moschee wurde wieder nicht gefunden. Egal, wir waren sowieso zu müde.

Kurzes Fazit zum heutigen Tag: In der Apotheke bekam ich nur einen komischen Mückenspray gegen meine angeschwollenen Füsse (die ganze Stadt spricht Englisch, nur die Wichtigsten nicht!), Lukas hat sein Kamera-Kabel wohl in Dengfeng liegengelassen und gerade eben habe ich erfahren, dass er seine hart erhandelten Converse ausgeliehen hat, damit hier einer nicht barfuss herumlaufen muss, weil er keine Schuhe hat. Hoffen wir auf ein tolles Sightseeing bei den Terracotta Warriors morgen.

PS: Lukas hat nicht seine neuen, hart erhandelten Converse ausgeliehen, sondern seine nicht mehr gebrauchte verschenkt. ;)

Bild: Pagoda-Forest in Dengfeng und 500 Buddhas auch Denfeng


Mein Comeback als Shaolin (by Luke)

27. Juli 2011 - Dengfeng

Ein kleiner Traum geht heute in Erfüllung. Wenn man doch schon beim Shaolintempel ist, dann wollte ich da auch meine etwas angestaubtes Kung Fu auffrischen. Für zu viel Geld habe ich mir meinen eigenen kleinen Shaolin-Mönch gebucht, der mich dann morgens um 7 zuerst mal anette Halbestunde den Berg hochjagte. Anschliessend gabs unmenschliche Dehnübungen. Es ist sehr überraschend, wie fit ich noch bin. Am Ende durfte ich noch eine Reihe von Shaolin-Punches lernen, was dann doch sehr anträngend war. Mein Shifu war sehr ungeduldig. Bei den Chinesesn sieht das immer so toll aus und ich wie ein Hampelmann. Es war auf alle Fälle ein Reisenspass! 

Auch wenn das Shaolin Kloster zu einer Touristenmaschine verkommen ist und auf dem Showcampus mehr Westliche, wie Chinesen an ihren Skills feilten, ist es eine wohltat, dass man gegen etwas mehr Aufwand auch sein China bekommt, wie man es aus dem Reiseführer kennt. Beim Shaolintempel muss man einen 6 Stunden Hike auf sich nehmen, wobei man tiefer in die Berge vorstösst. Da findet man die Tempel, wo die Meister trainieren und auf den Dächern rumspringen und so. :D Aber Menschenskinder - unsere Beine!!!



Mittwoch, 27. Juli 2011

7000

26. Juli 2011 - Dengfeng

Jaja, lustig wars gestern, ich stimme ja zu. Pfff. Melanie.

Allerdings verstehe ich, dass wir nach einem solch strengen Tag keine Lust mehr hatten, gross etwas zu schreiben. Wir haben natürlich den Schneckenzug von Beijing nach Zhenzhou erwischt, der anstatt sechs Stunden deren 11 benötigte. Als wir dann um 22 Uhr in Denfeng eintrafen, hatten wir zusätliches Ticketkaufen (Wir kaufen die Tickets jetzt nur noch im Voraus so gut es geht, um nicht mehr irgendwo hängen zu bleiben) und zwei Stunden Bussfahren in den Knochen. Uff.

So schliefen wir heute aus. Gegen Nachmittag probierten wir das Restaurant um die Ecke und waren geschockt. 13 Quai für einen Teller voller Nudeln und Gemüse. Wir sind definitiv nicht mehr in Beijing. Auch das Hostel kostet nur noch die Hälfte.

Dengfeng ansich ist bekannt für den Shaolin-Tempel. Hier in dieser Gegend liegt die Wiege aller Chinesischer Kampfsportkunst. Nicht nur das, auch einer der fünf heiligen Berge der Taoisten, der Songshan, befindet sich gleich am Stadtrand. Grund Genug für uns da mal etwas Sightseeing zu betreiben. Zuerst besuchten wir aber noch eine Alte Akademie, die von Confuzius selbst gegründet worden war. Das war etwas sehr schönes, denn der Park war voller wunderschöner Pflanzen und Bäume. Mal etwas zum verweilen und nicht so Grau und Quadratisch wie noch in Beijing.

Als Highlight des Tages, stellte sich dann aber das Besteigen des Songshan heraus. Ja, wir haben heute einen Berg bestiegen. Das passierte eher zufällig. Wir wollten eigentlich eine Pagode am Fusse des Berges anschauen, als uns ein Minivan mitnahm und ein bisschen weiter fuhr, wie geplant. Plötzlich standen wir vor Treppen. Nun gut, das kann ja nicht so weit sein und da oben wird sicher etwas sein, wenn alle da hoch laufen. Ich in Converse und Melanie in Flipflops. Na toll. Aus den Fünf Minuten wurfen zehn. Aus den 200 Stufen schlussendlich gegen die 7000. Unterwegs passierten wir wunderschöne in die Felsmauern gebaute Tempel und Schreine. Das motivierte noch ein Stück weiter zu gehen... Bis wir nicht mehr konnten. Der Ausblick Leute, der Ausblick! Es war schon spät und wir mussten umkehren. Schon wieder sind wir an die Grenzen gegangen. Und es hat sich gelohnt auch wenn wir jetzt kaum noch gehen können. Für mich steht morgen eine Lektion Kung Fu im Shaolin Kloster an. Au-Weiha. Will doch nicht mehr stehen :)



Montag, 25. Juli 2011

Die Geschichte von Lukas und dem Pissoir-Dixie-Klo in der Mongolei.

25. Juli 2011 - Beijing - Dengfeng (by mel) 

Gemütlich sitzen Lukas und ich im McDonalds in Zhengzhou, als er mir diese Geschichte erzählte. Da war er mit der Emma am Nadaam-Festival und musste ganz
dringend mal grösser aufs Klo. Bevor sein Entscheid auf das Plätzchen zwischen den Autos gefallen war, fanden die beiden dann doch noch ein Dixie-Klo. Er musste noch dafür bezahlen und freute sich schon sehr auf die erwartete Erleichterung. Beim Hineintreten merkt er, dass da nur ein Pissoir stand... Ohoh! Lange Rede, kurzer Sinn: Er machte sein Häufchen in ein Pissoir, das natürlich nicht gespült werden konnte. Sichtlich erschrocken nach dem Geschäft musste er sich einen Plan überlegen. (In diesem Moment dachte ich, er hätte sich sein Dings gepackt und weggebracht - damit die Besitzerin das nicht wegmachen müsste. So wars dann aber nicht...)

Er öffnete die Türe und erklärte der Emma mit deutlicher Mimik und Gestik, dass sie sich aus dem Staub machen sollte. Nachdem Lukas dann die Türe wieder zumachte und die Besitzerin ihn fragte was da los sei, hat er 10 Sekunden gewartet...

und dann rannte er los.

Sonntag, 24. Juli 2011

Der Blitz hat eingeschlagen

24. Juli 2011 - Gubeikou - Beijing (by mel)

Um 09:30 Uhr gings heute mit dem Bus zurück nach Beijing. Ohne Essen im Magen kamen wir in Beijing an, wo Lukas eigentlich schon wieder in den McDonalds wollte, sich aber doch für den Bacon Burger im Sanlitun Hostel entschieden hatte. Nachdem wir alle etwas zu Essen kriegten gings los zur Central Station. Hannah hatte ihr Ticket nach Xian schon, nur Lukas und ich waren so blöd und hatten noch keins gekauft. Prompt war alles "fully booked" und so konnten wir erst für morgen um 08:28 ein Zugticket nach Zhengzhou (Lukas freut sich wie ein kleines Kind, weil er nur so vom Shaolin Kloster schwärmt) ergattern.

So verliess uns Hannah und machte sich auf den Weg nach Xian, währenddessen suchten Lukas und ich ein Hostel in Beijing. In der Ferienzeit ist es ziemlich schwierig zu reisen, das merkten wir heute extrem. Bei der U-Bahn trafen wir dann 3 Afrikaner, die uns geholfen haben, ein Hostel zu finden. Nach einigen Stunden kamen wir dann ins Saga Youth Hostel in den Hutongs, das letzte billige Hostel mit mehr oder wenigen freien Zimmern. Die Rezeptionistinnen (mit den hässlichen Kleidern) mussten zuerst überlegen was sie tun sollen, da sie die Zimmer wohl überbucht hatten. Schlussendlich kamen wir dann aber doch zu unseren 2 Betten in einem 8-Bett-Dorm. Nach diesem anstrengenden und komplizierten Tag wirkt das für uns wie ein kleiner Lichtblick.

Als wir auf der Suche nach einem Hostel waren, fing das Unwetter an. Seither regnet es in Strömen. Auch als wir uns von den Afrikanern verabschiedet hatten, schlug dieser eine Blitz - nicht weit entfernt von uns - ein. Mein rechtes Ohr ist geschädigt. Und Luke schrie wie ein Baby. (Nein, SPASS BEISEITE!) Todesangst lag in der Luft. Bin ich froh, haben wir ein Dach über dem Kopf und ein Bett, in dem wir wohlbehütet schlafen können.

Wir freuen uns sehr auf morgen, vor allem weil wir da endlich aus Beijing rauskommen und etwas andere Luft schnappen können. Übrigens: Unsere Pläne ändern sich jeden Tag.

<3 <3 <3

(PS: Flurina wird im November für ein Praktikum in Thailand sein. Lukas hat fest im Sinn, sie da zu besuchen.)

Samstag, 23. Juli 2011

Gubeikou-Great-Wall

23. Juli 2011 - Gubeikou

Das Great Wall Box House ist eine Perle an Hostel. Mitten in einem traditionellen Chinesischen Dorf gelegen, indem die Leute einen anderen Rhythmus haben wie noch in der Stadt, ist der Kontakt vorprogrammiert. 

37 Grad und es wird noch heisser. Es ging an das besteigen der Grossen Mauer. Wir mussten suchen um den Weg hinauf zu finden. Bereits am Morgen war es heiss, sehr heiss. Ich bin mir ja schon einiges gewöhnt, aber das mir die Hirnflüssigkeit wegdampt, ist neu. Wir hatten zwar genügend Wasser dabei, aber bei dem Tempo wo wir Flüssigkeit verlieren, braucht es bessere Ausrüstung.

Nach gut 30 Minuten waren wir wie tod und schleppten uns über die Steine der sich uns immer weiter eröffnenden Mauer. Der Ausblick ist das, was jeder Wall-Besucher sich wünscht. Der Natur überlassen und keine Menschenseele. Nun, das hat auch seine Nachteile. WIr dachten, das jetzt nichts mehr ginge. Uns war schlecht und Melanie brauchte dringend Schatten. Dabei haben wir genug getrunken und ein angemessenes Tempo gehabt. Das Wetter war brutal.

Nach kurzer Rast und weiterem Vorankommen, wurde es denn angenehmer. Ab und an war Schatten und die Steigungen waren nicht mehr so krass. Wir schafften es innert 3 Stunden zu einem Abgang, den wir nach mayestetischem Sitzen auf einem der verlassenen Türme, dankbar in Angriff genommen haben.

Dieser Trip auf die Wall war das härteste und gefährlichste, das ich bisher auf meinem Trip erlebt habe. Nicht wegen der Strecke, sondern dem Wetter. Und  gleichzeitig wird es uns auf ewig in Erinnerung bleiben, wie wir als einzige, kilomerterweit auf der Mauer waren. Besser gehts nicht. Es war ein Traum.

Der Besitzer des Hostels ist Künstler und Tibet-Spezialist. Durch ihn habe ich viel erfahren über das organisieren eines trips und bin auch uptodate was die Schliessung der Gegend anbelangt. Einige Chinesische Teile Tibets werden bis im März geschlossen sein, genauso wie untypische routen im Land selber. Da muss unvorstellbar der Teufel losgewesen sein die letzten Wochen. Klingt hart, aber da ist Norwegen nichts der Gleichen.


Raus aufs Land

r22. Juli 2011 - Beijing - Gubeikou (by mel)

Heute gings wirklich mal früher los. Um 9 Uhr sind wir aufgestanden - was an ein ziemliches Wunder grenzt. Wir waren beide angespannt und der Morgen verlief nicht wie geplant. Als ich dann aber am Mittag ein SMS von Hanna kriegte, entspannte sich alles ein bisschen. Wir trafen Sie in unserem Hostel in Bejing und verstanden uns auch von Anfang an super. Lukas und mein Plan war nämlich in ein abgelegenes Gebiet der Chinesischen Mauer zu fahren und die Hanna schloss sich uns an.

So sind wir nun also hier, in einem supertollenmegagigantischenheimeligen Hostel und trinken Biere und rauchen zu viel. Ich habe mich gleich in das Hostel verliebt, denn als wir ankamen, liefen da zig junge Kätzchen herum, soooo süss!! (Gruss ans Mami!)
Morgen solls dann hoch auf die Chinesische Mauer gehen mit einer 5-stündigen Wanderung. Das wird ja mal ein Abenteuer! Wir haben auch beschlossen eine Nacht länger hier zu bleiben, weil es einfach zu schön ist. Die Hostel-Besitzer sind zwei ganz tolle Personen und auch die anderen vier Gäste hier sind echt nette Amis. Wir haben hier einen gemütlichen und entspannten Ort gefunden um zwei wunderschöne Tage zu verbringen.

Die weiteren Pläne sehen dann in etwa so aus, dass die Hanna weiter nach Xian reist und uns verschlägt es wohl in die Innere Mongolei, nach Hohhot (nicht Hotnot oder Nothot, Lukas...). Wir werden uns dann aber alle wieder in Xian oder spätestens Kunming treffen.

So, es ist schon nach 12, geschlafen wird heute wohl auch nicht mehr viel. Prost, Skål, Gan bei!



Temple of Heaven

21. Juli 2011 - Beijing

Die Melanie wollte eigentlich heute schreiben. DAHER sie aber nebenan im Bett liegt und friedlich döst, werde ich das noch einmal übernehmen.

Natürlich sind wir gestern wieder hängen geblieben. Am Tisch sass Jonas, mit dem ich vor einigen Tages das Töggelitournier gewonnen hatte (jap, ich bin noch in Form), irgendein betrunkener Deutscher, ein verwirrter Deutscher und die Hanna und die Melanie. Das schien genug gewesen zu sein um uns bis in die frühen Morgenstunden zu beschäftigen und wieder einmal haben wir die Sonne hinterm Nebel aufgehen sehen.

Leider sahen wir dann auch die Sonne nicht aufgehen. Also ich zwar schon, aber die Mel wünschte dann doch, noch etwas länger zu schlafen *grins*. Es wurde dann 2 Uhr, bis wir los gingen zum Temple of Heaven.

Nun, wir waren beide etwas enteuscht. Alle diese Sehenswürdigkeiten hier in Beijing sind so unfassbar hässlich renoviert. Jegliches Leben darin wird von grossen Flächen und fehlender Spiritualität hinaus getilgt. Das ist sehr schade. Aber es ist ein treues Abbild vom heutigen China. Die Informationstafeln geben auch nicht mehr Preis als, wie hoch der Tempel ist und wann er gebaut wurde. Warum oder etwas Hintergrundinformationen scheinen die Chinesischen Touristen nicht zu wollen - Strömen sie trotzdem in Scharen hierher.

Vielleicht haben wir deswegen beschlossen, morgen das Hostel zu wechseln und etwas raus zu fahren aus der Stadt. Da soll es so ein Plätzchen geben, das bei einem unrenovierten Teil der Mauer steht und einem frieden und vorallem Einsamkeit verspricht. Die Hanna kommt vielleicht mit. Das wäre toll - nicht nur weil sie Chinesisch spricht ;-)



Donnerstag, 21. Juli 2011

Hot and sweaty night in Beijing

20. Juli 2011 - Beijing

Es war ja die letzten Tage schon sehr unangenehm. Heute hats dann aber den Vogel abgeschossen. Die Luft zum schneiden dick und der Smog massiv. Nichtsdestotrotz gings heute auf Sightseeingtour. Eigentlich wollten wir ja um 8 aufstehen. Aber unser Talent als Langschläfer hat sich durchgesetzt :)

Angekommen bei der Verbotenen Stadt suchte der Lukas nach dem Eingang. Ha, da ist einer, wo nicht so viele Leute stehen! Na dann los! Audioguide gemietet, Eintritt bezahlt und ab gings. Es war eine schöne Parkanlage und die Stimme in meinem Ohr erzählte uns so einiges darüber. Aber irgendwie war das nicht soooo begeisternd... und die Karte auf dem Gerät war auch nicht die selbe wie im Lonely Planet...

Jap... wir waren gar nicht in der Verbotenen Stadt, sondern in einem Park nebenan. Ich erwähne mal nicht, dass es über eine Stunde dauerte, bis wir merkten, dass wir gar nicht da waren, wo wir sein wollten. :D

Also raus hier und rüber in die grosse Schlange. Ja, das sieht schon mehr nach Verbotener Stadt aus :D Wir verbrachten einige Stunden mit herumgaunen. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist das fehlende Religiöse Element. Klar, wir sind hier in China. Trotzdem... Es lässt einfach alles noch viel kahler aussehen, als es sonst schon ist. Eindrücklich wars aber allemal und die Melanie steht in Attraktivität für Chinesische Kameras der Emma in keinem bisschen nach.

In den Hutons lief ich dann an einem tibetischen Souvenir und Reliquien-Store vorbei... und habe mir einen unglaublich schönen Dagger aus Silber gekauft. Endlich hab ich mal sowas Richtiges... nicht nur ein Schmuckstück oder so - nein eine richtige Reliquie :D

Es war ein langer Tag mit viel Schweiss und Kilometern in den müden Beinen. Morgen soll es dann endlich mal früh raus gehen. Ich glaube nicht so recht daran :P





Die Mel ist da :D

19. Juli 2011 - Beijing

27 grad und die Mel schmilzt. Dick eingehüllt in total überflüssigen Klamotten stand sie da. Ein Blick, ein pochendes Herz und Tränen. Umgeben von voyeuristisch veranlagten Chinesen hielten wir uns in den Armen. Ein wunderbares Gefühl, dass alles geklappt hat. Ein Stück meines Lebens aus der Schweiz flog mehr als 7000 Kilometer für diesen Moment. Das werden wir beide nicht so schnell vergessen...

Nun sitzen wir da, trinken Tsingtao (mit kaputter Oeffnung), Blue Van im Speaker. Zum ersten Mal seit Monaten spreche ich Schweizerdeutsch. Mit gelegentlichen Rückfällen ins Englische :)

Ich bin ziemlich überrascht, wie fit die Dame ist, hat sie doch inzwischen einen 30 Stunden tag hinter sich (Mel: nicht wie Lukas, der heute doch glatt kotzen musste, weil er mit einem Saudi-Arabier Shisha rauchen wollte). (Luke: Ja, mit seiner Pace konnte ich nich mithalten.) Auf alle Fälle haben wir bereits den ersten Ausflug in den Olympia-Park hinter uns. Ebenso die erste Taxifahrt, weil nämlich die Metro nach 23 Uhr nicht mehr arbeiten wollte. Schweinerei sowas. :D

Die Segel der Operation haben wieder Rückenwind erfasst. Mal sehen, wohin es uns treibt.

Gerne senden wir herzliche Grüsse an die Daheimgebliebenen. Wir werden euch die nächsten Wochen gehörig einversüchtig machen mit unseren Geschichten und Abenteuern. Muahahahaha.


Sonntag, 17. Juli 2011

Emmas words.

18. Juli 2011 - Beijing

Game Over...

...for this time.

So my trip got to an end at last. In about an hour I am going to the airport here in Beijing to catch my flight to Hongkong and two days after that I am flying back to Stockholm.

It has been some very intense and interesting weeks. I really enjoyed Lukas as a travelling partner and I had some nice time in Chengdu, Beijing and of course fantastic Mongolia.
Unfortunately everything has to come to and end and now it is time for me to go home. The only thing that will not reach an end is my friendship with Lukas.

I hope, from my heart, that he manage to get to Tibet and then to make his way throught Nepal and India.

When I flew to Hongkong to meet Lukas in the first place, I could not imagine that it would be so hard to leave for going home as it is now.
The good thing is that this is not the end, this is just the beginning of something new.

Aktivist?

17. Juli 2011 - Beijing

JouJou ist eine ganz spezielle Chinesin. Nicht nur, dass sie bald einen Kanadier heiratet. Sie ist auch ein sehr offener Mensch und eine der ersten Chinsesen hier auf dem Festland, die sich für die Wahrheit hinter der rotan Propagandamauer interessiert. Seit Monaten besitze ich eine Sammlung von Wiki-Leak-Einträgen über Tibet. Sie wollte sie sehen. Nach 20 Minuten hatte sie genug und eine Träne kullerte über ihr enteuschtes Gesicht. Wir sprachen nicht weiter.

Heute erhaltene FB-Nachricht aus Westchina von Ava Shackleford, getroffen in Ulan Baator:
we are still in sichuan, its abit cooler than beijing at least (apart from the food). our plans are kind of on hold at the minute because the police are sending people away from the west side (litang and even kanding), supposedly until tibet reopens on the 25th. after that, we'll go across and then down through shangri-la to the rest of yunnan.

Ebenfalls dicke Luft herrscht zwischen Emma und mir. Nicht negativ. Es ist nur, dass jemand wirklich ansprechen möchte, dass heute der letzte Tag ist. Morgen um 11.55 wird sie fliegen und man kann schon fast sagen, dass ein Ehra zu ende geht. Sie wird mir sehr fehlen, auch wenn wir bereits ausgemacht haben, wann und wo wir uns wieder sehen. Gleichzeitig kommt bald die Melanie an. Mein erster direkter Kontakt nach Hause seit der Abreise. Wir kennen uns seit Jahren und pflegen eine tiefe Freundschaft. Es ist ihr nicht hoch genug anzurechnen, dass sie nun mir Reisen kommt. Mann kennts ja. Viele sagen es, aber schlussendlich ziehen alle den Schwanz ein. Nicht sie. Ich kanns kaum erwarten :D Und ja, ich bin nervös :D

Das werden einige Emotionale Tage und Beijing, heiss und vom Regen durchnässt, der passende Schauplatz.

Was nun, Emma? Zurück in die Bar!

16. Juli 2011 - Beijing - Heiss und Feucht

Jetzt wirds nochmal richts spannend. Ich war gestern noch ein bisschen aus (Bis morgens um 6 haha) und Emma regelte derzeitig ihre Reisesachen. Das schöne ist: Emma bleibt mir noch nen Tag länger erhalten :D Sie fliegt nämlich am 18. Das sollte immer noch reichen um Hong Kong einen Flash-Besuch abzustatten.

Für mich ist das auch Okay. Auch wenn ich es nicht so mag, wenn sich gewisse Dinge nach hinten schieben. Emma hats passend formuliert: "Es ist wie ein Vortrag in der Schule, den du so schnell wie mögklich hinter dir haben willst." Umso weiter du es rausschiebst, machts nicht einfacher.

Wir beschlossen gegen Abend die Mara und den Ben suchen zu gehen. Ihr erinnert euch, die Schweizerin mit ihrem Mongolischen Freund, die hier eine Bar haben. Wir versuchten sie die letzten Tage immer wieder anzurufen. Wir erhielten immer die Nachricht, dass die Nummer nicht vergeben ist. Das ist komisch, denn bevor wir in die Mongolei fuhren, funktionierte alles Reibungslos. Was bleibt da übrig? Ab in die Bar :D

Wir wussten ja nicht mehr genau wo sie ist, ausser dass es irgendwo in den Hutongs ist - nahe Bell und Drum-Tower, dem alten Zentrum der Stadt. Da begben wir uns hin und liefen rum, in der Hoffnung eine Strasse zu finden, die uns bekannt vorkommt. Doch das war alles gar nicht nötig... den Zäck!!! -  Standen wir davor :D Und Ben war da und erkannte uns sofort. Die Mara war leider nicht da, weil gerade eben die ganze Familie Fässler zu Besuch war. Ben schien ziemlich froh heute arbeiten zu müssen :D

Zuerst besorgten wir uns noch etwas Essen, was in einer exzessiven BBQ-Session mit steinreichen aber lieben Deutschen ausartete, die uns dann auch einluden. Jegliches Fleisch an Spiessen, scharf gewürzt und in der Mitte des Tisches eine Lamkäule. Herrlich. Selten so viel gegessen :D Und ja, es ist mögklich in einem Fleischrestaurant auch Gemüse zu kriegen, auch wenn ich sicher bin, dass ich den Küchenscheff in den nahen Supermarkt rennen sah...

Meine Freundin Melanie, die mich bald besuchen kommt, ist Vegetarierin. Wir müssen dann dringend die Worte für Vegetarisch und Gemüse rausschreiben - Ansonsten könnte es passieren, dass hier jemand hungert :D

So kamen wir mit Begleitung zurück in die Bar und unsere neuen Freunde Finanzierten den Abend durch Trinken des teuersten Japanischen Whiskeys :D Herrlich. Wir sassen für Stunden, hörten Musik und genossen den Chat mit Ben über die Mongolei und das Leben hier. Er wird mit Mara nächste Woche Verwandte besuchen fahren - nach Ulan Baator. Was bin ich neidisch.

Es war ein super Abend. Der Beste seit Langem. Beijing hat sich mir soeben geöffnet.


Freitag, 15. Juli 2011

Hab ich irgendwie schonmal gesehen :D

15. Juli 2011 - Zamyn Uud - Beijing.

Was sind wir inzwischen routiniert. Herrlich wie wir aus dem Bahnhof stürmten, alle Touristenfänger (die es hier wieder gibt) umkurvten, schnurstracks den Weg in die Metro suchten und für 2 Yuan bis fast zum Hostel fuhren. Fast. Es gab ne Pause bei McDonalds :D Die Gegend schaut bekannt aus. Wir sind da! Wir sind zurück! Wir konnten uns ein Lächeln nicht verkneifen. Und gegenüber allen Vorahnungen, machte sich in uns ein gutes Gefühl breit. Wir wollten ja nicht unbedingt zurück nach China. Aber jetzt, da wir hier sind, sehen wir die schönen Seiten wieder und woah, was freue ich mich, mit Emma jetzt und dann mit Melanie noch so viel Zeit hier zu verbringen. Wir verbrachten den Abend mit Shoppen und wunderbarem Chinesischem Essen. Emma hat ein wenig Probleme mit ihrem Flug. War es doch geplant, dass sie am 17. nach Hongkong fliegt, wo sie 2 Tage später ihren Flug nach Stockholm besteigt, erhielt sie von der Buchungsgesellschaft doch den bescheid, dass ihre Buchung nicht geklapt hat. Na super :D Stellt euch vor, sie hätte ihre Mails nicht gecheckt und währe dann am Flughafen gestanden. Nein, du darfst hier ned rein :D

Zug um Zug...

14. Juli 2011 - Ulan Baator - Zamyn Uud

...Stück um Stück gehts weiter zurück nach China. Wie soll ich das beschreiben... Wir sitzen im Zug, um uns die Touristen. Begeistert, freudig und wir sitzen nur so da. Nicht gewillt mit irgendjemandem zu sprechen. Wir sind schon fast ein bisschen froh, haben wir langweilige Spanier mit uns im Abteil (Wieder Spanier). Es ist so einer dieser Tage, wo das Rundherum nicht so wichtig ist. Irgendwie wünschen wir uns, dass vieles anders wäre. Der Tag zieht vorbei, wie die Steppe vor dem Fenster. Ein Tag der guten Musik aus dem Mp3 und ganz viel Melancholie mit dem Highlilght eines eiskalten, perlenden Bieres an der Grenze, wo erneut die fahrgestelle der Züge gewechselt werden und die Zollformalitäten erledigt wurden. Wir sassen draussen auf dem Bahnsteig mitten in der Nacht, später drinnen, spielten Karten und liesen uns von der Klassischen Musik aus den riesigen Propagandalautsprächern berieseln. Echt ein komisches Feeling jedes Mal an dieser Grenze, wo ich nicht weiss, wie ernst ich das jetzt nehmen soll :-)


Mittwoch, 13. Juli 2011

San-San-Bainu... Saaaan-Bainu...

13. Juli 2011 - Ulan Baator

...heisst so viel wie "sei gegrüsst" oder "wie geht es dir?". Darauf antwortet man: "San San Bainu". Gut und dir? "1983-86" wunderbar carchy Song der Mongolischen Indie-Band "The Lemons"

Der letzte Tag in der Mongolei, bevor wir morgen um 7.15 den Zug nach Beijing besteigen. Es war eine super Zeit hier und intensiv. Nun geht es zurück in den Ameisenhügel. Was für ein leben ist das, bitteschön? Wir füllten unseren Proviant auf und wechselten wieder zu Chinesischen Quai's.

Endlich haben wir ihn gefunden. Den Hifi-Store. Einer der wenigen Plattenläden der Mongolei, wo es dafür aber alles zu kaufen gibt. Erinnerte mich vom Vibe etwas an 2-Tonar in Reyijavik, was mehr ein Wohnzimmer, als ein Plattenladen ist. Alle hab ich sie gefunden, alle! Alle Bands vom Rock Naadam. Einige habe ich dann auch gekauft. 7500 Tugrug die Scheibe, ca 5 Fr. Meine Lieblinge sind Mohanik, eine Gruppe von Jungs, die ganz ganz vieles falsch machen, aber denen man den Spass und die Kreativität anmerkt. Und sie haben es nicht nötig ein "the" vor ihren Namen zu setzen, was ich immer mal wieder sympatisch finde. Klar, erreicht die Qualität hier nicht internationalen Standart. Hier ist weder ein Markt noch eine Plattform. Der HipHop dominiert gleich nach der traditionellen Musik

Kugelrund vom BBQ und etwas wehemütig, sitzen wir auf dem Balkon. Eigentlich wollten wir auf die Strasse schauen, aber irgendso ein Schlaumeier hat uns ein Schild vor die Nase gebaut, so dass wir genau noch die gegenüberliegende Häuserfront erkennen können. Der Wein entpuppte sich als Sprudeltropfen, reicht aber um uns zu verabschieden. Als Soundtrack hören wir - wie könnte es passender sein - The Lemons mit 1983-86. 

 

Naadam Teil 2? jäääääää

12. Juli 2011 - Ulan Baator

Heute war Finaltag des Naadam. Die Sonne hat uns gestern ganz schön zugerichtet. Wir schlieffen insgesammt fast 18 Stunden durch und verpassten somit einiges der Wettbewerbe heute. Ich wollte auch nochmal los und noch mehr Bilder schiessen. Meine Kamera hat so ihre Macken die letzten Wochen und so brauche ich noch einen Anlauf.

Erst bei der Ticketkontrolle merkte die liebe Emma, dass sie leider die Tickets fürs Pferderennen eingepackt hatte. Die haben uns dann beim Stadion ziemlich wenig gebracht. *schmunzel*. Aber ich konnte ihr nicht böse sein. Was ich ohne sie schon alles vergessen oder verloren hätte... Mehr wie einmal konnte sie sich nicht verkneiffen und sagte: "ich frage mich, wie dus angestellt hast, dass du bis hier her gekommen bist..."

So entschieden wir uns für Alternativprogramm und stiegen auf einen Hügel, ausserhalb der Stadt. Natürlich alles zu Fuss und bei praller Sonne. Das mit Steinen auf den Berg gelegte Antlitz von Chingis Khan reizte uns aber dann doch zu sehr. Der Ausblick auf die Stadt war es dann auch wert und das Kriegsmemorial nebenan wurde zweitrangig. Ich liebe solche Momente, wo man sieht, wie weit man gelaufen ist und wo man sich befinden. Wenn man etwas von oben sieht, wird einem das oft erst bewusst.

Was haben wir heute eins an Kilometern zurückgelegt. Da tanzte mein Herz umso mehr, als Emma eine Flasche Mongolischen Rotwein hervorzauberte. Angebaut in der Wüste Gobi. Es gibt bereiche, ganz im Süden, wo kilometerweit Gemüse und Früchte angebaut werden - so auch Wein. Was für ein spezieller und unfassbar hässlicher Tropfen. Jedoch hat er die Wirkung nicht verfehlt, was man meinen vielen TIppfehlern anmerkt. Die Emma schläft nun bereits. Morgen ist unser letzter Tag in UB. Hier könnte ich echt verenden. Ach, noch ein Schlückchen ins Glas und ab auf den Balkon und Lichtergucken.

Und dabei fällt mir auf: Emma und ich poken uns schon gegenseitig im Facebook und senden uns Nachrichten - um uns an die Zukunft zu gewöhnen. Viele kommen und gehen. Die Emma wird bleiben.





Ein Fest, Wettkampf und ganz viel Stolz.

11. Juli 2011 - Ulan Baator

Naadam bedeutet: "Die drei Nomaden Spiele" Das Fest ist auch bekannt als die Nomaden-Olympiade und ist gleichzeitig eine Art Nationalfeiertag an dem so einiges gefeiert wird. Sportlich begrenzt sich das auf Mongol-Bukh, das traditionelle Ringen. Es hat was vom Schweizer Schwingen. Ausser dass das 30 Kämpfe zu gleich stattfinden und den überblick zu behalten nicht einfach ist.

Pfeilbogen schiessen hat durchaus seinen Charme, denn schiessen sie nicht auf Scheiben, sondern auf eine Art Wand aus Büchsen und wenn sie gut treffen, dann Tanzen und singen die Helfer, die sie wieder aufbauen. Ist der Schuss daneben, herrscht stillschweigen. Das ist auch der einzige Wettbewerb wo Kriegerprinzessinen (Frauen) zugelassen sind. 

Dann sind da die Pferderennen, die in 6 Alterskategorien abgehalten werden. Leider sind diese weit ausserhalb der Stadt und die Strassen so verstopft, dass es für uns unmöglich sein wird, dahin zu gelangen. Zudem verlangen alle Taxifahrer für Touristen Horrorpreise. So bleibt unser Ticket ungenutzt. Als letztes ist da noch das Knochenschiessen. Da wird von einer 20 cm langen in der Hand gehaltenen Startbahn, ein quadratisch geschliffener Knochen auf zwei entfernte Wirbelknochen geschossen, mit dem Ziel, diese geschickt wegzuknallen. Auch hier wird gesungen, wenn man gut trifft. Lustig, diese Mongolen.

Nach dem Genuss der Eröffnungsfeier, wo der Präsident das Fest eröffnete, gönnten wir uns eine exzessive Kost dieser Wettbewerbe, ohne zu verstehen, wer da jetzt gerade was macht. Das änderte sich dann zum Glück, denn es hat Charme und überall rundherum wird gegessen und getrunken. Viele Mongolen kommen und sprechen einen an. Nicht um irgend etwas zu verkaufen, sondern weil sie stolz sind auf ihr Fest und umso stolzer werden, wenn sie fühlen, dass es auch den Ausländern gefällt. "Welcome to Mongolia"! Thanks my friend, we love your country. =)

Die Westler sind auch begehrte Interviewpartner für die TV-Kamera. Emma und ich gaben einiges an Auskunft über die Beweggründe unseres hierseins. :D
Zu unserem Leidwesen war die Sonne sehr stark heute - wenn nicht sogar zu stark. Nahe dem Hitzschlag begaben wir uns nach schnell vergangenen Stunden ab nach Hause und schliefen ungewollt den Rest des Tages. Wir waren so groggy, das wir leider auch das grosse Feuerwerk am Abend verpassten. Bzw ich sah einen Teil von unserem Balkon, geweckt von den Böllerknallern. Daher es aber von vier verschiedenen Stationen aus gezündet wurde, war es mir nur möglich, zwei dieser zu sehen. Das war sehr schade. Trotzdem, dieser Tag geht als eines meiner Highlights in die Geschichte ein.




Montag, 11. Juli 2011

Schwarzmarkt

10. Juli 2011 - Ulan Baator

Khar Zakh ist der Name einem der faszinierendsten Märkte Asiens. Sicher gleich nach dem Wochenendmarkt in Bangkok. Da soll es alles geben. Vom Handyladegerät zum kompletten Ger. Sowas brauchen wir zwar nicht, aber Emma will doch unbedingt so eine tolle Thermosflasche, wie wir sie in den Zelten immer hatten. Und Meinereiner unbedingt neue kurze Hosen, seit sich meine zwei Paar mehr oder weniger gleichzeitig mit einem herzhaften RAAAATSCH in der Gegend des Hinterteils verabschiedet haben.

Mit dem Taxi ging es dann los. Wir hatten den Namen des Marktes auf Kyrillisch. Hier in der Mongolei ist jedes Auto ein potentielles Taxi. Mit einer 1.80 Blondine an der Seite, war das dann auch keine grosse Sache.

Wir verbrachten Stunden dort. Schlenderten durch Markthallen und Stände, bis wir schliesslich alle unsere Sachen zusammen hatten. Emma hatte die glorreiche Idee, ich solle doch ein paar gefälschte Levis 501 kaufen und der Beine entledigen. Ach, Emma, deine Ideen und Nähkünste werden mir fehlen. Zudem kaufte ich mir ein Paar nette neue Converse für 8 Dollar. :D

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Nähen und Filme gucken und schlussendlich mit etwas parlaren mit unseren neuen Spanischen Mitbewohnern. Wir haben immer noch unsere wunderbare kleine Wohnung abseits des eigentlichen Hostels. Küche und eigenes Bad mit Badewanne und das für 6 Dollar die Nacht. Ein kleines Paradies, schon fast ein Zuhause wo wir uns öfters Nerven wenn jemand neues kommt ;) Ach manchmal darf man ein wenig Assi sein *schmunzel*.

Samstag, 9. Juli 2011

Eine Stadt schmückt sich

9. Juli 2011 - Ulan Baator

Naadam steht bevor. Bereits vor unserer Abreise in die Wüste, waren überall in der Stadt fleissige Handwerker dabei, alles auf Vordermann zu bringen. Schaut man jetzt, zwei Tage vor Beginn in die Strassen, so Hängen überall Flaggen und über den Hauptstrassen wurden LDC Werbetafeln angebracht. Zudem wird praktisch jeden Tag irgendwo ein neuer Park eröffnet. Ebenso um die Ecke unseres Hostels. Wo wir seit der Ankunft vor gut drei Wochen Eisenverschläge standen, prachtet jetzt eine Parkanlage mit reichlich Grünfläche und Springbrunnen. Das ist doch sehr ein ungewohnter Anblick im vergleich mit dem Rest der Stadt. Es ist halt Naadam.

Den heutigen Tag habe ich mehrheitlich mit BüroBüro verbracht. Emma organisierte unsere Zugtickets zurück nach Beijing am 14. Juli und ich ihren Flug nach Hongkong und Unterkunft. Zudem benötigte ich Stunden mit Fotos bereitstellen und Recherche über die Namen der Orte, die wir auf der Tour besuchten. Soll ja auch komplett sein das Ganze.

Während dieser Arbeit habe ich etwas unsere Shamanin belauscht, die mit einer Freundin diskutierte. So fand ich heraus, dass UB ein U-Bahn-Projekt am Start hat. Das klingt zwar etwas abstrakt, allerdings würde etwas an Entlastung dem ständig stillstehenden Verkehr in der Stadt nicht schaden. Die Mongolei will zurück zu alter Stärke. Die neuerlichen Funde von Gold und Oel wird diesem Unterfangen Rückenwind geben.

Vielleicht werden sich eines Tages das Atom -und Kohle Kraftwerk nicht mehr im Stadtzentrum befinden...

Gobi Trip 7 - Rock Naadam!!!

8. Juli 2011 - Bayan Onjuul - Ulan Baator

Heute war erst mal nicht mehr allzuviel los. Wir verabschiedeten uns von der letzten Familie und waren alle ziemlich gerädert ab der nächtlichen Kälte und der unfassbaren härte der Betten (Bretter und eine Dünne Matte darüber).

Das wars dann auch mit unserem Trip. Auf dem langen und beschwerlichen Weg zurück traffen wir zufällig einige Jungs, die ich in China schon getroffen hatte. In der Stadt selber dann einen Belgier, der und damals in der Schlange vor der Mongolischen Botschaft einen Stift geliehen hatte. Als wäre das nicht genug, stand in unserem Zimmer im Hostel eine grosse Ledertrommel und wir wussten sofort, was das bedeutet: Die Dänische Shamanin teilt mit uns ein Zimmer. :D Strub, aber an das gewöhnt man sich *hrhr*

Und dann ist doch noch etwas (wirklich) spannendes passiert. Wir wären erst fast nicht hingegangen aber bevor wir grandios Mongolisches Barbeque im Stile von Saga Khan genossen haben, gingen wir beim Zirkus vorbei und wurden überrascht von der Ankündigung des Rock Nadaam, einem alternativen Rockevent, den wir natürlich besuchten und in einer tollen Zirkusarena endeten, in dem einige Mongolen versuchten eine Show auf die Beine zu stellen. Die organisation und der Mixdown war unfassbar schlecht, aber einige der Bands wie The Lemons habens echt drauf!


Gobi Trip 6 - Kulturelle Revolution vor Auge geführt.

7. Juli 2011 - Onghiin Khid - Bayan Onjuul

Nach dem gestrigen Realisieren, ging ich heute vorbereiteter ans Werk. Zudem stand heute etwas auf dem Programm, das ich sehr mag. Buddhistische Kloster. Aber dieses war Anders.

Es handelt sich um das berühmte Onghiin Khid Kloster. Ich war ziemlich erschüttert bei dessen Anblick. Während der Kulturellen Revolution der Kommunisten wurde bekanntlich nicht viel von Religion gehalten und alles was damit zu tun hatte zerstört. Auch dieses Kloster. Ebenfalls, was mich am meisten schockierten, war zu sehen, wie die grosse Stupa, wachend über ads Tal, von beiden Seiten Aufgebrochen und beraubt wurde. Die Räuber, wohl Russen, wussten nicht mal, von welcher Seite sich besser auf die darin befindenen Schätze zugreiffen lässt. Es ist skandalös... und gleichzeitig schön anzusehen, dass sich die Szene zu erholen scheint. Wie in anderen Klöstern studieren hier Kinder unterrichtet von Internationalen Mönchen. Das anzusehen macht Freude und zeigt, dass nicht überall in der Welt alles so schlecht ist.

Der Rest des Tages war wieder im Auto sitzen. Die Landschaft verändert sich von schwarzen Bergen zu unglaublicher Flachheit, wo wir dann nach Kompass fuhren, weil sogar unser Driver nicht mehr wusste, wo vorne und hinten war :D

Als wir dann erschöpft unser Tagesziel erreichten, der letzten Etappe bevors zurück nach UB geht, waren wir bei einer Reizenden Familie zu Gast, die, ihr Tierkinderliebenden, haltet euch fest, Fünf Hundebabys hatten. Eines fluffiger wie das andere. Wie die herumtollten, ach wie füüüüüüüfff :D Am liebsten hätt ich eins mit ins Bett genommen :D




Gobi Trip 5 - Mal eben an der Kruste kratzen

6. Juli 2011 - Khongoryn Els - Onghiin Khid

Heute sind wir mal wieder weit gefahren. Wieder im Ger, mischt Emma gerade die Karten und macht sie fürs Spiel bereit.

Die Luft ist ein bisschen raus aus der Tour. Das liegt an mehreren Gründen. Erstens sind unsere Mitreisenden noch schlafmütziger als wir und die Zeit im Auto will einfach nicht vergehen. Die MP3's sind inzwischen tot und um ein Buch zu lesen holpert es zu viel. Als wir dann in einer Pause eine Gruppe der Konkurrenz trafen, war es dann um mein Wohlgefühl geschehen.

Ich stellte fest, das unser Trip ziemlich platt ist. Platt wie die Wüste. Das liegt daran, dass wir unser Wissen aus dem Lonely Planet beziehen, weil wir ja mal wieder keinen Guide haben. Ich weiss nicht so recht, warum der Veranstalter zwar einen Koch mitschickt, aber keinen Guide. Es wäre so viel besser, wenn wir jemanden hätten, der uns während der langen Fahrt etwas über den Ort erzählen könnte, an dem wir uns befinden. Das würde dem Ganzen mehr Tiefe geben. Das ständige Blättern im LP hat nämlich auch den Nachteil, das man ganz schnell herausfindet, was das gerade für ein geiler Ort war, an dem man regungslos vorbei gefahren ist.

In bald 3 Wochen Reisen haben wir vieles gesehen aber wenig erfahren. So komme ich zum Schluss, dass ich hier her eines Tages zurückkommen werde. Ich werde mir ein Motorrad mieten oder kaufen, falls ich muss, und mir genügend Zeit nehmen hier richtig tief zu gehen. Aufgrund der Umstände und der vermeintlichen Zeitnot haben wir uns für den aktuellen Weg entschieden. Das wird von nun an nicht mehr passieren. Ich habe genug vom an der Kruste kratzen, ab jetzt wird tief gegangen. Trotzdem war es das Geld wert und hat uns einen überblick gegeben, was es hier alles gibt. Nächstes Mal, nehm ich mir alles.

Nichtsdestotrotz war heute morgen das besteigen der kleinen Sanddüne ganz im Süden des Landes ein absolutes Highlight. Mit dem Kamel hingeritten und und im Sonnenaufgang (Ja, wir habens schon wieder geschafft *schmunzel*) die Sandberge heruntergestürzt. Was haben wir ein gewütet da. Herrlich.
Auf dem Weg weiter haben wir noch irgendwelche Klippen gesehen (Stimme aus dem off: Flaming Cliffs, entdeckt von Roy Chapman Andrews, dem realen Vorbild von Indiana Jones). Aber ja, die Luft ist raus und ich zu faul zum blättern.

Jetzt bin ich zu faul um zu schreiben und schliesslich wartet die Emma auf ihren Spielepartner um das einzige Spiel zu spielen dass sie kennt. Vänd tia. Dreh um die Zehn' auf Deutsch. Haha, na dann los. :D




Freitag, 8. Juli 2011

Gobi Trip 4 - Wüstensturm - by Emma & Luke

5. Juli 2011 - Dalanzadgad - Dulany Am - Khongoryn Els

Nun sitzen wir schon wieder in unserem Ger, Emma (aka McGyver) hat aufgrund eines fehlenden Ständers eine Kerze in die soeben gelehrte Weinflasche gesteckt. Draussen zieht ein Sandsturm vorbei, der uns heute einiges an Trubel beschert hat. Wir sind endlich in der Sandwüste der Gobi angelangt und hätten heute eigentlich fett auf die Dünen Kamelreiten gewollt. Aber wenn der Sand dir um den Körper haut, das Gefühl eines Sandstrahlers gleichkommend, macht das nicht so viel Spass, sondern ist auch sugefährlich. Hoffentlich siehts morgen besser aus.

Though we had some trouble with the Gobi sandstorm, the day had been great in some ways too. For example, we found ice (!) in a place where you at least expect it- in a national park in the desert.
On the way to the ice we met a spanish television star named, Jesus Jalapeno (or something similar). Perfectly recognized by our spanish friends. (That was right before Lukas locked me into the loo, together with one million flies. See video for further information of lukes first ever uploaded video on YOUTUBE!!! hehe.)

Later on, we stopped for lunch at a spectacular place, in a canyon with rock walls. We put our wine into the stream for cooling and then sat down in the grass soaking up the sun. (Dugany am) That was just before the biggest surprise of this day;

Als wir mit unserem Büschen eine enge Stelle passieren sollten, gab es mit einigen entgegenkommenden Fahrzeugen einen regelrechten Stau in der Schlucht. Auf jeden Fall kam uns ein Auto besonders verdächtig vor. Nach genauerem hinschauen war dann die Überraschung komplett, als frisch und fröhlich Chladat aus dem Cockpit hüpfte. Die Freude war gross - jedenfalls von unserer Seite - war der Abschied von ihm doch eher unglücklich. Die Sprache, yes folks: lernt Mongolisch.

Now we lay down and enjoy the sound of the sand riesling around the ger in a surrounding that could be taken from "elder scrolls". Spectacular! Good night!